VCS St. Gallen / Appenzell begrüsst HGV-Anschlüsse

HGV - aber ohne Abstriche an der Bahn 2000!

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St. Gallen, 17. Dezember 2004. Die VCS-Sektion St. Gallen / Appenzell begrüsst den Entscheid des Nationalrats, unser Land besser an das Europäische Hochgeschwindigkeitsnetz anzubinden. Die jetzt gesprochenen Gelder dürfen aber nicht bei Projekten der zweiten Etappe der Bahn 2000 wieder eingespart werden. Die Ostschweiz ist nicht nur auf einen besseren Anschluss nach Europa angewiesen, sondern braucht auch einen zukunftsgerichteten Ausbau des regionalen Schienenverkehrs.

Die Ostschweiz hatte zusammen mit anderen Randregionen in der Vergangenheit immer wieder das Nachsehen bei Investitionen in den Ausbau internationaler Bahnverbindungen. Der Nationalratsbeschluss stärkt nicht nur die Stellung der Schweiz in Europa, sondern bindet auch die Ostschweiz besser an das Schweizer Bahnnetz an.

Diese Verbesserungen dürfen aber nicht auf Kosten des Regionalverkehrs gehen. Die Bahninfrastruktur muss im Rahmen der zweiten Etappe von Bahn 2000 kontinuierlich an die Bedürfnisse angepasst werden. Der Hauptteil des weiteren Verkehrszuwachses muss mit dem öffentlichen Verkehr bewältigt werden. Für die Ostschweiz bedeutet dies Investitionen in den grenzüberschreitenden Regionalverkehr. Die Bodenseeregion wird als eigenständiger Lebens- und Wirtschaftsraum immer wichtiger. Es braucht darum nicht nur häufigere und schnellere Verbindungen innerhalb der Ostschweiz und in den Grossraum Zürich, sondern auch nach Deutschland und Österreich. Das Ostwind-Angebot ist in ein grenzüberschreitendes S-Bahnsystem auszubauen, mit einem Halbstundentakt zwischen den wichtigsten Städten mit Anschluss an leistungsfähige städtische Verkehrs-betriebe und an das Postautonetz. Mit dem Hinweis auf die jetzt gefällten Entscheide zum HGV-Ausbau dürfen bei der zweiten Etappe von Bahn2000 keine Abstriche erfolgen.

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