VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Sektion St. Gallen / Appenzell
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Bern | 01.03.2016

Velo-Initiative eingereicht

Ein starkes Signal für mehr Velo in der Schweiz

Veloinitiative Lead

Ein breit abgestütztes Komitee aus vielen Organisationen und Parteien hat am 1. März 2016 105‘000 Unterschriften für die Velo-Initiative bei der Bundeskanzlei eingereicht. Bundesrat, Parlament und die Stimmberechtigten erhalten nun die Chance, das Velo auf nationaler Ebene zu fördern.

Die Gesundheit der Bevölkerung verbessern, den CO2-Ausstoss senken und dabei gleichzeitig öffentliche Gelder sparen: Das ist möglich, wenn das Velo konsequent gefördert wird. Velofahren ist aber nicht nur gesund, sondern fördert auch die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Noch fährt die Hälfte der Bevölkerung nicht Velo, deshalb muss das Velofahren sicherer und attraktiver werden: Dazu braucht es ein dichtes Netz von direkten und sicheren Veloverbindungen, sichere Verkehrsführungen und genügend praktische, geschützte Abstellanlagen.

Der Bund regelt – die Kantone handeln

„Die Velo-Initiative will das Velo schweizweit besser fördern“, sagte Nationalrat Jean-François Steiert. Der Bund solle Qualitätsanforderungen festlegen und die Kantone und Gemeinden bei der Umsetzung unterstützen. Dieses bewährte Vorgehen soll auch für die Förderung des Velofahrens möglich werden. Der mit der Velo-Initiative geforderte Verfassungsartikel will genau dies erreichen.

Eine Velokultur entstehen lassen

„Das Potenzial des Velos ist noch lange nicht ausgeschöpft“, sagte Franz Gallati, Präsident von Swiss Cycling. „Die Velo-Initiative will Impulse geben, damit mehr Menschen häufiger Velo fahren.“ In der Schweiz sind viele Menschen nicht mehr gewohnt, sich motorlos fortzubewegen. Auch wurden der Fuss- und Veloverkehr in den letzten Jahrzehnten immer mehr an den Rand gedrängt. „Das wollen wir ändern und der Schweiz eine starke neue Velokultur geben“, erklärte Evi Allemann, Nationalrätin und Präsidentin VCS.

Die Initianten sind überzeugt, dass sich Investitionen in die Infrastruktur lohnen und weitere Anreize – wie zum Beispiel eine velofreundlichere Verkehrsplanung – dazu führen werden, dass mehr Velo gefahren wird. Dies käme schlussendlich allen zu Gute, denn das Velofahren ist platzsparend, gesund und umweltfreundlich. Die Schweiz mit ihren grösstenteils kurzen Wegen ist prädestiniert für das Velo und könnte auch international eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Einreichung der Velo-Initiative ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Velo-Initiative

Die Velo-Initiative will das Velofahren im ganzen Land stärken. Kantone und Gemeinden sollen – wie sie das heute schon für das Wandern und die Wanderwege tun – einheitlich attraktive und sichere Infrastrukturen bauen und unterhalten. Dazu soll der Artikel 88 der Bundesverfassung „zur Förderung des Wanderns und Zu-Fuss-Gehens“ durch „das Velofahren“ ergänzt werden. Die breit abgestützte Trägerschaft setzt sich aus 26 Organisationen und Parteien zusammen. www.velo-initiative.ch

Kontaktinformationen

Evi Allemann, Nationalrätin, Vizepräsidentin des Trägervereins, Tel 079 560 72 94
Jean-François Steiert, Nationalrat, Präsident des Trägervereins, Tel 079 204 13 30