St. Gallen, 27. Juni 2005. Die VCS-Ortsgruppe St.Gallen begrüsst den geplanten Umbau von bestehenden Trolleybussen zum «LighTram». Die vorgesehene Verlängerung von neun bestehenden Fahrzeugen mit Niederflur-Gelenkteilen - der Umbau eines Prototyps wird morgen Dienstag im Stadtparlament behandelt - ist eine sinnvolle, vor allem aber auch schnelle Möglichkeit, vorhandene Fahrzeuge an die gestiegenen Anforderungen der heutigen Zeit anzupassen.
Trolleybusse haben laut einer Verordnung des UVEK (Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) eine Lebensdauer von 10, maximal aber 20 Jahren. Darauf hat die VCS-Ortsgruppe bereits im Rahmen der Petition der Behindertenverbände für eine beschleunigte Ersatzbeschaffung von Niederflurbussen hingewiesen.
In der Stadt St. Gallen gehen die Uhren anders, bzw. langsamer: Von den heute im Betrieb stehenden 27 Fahrzeugen sind sieben seit 22 Jahren in Betrieb. Weitere zwei aus dieser Serie sind schon ausgemustert. Beim Folgt das Stadtparlament den «LighTram»-Anträgen des Stadtrats, kann ein erster Prototyp bereits im Dezember auf den St. Galler Strassen fahren. Bei einem positiven Verlauf des Prototyp-Betriebs sollen von den verbleibenden 18 «neueren» Trolleys bis im nächsten Jahr weitere acht um ein zusätzliches, Niederflur-Gelenkmodul verlängert werden.
Auch wenn die VCS-Ortsgruppe dem Projekt «LighTram» positiv gegenüber steht: Mit dem Ersatz der restlichen Trolleybussflotte darf nicht bis 2012/2013 zugewartet werden. Der Stadtrat hat in seiner «LighTram»-Vorlage diesem Termin sogar als «vorgezogenen Ersatz» bezeichnet. Dies ist ein klarer Etikettenschwindel, wären doch sieben der ältesten Trolleys bis dann fast 30 Jahre in Betrieb...
Wie der Name «LighTram» bereits andeutet: Das Projekt könnte eine Zwischenstation sein auf dem Weg zu einem richtigen Tram. In zehn bis 15 Jahren werden die verlängerten Fahrzeuge das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Und bis dahin könnte ein echtes Tram realisierbar werden. Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch: Der VCS hat bereits in seiner Studie «Richtig verkehrt» von 2003 auf die Potentiale eines Trams für St. Gallen hingewiesen. Ein Postulat «Zukunft dank Tram - bequem von Ost nach West» ist im Stadtparlament eingereicht.
Das «LighTram» - wie auch die überfällige Beschaffung von Niederflur-Dieselbussen mit zeitgemässer Motoren- und Abgaseinigungstechnologie (Partikelfilter) - sind erste Schritte hin zu einem attraktiveren und leistungsfähigeren öV-Angebot in der Stadt St. Gallen. Die VBSG scheinen aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen.
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und das Tram?
Der VCS hat in seiner Studie vorgeschlagen, die Wiedereinführung des Trams in der Stadt zu prüfen. Die Verkehrszahlen auf der VBSG-Linie 1 rechtfertigen den Einsatz eines Trams, gerade wenn eine Frequenzzunahme angestrebt werden will. Bevor aber eine solche Investition getätigt werden kann, müssen umfangreiche Untersuchungen angestellt und die notwendigen Vorarbeiten geleistet werden. St. Gallen kann es sich nicht leisten, mit der Erneuerung der Flotte zu warten, bis ein solcher weitreichender Entscheid gefällt ist.
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Links
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www.net-lexikon.de/
Trolleybus (Definition, Bedeutung, Erklärung im Lexikon)
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www.protrolleybus.ch
Verein für den Erhalt der Trolleybusse in Basel
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www.oevl.ch/
Materialien zur Trolleybus-Tagung 10. September 2003 Verkehrshaus Luzern
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www.voev.ch
[PDF] Die Wirtschaftlichkeit des Trolleybusses - Studie der Metron
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www.fonline.de/
Dokumentation Trolleybusse in Lion
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www.neoplan.de/
Ein Hersteller
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www.vbsg.ch/
Verkehrsbetriebe der Stadt St. Gallen
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www.vbz.ch
Wieviel Strom brauchen die VBZ-Trams und -Trolleybusse?
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