VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Sektion St. Gallen / Appenzell
VCS / ATE / ATA
Bern | 05.06.2016

VCS erfreut über das deutliche Nein zur Milchkuh-Initiative

Das Stimmvolk will eine faire Verkehrsfinanzierung

Milchkuh Rauber Lead

Der VCS und seine Partnerorganisationen des Vereins «Nein zur Milchkuh Initiative» freuen sich sehr über das deutliche NEIN des Stimmvolks zur Milchkuh-Initiative. Das Resultat zeigt, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einseitige Lösungen, die ausschliesslich die Strasse bevorzugen, klar ablehnen. Das deutliche NEIN ist ein klares Bekenntnis der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zum besten Verkehrssystem der Welt. Der VCS erwartet, dass künftig ausgewogene und kombinierte Verkehrslösungen im Vordergrund stehen.

Die Autofahrerinnen und Autofahrer in der Schweiz sind nicht die Milchkühe der Nation. Tatsächlich ist Autofahren in den letzten 20 Jahren stetig günstiger geworden, denn die Teuerung wurde nie angepasst. Das Stimmvolk liess sich nicht von der Autolobby beirren, die seit Jahren glauben machen will, dass Autofahrerinnen und Autofahrer in der Schweiz besonders hohe Abgaben leisten. Das Stimmvolk hat vielmehr Umsicht gezeigt und deutlich gemacht, dass es nicht bereit ist, in wichtigen Staatsbereichen wie der Bildung oder dem öffentlichen Verkehr zu sparen, während die Strassenkasse über hohe Reserven verfügt.

«Das Volk vertraut dem besten Verkehrssystem der Welt. Schiene und Strasse – beides ist wichtig. Die Bevölkerung erwartet, dass diese Verkehrsträger sinnvoll kombiniert werden. Besonders erfolgreich sind solche Ansätze im Rahmen der Agglomerationsprogramme, diese sind künftig deutlich auszubauen. Nun ist das Parlament gefordert, entsprechende Lösungen auszuarbeiten», sagt VCS-Präsidentin Evi Allemann.

Die Schweizer Verkehrspolitik zeichnet sich durch hohe Investitionen in beide Verkehrsträger aus. Einseitige Lösungen werden von den Schweizerinnen und Schweizern nicht goutiert. Vielmehr sind künftig Lösungen gefragt, bei denen die verschiedenen Verkehrsträger sinnvoll kombiniert werden. Ansätze, die Bahn, Bus und Individualverkehr miteinander verknüpfen, sind künftig deutlich stärker zu gewichten.

Der VCS hat sich stark gegen die schädliche Milchkuh-Initiative engagiert, weil damit die Schweiz sinnlos mit Strassen zubetoniert worden und der öffentliche Verkehr abgebaut worden wären. Auch hätte sich die Schweiz endgültig von den Klimazielen verabschiedet, denen sie selber zugestimmt hat.

Kontaktinformationen

Evi Allemann, Präsidentin VCS, Tel.: 079 560 72 94
Roger Nordmann, Vize-Präsident VCS, Tel.: 079 290 06 74
Caroline Beglinger, Co-Geschäftsleiterin VCS, 079 310 11 86
Matthias Müller, Leiter Public Affairs VCS, Tel.: 079 757 00 91