VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Sektion St. Gallen / Appenzell
VCS / ATE / ATA
St. Gallen | 25.08.2016

Mobilitätsinitiative will Rückschritt

Der motorisierte Individualverkehr braucht mehr Platz, verursachte mehr Lärm und produziert mehr CO2 als Fuss- und Veloverkehr und gut ausgelasteter öffentlicher Verkehr. Das Verkehrswachstum in der Stadt St.Gallen soll daher weiterhin mit Fuss-, Velo- und öffentlichem Verkehr bewältigt werden. Das Stimmvolk hat dies auch klar so entschieden.

Langsam zeigt das Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung seine Wirkung. Bei der Planung wird auch an Fuss- und Veloverkehr gedacht. Der motorisierte Individualverkehr im Stadtzentrum ist in den letzten Jahren trotz Bevölkerungswachstum kaum gestiegen, wie es das Verkehrsreglement seit April 2010 auch verlangt. Dieser umweltgerechte Fortschritt scheint den Initianten der Mobilitätsinitiative unangenehm zu sein: Das Auto soll mit dem öffentlichen, Fuss- und Veloverkehr gleichberechtigt sein. Tatsache ist jedoch, dass das Auto seit bald 100 Jahren das allseits dominierende Verkehrsmittel ist. Nun findet insbesondere in den Städten endlich ein Umdenken statt. Und schon melden die Autofixierten Widerstand an. Die Initiative macht jedoch keine klare Aussage dazu, wie das Verkehrsauskommen bewältigt werden soll. Ehrlich wäre es, einfach die Aufhebung des Reglements für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung zu verlangen. Das wäre allerdings ein bedauerlicher und reaktionärer Rückschritt für die Verkehrspolitik der Stadt St.Gallen.

Kontaktinformationen

VCS-Sektion St. Gallen-Appenzell, Helene Guillong, Geschäftsleiterin 071 222 26 32