VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Sektion St. Gallen / Appenzell
VCS / ATE / ATA

Waisenhausplatz Bern

Projektbeschrieb

Für die Platzfolge Bärenplatz / Waisenhausplatz – sie markiert die zweite Stadterweiterung von 1346 bis 1623 – wird 1990 ein Studienauftrag ausgelöst, welcher vom Team Stöckli, Kienast und Köppel aus Zürich gewonnen wird. Das zur Weiterbearbeitung empfohlene Projekt kommt mit minimalen Eingriffen aus, in einem ersten Schritt soll der Stadtraum entrümpelt werden. Trotz der Tatsache, dass es sich um das kostengünstigste von allen Studienprojekten handelt, ist die Gesamterneuerung der Plätze auf finanziellen Gründen bis 2008 sistiert.

Nachdem im Sommer 2003 auch die Parkplätze vom unteren Waisenhausplatz in das ausgebaute Metro-Parking verlegt werden können, wird eine einfache und preisgünstige Gestaltungsmassnahme im Sinne einer Übergangslösung realisiert:

Eine Rechteckfläche aus hellblauer Strukturmarkierung umfasst den Bereich, welcher z.B. für temporäre Werbeveranstaltungen und Ausstellungen, für Platzkonzerte und Vorführungen aller Art, für die zeitlich beschränkte Ausstellung von Kunstobjekten und dergleichen zur Verfügung steht. Im Bereich des Oppenheim-Brunnens werden die Strassenränder angepasst.

Plätze der Berner Innenstadt

Mit dem "Verkehrskompromiss" von 1997 gelingt es der Stadt Bern, die über zehn Jahre lang dauernde Blockierung von öffentlichen und privaten Erneuerungsprojekten in der Innenstadt zu überwinden: Der Ausbau der Parkhäuser Metro und Casino in Verbindung mit dem Abbau von öffentlichen, oberirdischen Parkplätzen – unter anderem auf dem Bundesplatz und auf dem Waisenhausplatz – wird mit zahlreichen grösseren und kleineren Massnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Aussenraumes verknüpft

Daten

  • DTV: ca. 10 000
  • Verkehrsregime: Tempo 30
  • Gestaltung: David Bosshard, Bern
  • Auftraggeber: Stadt Bern
  • Kosten: ca. Fr. 450'000.-
  • Quellen und Bilder: David Bosshard, Bern Stadtplanung Bern