VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Sektion St. Gallen / Appenzell
VCS / ATE / ATA

NAF löst keine Probleme

Engpassbeseitigung ist keine Lösung. Mit jeder Engpassbeseitigung entsteht ein neuer Engpass an einem anderen Ort. Der Verkehr verursacht rund einen Drittel des CO2-Ausstosses in der Schweiz. Hier sind intelligentere Lösungen als mehr Strassen gefragt.

Der Unterhalt und Betrieb der Nationalstrassen kann auch mit der heutigen Finanzierung von rund 2.2 Milliarden pro Jahr sichergestellt werden. Dazu braucht es den NAF nicht.

Pro Pendlerauto nur 1.12 Personen

In einem Pendlerauto sitzen durchschnittlich nur 1,12 Personen. Mit zukunftsgerichteten Lösungen wie digitalem Carpooling könnten wir die Fahrzeuge wesentlich besser auslasten. So lassen sich Staus verhindern, weil die Zahl der Fahrzeuge abnimmt. Mit zusätzlichen Autobahnen generieren wir leider zusätzlichen Verkehr und die Staus werden nur verlagert.

Nur 10% fliessen in die Agglomerationsprogramme

Für die breit akzeptierten Aggloprogramme braucht es den NAF nicht. Nur 10% sind für die Aggloprogramme vorgesehen und damit gleichwenig wie beim bereits heute bestehenden Agglofonds. Wir brauchen keinen neuen Autobahnboom, sondern leistungsfähige, zusammenhängende Velowegnetze, sichere Fusswege, attraktive öV-Angebote, umweltbewusste Mobilitätskonzepte für Verwaltungen und Unternehmungen und Autos, die durch digitale Kommunikation gezielter eingesetztund besser ausgelastet werden. Nur so haben wir eine Chance den CO2-Ausstoss des Verkehrs deutlich zu vermindern. Der NAF ist finanzpolitisch, raumplanerisch und ökologisch falsch und folglich klar abzulehnen.

Kontaktinformationen

VCS-Sektion St. Gallen/Appenzell, Ruedi Blumer, Co-Präsident, 079 465 43 07