VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Sektion St. Gallen / Appenzell
VCS / ATE / ATA

Bahnhofplatz Männedorf

Der neu gestaltete Bahnhofplatz strahlt eine ungewohnte Weitläufigkeit aus.

Der Bahnhof Männedorf liegt an der Goldküste am rechten Zürichseeufer. Die Linie Rapperswil-Zürich wurde bereits in den frühen Achtziger-Jahren im Halbstundentakt betrieben. Mit Einführung der S-Bahn 1990 (Durchbindung Stadelhofen - HB) und später der schnelleren S7 rückte Männedorf noch näher an das Zentrum. Der neugestaltete Bahnhofplatz in Männedorf stellt nun dem Bahnhof ein adäquates Umfeld zur Verfügung und schafft so bessere Voraussetzungen für die Umsteigebeziehungen zu Fuss und mit dem Velo ins Dorfzentrum sowie mit dem Bus in die nähere Umgebung. Der gesamte Bereich um den Bahnhof ist platzartig als offene Fläche gestaltet und einer Begegnungszone zugeteilt.

Gestaltungskonzept

Der gesamte Bereich wurde in zwei Flächen unterteilt: Bahnhofgebäude, Bushof und Kiosk stehen auf einer Betonfläche, Parkplatz und Fahrbahn sind asphaltiert. Die zwei Materialien sind mit einer Wasserrinnen getrennt. Insgesamt besteht eine offene Fläche in einer ungewohnten Grosszügigkeit.

Umsteigesituation

Ideale Umsteigesituation zwischen Bahn und Bus: Der Bushof liegt unmittelbar neben den Perrons, die Busse können in wenigen Metern erreicht werden. Das Perrondach dient gleichzeitig auch den wartenden Buspassagieren.

Bushof

Am Bahnhof Männedorf treffen drei Buslinien aufeinander, welche die Feinverteilung vom Bahnhof in die Gemeinde und nähere Umgebung sicher stellen. Der Bushof ist mit zwei gezahnten Aussenperrons organisiert.

Verkehrsregime

Der ganze Bereich um den Bahn- und Bushof wurde als Begegnungszone signalisiert und als Mischverkehrsfläche gestaltet. Damit besteht für den Fussverkehr aus allen Richtungen Vortritt. Für den Fussverkehr bestehen damit gute Voraussetzungen, die Ziele ohne Umwege schnell zu erreichen.

Daten

Konzept Zwicker + Schmid, Zürich
Realisation 2005
Verkehrsregime Begegnungszone Tempo 20

Impressum

Text / Fotos / Illustration: Andreas Bernhardsgrütter Dezember 2006