VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Sektion St. Gallen / Appenzell
VCS / ATE / ATA

Tempo 30

Die Einführung von Tempo 30 führt in der Regel zu mehr Sicherheit. Dank der tieferen Geschwindigkeit kann der Autolenker seine Aufmerksamkeit auch auf den Strassenrand richten. Darüber hinaus sind tiefere Geschwindigkeiten mit kürzeren Bremswegen und weniger gravierenden Unfallfolgen verbunden.

Der Sicherheitsgewinn ist in zahlreichen Studien ausgewiesen. Die Zahl der Unfälle nimmt um rund 15 bis 20 Prozent ab, die Zahl der verletzten Personen geht sogar um 30 bis 50 Prozent zurück.

Ein tieferes Geschwindigkeitsregime führt ausserdem zu einem gleichmässigerem Fahrverhalten und damit zu weniger Brems- und Beschleunigungsmanövern. Dadurch reduziert sich die Lärm- und Luftbelastung - die Wohnlichkeit in einem Quartier wird erhöht.

Mehr Wohnlichkeit

Ein tieferes Geschwindigkeitsregime führt zu einem gleichmässigerem Fahrverhalten und dadurch zu weniger Brems und Beschleunigungsmanöver. Dadurch reduziert sich die Lärm und Luftbelastung - die Wohnlichkeit in einem Quartier wird erhöht.

Tempo 30 wird zu einem wichtigen Faktor für die Standortattraktivität einer Gemeinde

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Autofahrer lenken ihren Blick dort hin, wo sie in zwei, bis drei Sekunden sind. Je höher die Geschwindigkeit, desto weiter weg geht der Blick in die Tiefe

Wer mit niedrigen Geschwindigkeiten unterwegs ist, hat Zeit, das Umfeld zu beobachten und kann reagieren, wenn am Strassenrand plätzlich etwas geschieht. Der Blick geht in die Breite.

kurzer Bremsweg

Während ein Auto mit Tempo 30 nach 14 m schon steht, ist ein Fahrzeug mit Tempo 50 km/h an der gleichen Stelle immer noch mit 50 km/h unterwegs.

Unfallfolgen

Der Zusammenprall eines Fahrzeuges mit einem Fussgänger mit Tempo 30 km/h entspricht einem Sturz von 3,5 m Höhe; derjenige bei 60 km/h einem Sturz von 14,2 m.

Bei Aufprallgeschwindigkeiten über 30 km/h nehmen die schweren und tödlichen Verkletzungen stark zu.

Mehr Wohnlichkeit

Beruhigte Quartierstrasse: Bereits bei der Anlage der Quartierstrasse wurde die umliegende Bebauung integriert. Der Strassenraum kann so verbindendes Element des Quartiers werden. Mit einer Selbstverständlichkeit wird die Fahrbahn auch von den nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer in Beschlag genommen. Der Fahrverkehr passt sich den Verhältnissen an. Tempo 30 wird selbstverständlich akzeptiert.

Die Gestaltung des Strassenraumes erhöht die Wohnqualität und wird so zum wichtigen Standortfaktor.

Nicht beruhigte Quartierstrasse durch ein Einfamilienhausquartier: Der breite Ausbau der Fahrbahn führt zu überhöhte Geschwindigkeiten. Die Strasse ist für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer kaum nutzbar. Die Bebauung ist auf das jeweilige Grundstück ausgerichtet und nimmt wenig Rücksicht auf die Umgebung. eider ist diese Situation nach wie vor Alltag in den Gemeinden.

Flächenbedarf

Durch eine Reduktion der Geschwindigkeiten kann wertvoller Platz gewonnen werden: Mit tieferen Geschwindigkeiten kann der Abstand beim Kreuzen zwischen den Fahrzeugen reduziert werden. Die Strassen können schmaler Projektiert werden, benötigen dadurch weniger Platz und kosten weniger.

Luftbelastung / Energieverbauch

Durch die Einführung von Tempo 30 kann der Energieverbrauch der Fahrzeuge und damit auch die Luftbelastung wesentlich werden.

Lärmbelastung

Die Reduktion der Geschwindigkeit von Tempo 50 auf Tempo 30 entspricht einer Lärmreduktion von 2 - 3 Dezibel, was in etwa der Halbierung der Verkehrsmenge entspricht.