VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Sektion St. Gallen / Appenzell
VCS / ATE / ATA

Falkenhöheweg Bern

Mehr Wohnqualität dank Begegnungszonen in Wohnquartieren

Auch ohne aufwändige baulichen Massnahmen und mit geringen Kosten kann eine Begegnungszone eingerichtet werden.

Einfach und kostengünstig mehr Lebensqualität in die Wohnquartiere bringen, unter dieser Prämisse steht die Umsetzung von Begegnungszonen in der Stadt Bern. Seit dem Jahr 2000 hat die Stadt Bern mit einfachen baulichen Massnahmen rund 20 neue Begegnungszonen realisiert. Von der A wie Alpeneggstrasse bis Z, dem Zeigeweg konnten mit einfachen auch rückführbaren Massnahmen Zeichen für mehr Wohnlichkeit in der Stadt gesetzt werden.

Kindergerechte Stadt

Begegnungszonen in Wohnquartieren sind eine wichtige Massnahme des "Konzepts für eine kindergerechte Stadt", das der Gemeinderat der Stadt Bern 1999 beschlossen hat. Der Anstoss für die Einrichtung einer Begegnungszone muss von der betroffenen Quartierbevölkerung erfolgen. Die Stadt wird aktiov, wenn eine Mehrheit der Betroffenen ihre Zustimmung mit Unterschrift gezeigt hat. Die Beurteilung aus der Sicht des Quartiers erfolgt durch die Quartierorganisationen nach einer Information durch die Antragstellenden.

Einschränkende Voraussetzungen

Um eine Begegnungszone einführen zu können, sind verschiedene - teilweise stark einschränkende - Voraussetzungen gesetzt worden, welche deutlich über die entsprechenden Vorgaben des Bundes hinaus gehen: So dürfen die betroffenen Strassen nur wenig Verkehr aufweisen (max. 100 Fzg / Spitzenstunde), sollen keinen Busverkehr und Durchgangsverkehr führen und müssen in Quartieren mit einer überdurchschnittlich Bevölkerungsdichte liegen. Zudem ist eine Begegnungszone in der Regel lediglich an zwei, bis drei zusammenhängenden Strassen möglich, die zudem direkt in Tempo-30-Zonen einmünden müssen.

Massnahmen

z. B. Torelemente und Fahrbahnverengungen durch Markierungen und Blenden

Ziele

  • Umsetzung so einfach, günstig und wirksam wie möglich
  • rasch umsetzbar
  • rückbaubar, falls Bedarf nicht mehr vorhanden ist
  • möglichst ohne Abbau von Abstellplätzen von Autos und Velos

Daten

Quelle Stadtplanungsamt Bern Flyer "Begegnungszonen in Wohnquartieren"
Fotos Thomas Zahnd Planum Biel
Impressum VCS St. Gallen / Appenzell / Juli 04 Andreas Bernhardsgrütter, St. Gallen