Heutige Situation

Zürcherstrasse Post Lachen: Der Strassenraum ist durch den motorisierten
Verkehr dominiert, den Fussgängern bleibt nur ein schmales Trottoir.
Eine Lichtsignal regelt den Ubergang zwischen Migros und Post.
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Geschichte
Die Zürcherstrasse war bis zum Bau der Stadtautobahn eine Hauptverbindungsstrasse,
vom Zentrum in Richtung Westen und zieht über ein coupiertes Gelände
durch die Quartierzentren Lachen und Bruggen, weiter nach Gossau. Sie
bildet weiterhin eine wichtige Erschliessungsachse für den innerstädtischen
Verkehrs, insbesondere auch für den Bus und ist mit 16'300 Fahrzeugen
pro Tag nach wie vor stark belastet.
Nach Eröffnung Bau der Stadtautobahn 1987 wurde die vorher vierspurige
Strasse wohl auf zwei Spuren reduziert, die Fahrbahn blieb aber gleich
breit und die Trottoirs gleich schmal, da keine Umgestaltungen vorgenommen
wurden. Dies soll nun nachgeholt werden: Die städtische Initiative
"Strassen zum Leben" brachte den Stein ins Rollen. Der Kanton
zeigte sich bereit, im Rahmen eines Pilotprojektes eine Aufwertung des
Strassenraumes auch auf einer stark befahrenen Strasse umzusetzen.
In einem Studienauftrag wurden vier Teams aus Verkehrsplaner, Ingenieure
und Architekten eingeladen. Die Auswahl erfolgte in einem breit angelegten
Mitwirkungsprozess unter Beteiligung der städtischen und kantonalen
Behörden, Quartier-, Verbands- und Pateivertreter.
Die Vorlage wurde am 21. Mai 2006 der Bevölkerung in der Stadt
St. Gallen vorgelegt und leider knapp verworfen.
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Visualisierung
Landstrasse neu

Eine Baumreihe schafft Distanz zwischen Fahrbahn und Fussgängerbereich.
Die Fahrbahn ist ausserhalb des Zentrumbereiches als Kernfahrbahn gestaltet.
Eine Kernfahrbahn weist ein beidseitiger Radstreifen auf, aber keine Mittelmarkierung.
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Zürcherstrasse heute

Zürcherstrasse vor dem Schulhaus: An sich präsentiert sich
hier eine schöne Gebäudezeile. Die Überbreite Fahrbahn
und der Verkehr dominieren aber und machen aus der ehemaligen Prachtstrasse
eine Oednis. Dies soll sich nun ändern. |


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Konzept Ortsdurchfahrt
Die Zürcherstrasse quert die Quartierzentren Bruggen, Lerchenfeld
und Lachen. Diese Zentren werden im Strassenraum mit einem Mittelbereich
gestaltet. Die Gebiete dazwischen werden mit einer "Landstrasse"
untereinander verbunden. Der Wechsel des Querschnittstypen wird an den
Bushaltestellen mit platzartig gestalteten Buskammern optisch betont. |
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Heute

Geplant

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Vergleich:
Gegenüber dem heutigen Zustand werden die seitlichen Fussgängerflächen
und Vorplätze (orange) markant vergrössert. Zwischen den beiden
Bushaltestellen Schönenwegen und Lachen wird die Zahl der Fussgängerstreifen
erhöht.
Einzelne Seitenstrassen werden unterbrochen, so dass an den Seiten verkehrsfreie
Plätze geschaffen werden können. |

Buskammer
Ausschnitt Bushaltestelle Schönenwegen: Prägendes Elemement
des Gestaltungsvorschlages sind die Buskammern, welche die Strasse platzartig
aufweiten. Um einen flüssigen Verkehrsablauf zu gewährleisten,
können die wartenden Busse vom Vekehr überholt werden. Die Buskammern
werden von jeweils zwei Fussgängerstreifen gefasst. Zwischen den
Buskammern erleichtern
Mittelzone
Im Zentrum schafft ein zwei Meter breiter Mittelbereich in Form einer
langgezogener Mittelinsel zwischen den Fahrbahnen die Möglichkeit,
die Fahrbahn auf der gesamten Länge zu queren. Dieser dient auch
als Hilfe zum Abbiegen, was einem ungestörten Verkehrsfluss dient.
Kernfahrbahn:
Die Bereiche zwischen den Quartierzentren werden als "Landstrasse"
mit einer Kernfahrbahn gestaltet. Die Mittelmarkierung fällt weg,
dafür werden beidseitige Radstreifen markiert. Eine neue Baumreihe
wertet den Strassenraum auf. Zwischen den Bäumen wurden Parkplätze
angeordnet. |
Perspektive

Die Salisstrasse wird nicht mehr direkt über die Zürcherstrasse
erschlossen. Dies schafft Platz für einen Aufenthaltsbereich mit
Bäumen und Bänkli. |
Projektangaben
DTV:
16'800 Fahrzeuge / Tag
Realisierungstand
Von der Bevölkerung am 21. Mai 2006 leider knapp abgelehnt
Bauherrschaft
Tiefbauamt des Kantons St. Gallen,
Stadt St. Gallen
Signalisation
Tempo 50 innerorts
Kosten
Gesamtkosten: 19 Mio
Werkleitungen: 13 Mio
Kantonsanteil: 4 Mio
Projektierung:
Markus Hartmann, Herisau (Verkehrskonzept)
Bruno Bottlang, Herisau (Gestaltung)
Moggi Ingenieure, Herisau (Bauprojekt)
Fotos:
Markus Hartmann, Herisau
Visualisierung : Atelier Bottlang, St. Gallen
Text:
Andreas Bernhardsgrütter, Februar 2006
Links
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VCS zum Nein an der Abstimmung |
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Gemeinderatsvorlage Stadtrat (pdf) |
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Stadt SG: PM Abstimmung Zürcherstrasse |
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VCS: Abstimmungsempfehlung |
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Artikel VCS Lokal, Dezember 2005 |
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