Mit
Blick auf die Tatsache, dass die Seftigenstrasse nicht nur eine Hauptverkehrsachse,
sondern ebenso Orts- und Einkaufszentrum ist , wurde der Gestaltung bewusst
viel Gewicht beigemessen. Die Gestaltung soll diese Funktionen unterstützen
und der Strasse eine ihr eigene Identität geben. 1995 luden die Gemeinde
Köniz und der Kanton Bern sechs Kunstschaffende zu einem Wettbewerb
ein. Das ausgewählte Siegerprojekt, welches die Geschichte Waberns
zum Thema hat, verstärkt die Wirkung der Mittelzone, womit diese
zu einem eigentlichen Rückgrat für Wabern wird. Die Gestaltung
der drei Kreisel - Ligusterhecken werden zu verschiedenen Kreisformen
geschnitten - erinnert an die Vergangenheit Waberns als Villenvorort von
Bern.
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Ergebnisse |
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Projektangaben |
Geschichte
Die Seftigenstrasse und Wabern haben eine lange Leidensgeschichte hinter
sich. Jahrzehntelang konnten sich die Gemeinde Köniz, der Kanton
Bern und die Quartierorganisationen von Wabern nicht auf eine Lösung
der Verkehrsprobleme (es stand u.a. eine Umfahrung zur Diskussion) einigen.
1991 entschlossen sich die städtischen Verkehrsbetriebe zur Erneuerung
des Tramtrassees und zur Verbreiterung der Gleisabstände. Es wurden
verschiedene Varianten diskutiert, wie die Interessen des Trams, der Autofahrer-,
der Velofahrer- und der FussgängerInnen am besten unter einen Hut
zu bringen sind.
Der Entscheid fiel auf die Variante 1+1: Das Eigentrassee des Trams
wird aufgegeben: das Tram und der MIV erhalten in beide Fahrtrichtungen
eine gemeinsame Spur. Dadurch gibt es Platz für Velostreifen, eine
Mittelzone und breitere Vorbereiche. Die Trennung zwischen Tram und motorisiertem
Verkehr geschieht nicht im Querschnitt, sondern im zeitlichen Ablauf (quasi
zeitliches Eigentrassee; während das Tram an der Haltestelle wartet,
entleert sich die Fahrspur über die Kreisel).
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Die Mittelzone erleichtert das Queren der Strasse, und sie bietet Platz
für das Abbiegen. Mittelzone und Kreisel machen Fussgängerampeln
überflüssig, was zu einem verstetigten Verkehrsfluss führt
(um die Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen, mussten die Autos
an den Haltestellen auch im Vorher-Zustand anhalten). |
Ergebnisse:
Eine Vorher-Nachher Untersuchung führte zu folgenden Ergebnissen:
Die angestrebten Verbesserungen für den Langsamverkehr konnten
erreicht werden. Die durchschnittlichen Wartezeiten für eine Querung
der Strasse wurden stark reduziert und die Aufenthaltsqualität gesteigert.
Besonders auffällig ist der stark gestiegene Zweiradverkehr.
Die Durchfahrtszeiten für den motorisierten Verkehr und der Verkehrsfluss
konnten mit dem Ersatz von LSV-Anlagen durch Kreisel um reduziert werden.
Die Kapazität der Strasse an Spitzenzeiten wurde um 5 % erhöht.
Für den öffentlichen Verkehr wurden die Fahrzeiten trotz Aufgabe
eines Eigentrassees sogar noch leicht reduziert. Eine neue Haltestelle
wird mit täglich 900 Passagieren frequentiert.
Parkverkehr (Kurzzeit-Parkierende): Während typischen Einkaufszeiten
belegen durchschnittlich 35 Fahrzeuge die direkt an der Seftigenstrasse
liegenden Parkfelder (Belegungsgrad knapp 40%).
Das Gewerbe schätzt die Auswirkungen der Umgestaltung auf den Geschäftsgang
positiv ein. Ein Grossteil der Kunden kommt vom direkten Umfeld des Quartiers
zu Fuss oder mit dem Velo.
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Quellen:
Nationales Forschungsprogramm Stadt und Verkehr, Bericht Nr. 59: Renaissance
des städtischen Hauptstrassenraumes
Hochparterre 11/97: Seftigentrasse
Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis II: Sanierung der Seftigenstrasse
1996 - 1997
Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis II: Koexistenz statt
Dominanz im Strassenverkehr - Das Berner Modell in Planung und Praxis
Gde Köniz / TBA Kt. Bern: Zufrieden mit der neuen Strasse? Erfolgskontrolle
Seftigenstrasse Wabern
Links:
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Universität Bern
Vorher-Nachher-Untersuchung
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Gde Köniz / TBA Kt. Bern
Zufrieden mit der neuen Strasse? Erfolgskontrolle Seftigenstrasse
Wabern (pdf, 3,2 MB). Mai 2000 |
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Projektangaben:
Gestaltungskonzept:
Metron Verkehrsplanung Brugg
Kosten
Die Sanierung der Seftigenstrasse (insgesamt 1,5 km lang) kostet (inkl.
Lärmschutzmassnahmen) insgesamt 18,3 Mio Franken.
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