VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Sektion St. Gallen / Appenzell
VCS / ATE / ATA

Bahnhofplatz Romanshorn TG

Bahnhof und Hafenanlage hatten und haben für die Entwicklung von Romanshorn schon immer eine besondere Bedeutung. Im Zuge der Erneuerung der Publikumsanlagen wurde auch der Bahnhofplatz neu organisiert und gestaltet. Das bestehende Parkplatzangebot sollte erhalten und die bisherigen Verkehrsbeziengen gewährleistet werden. Gleichzeitig möchte Romanshorn die ankommenden Fahrgäste freundlich empfangen und die vielfälltigen Bewegungen von Bus, PW, Taxi, Fuss und Veloverkehr besser organisieren.

Gestaltungskonzept

Längsblick: Der Bahnhofsplatz soll als eine Fläche wirken. Parkierung, geschützte Fussgängerbereiche und Bushaltestelle sind auf einer Ebene angelegt. Dadurch kommt die Bedeutung des Bahnhofes - welcher für Romanshorn in seiner Geschichte immer wichtig war - wieder vermehrt zur Geltung.

Das Gestaltungskonzept trennt die Fahrbahnflächen mit den Vorplätzen nicht mehr mit hohen Bordsteinen, sondern unterstützt mit einer ebenen Fläche ein gleichberechtigtes Nebeneinander. Die wichtigen diagonalen Wegbeziehungen werden mit Bändern unterstrichen. Eine Baumreihe als Gegenüber des markanten Bahnhofgebäudes fasst den Platz räumlich. Die Verlegung der Bushaltestellen an den östlichen Rand des Platzes schaffte Raum und trägt zu einer gewissen Grosszügigkeit bei.

Querbeziehung: Die wichtige Fussgängerbeziehung von der Stadt zum Bahnhof wird mit den diagonal verlegten Betonbändern unterstützt. In der Nacht kommen zusätzlich im Boden eingelegte Lampen zur Wirkung.
Torwirkung: Die in den Boden gelegten Betonfelder markieren optisch einen "Fussgängerstreifen" und unterstützen dadurch die Torwirkung.

Daten

Einwohnerzahl 9’100
Ausdehnung Gebietsgrösse 200 m (Strassenlänge)
Realisierungstand Ausführung 2003
Gestaltungskonzept Cyrill Bischoff, Architekt, Romanshorn
Ausführung Ribi und Blum Ingenieure, Romanshorn
Kosten 1,2 Millionen Franken
Verkehrsregime Mischverkehrsfläche, als Begegnungszone ausgeschildert