Oberriet SG: Ortsdurchfahrt Hauptstrasse
       

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Ortsteil Oberdorf

Gestaltung als Kernfahrbahn

In den äusseren Ortsteilen soll die Hauptstrasse als Kernfahrbahn gestaltet werden. Für Velofahrer sollen ansprechende Verhältnisse geschaffen werden. Derzeitig weichen Velofahrer oft auf das Trottoir aus.

Ein leicht differenzierte Belagsfarbe des Radstreifen's soll diesen verdeutlichen. Die Radstreifen sind je 1.35 m breit, die Kernfahrbahn 4,8 m.

Beschrieb

Oberriet ist ein Strassendorf. Die Hauptstrasse führt auf einer Länge von 2,4 km täglich rund 10'000 Fahrzeuge durch die drei Ortsteile Oberriet, Eichwies und Oberdorf.

Auslöser für die Neugestaltung der Hauptstrasse sind notwendige Investitionen in die Werkleitungen. Die Gemeinde nutzte diese Chance, um gleichzeitig die Gestaltung der Strassenräume neu zu planen. Wenn schon die Strassen aufgerissen werden, soll auch das Auge was davon haben. Ziel ist eine Aufwertung des Ortsbildes, aber auch Verbesserungen der Verkehrssicherheit insbesondere für den Langsamverkehr. Die Gestaltung der Strassenräume sollte die langezogene Ortsdurchfahrt strukturieren und zu einer Zentrumsbildung in den Ortskernen beitragen.

Die Planung für dieses Projekt wurde ausgesprochen zügig angegangen. Gestaltungskonzept und Projektierung wurden im Jahr 2003 erarbeitet. Der Kredit für die Umgestaltung und Erneuerung der Werkleitung wurde im März 2004 gesprochen. Der Umbau soll bis zum Jahr 2005 abgeschlossen werden.



Gestaltung mit Mittelbereich

Im Zentrum wird ein Mittelbereich angeordnet. Dadurch werden Querbeziehungen für den Fuss- und Veloverkehr erleichtert. Zudem können Ein- und Ausbiegemanöver für den Autoverkehr unter mitbenutzung des Mittelbereiches so geführt werden, dass der nachfolgende Verkehr nicht aufgehalten wird.


Zentrum

Im Zentrum kommen den Querbeziehungen gegenüber dem längesgerichtetem Verkehr ein grösseres Gewicht zu. Der Mittelbereich wird dteilweise überfahrbar gehalten und erleichtert linksabbiegemanöver des Fahrverkehrs. An einzelnen Stellen werden gesicherte Fussgängerübergänge geschaffen.

Grundsätzlich werden die Ränder der Fahrbahn beibehalten. Die Neuaufteilung der Fahrbahnen findet auf der bestehenden Strassenbreite statt. Durch die optische Verschmälerung des Strassenrtaumes wird ein ruhigerer und stetiger Verkehrsfluss auf geringerem Geschwindigkeitsniveau angestrebt.



Neugestaltung im Bereich der Post: Die Eliminierung von Rabatten und die Gliederung mit Bäumen, aber auch der Einbezug der Vorplätze in die Gestaltung sollen zu einer Aufwertung beitragen.

Durchlaufende Trottoirs steigern den Konfort für Fussgänger.


Mittelbereich im Zentrum

Neue Fahrbahnaufteilung: Je zwei Fahrbahnen mit jeweils 3,0 m Breite und ein Mittelbereich 1.5 m auf dem 7,5 m breiten Strassenquerschnitt.



Knoten Eichwies:

Ein neuer (halb-)Linksabbieger innerhalb der bestehenden knappen Platzverhältnissen: Durch die Markierung sollen linksabbiegende Fahrzeuge so gelenkt werden, dass nachfolgende Autos unter mitbenutzung des Radstreifens passieren können. Diese Anordnung erfordert angepasste Geschwindigkeiten und bedingt ein waches Miteinander im Verkehr.


Daten:

DTV: ca. 10'000 Fzg / Tg

Klassierung: Staatsstrasse 2. Klasse

Gestaltungskonzept:
Strittmatter Partner AG, St. Gallen

Projektierung / Ausführung:
Bänziger + Köppel + Partner, Oberriet

Kosten und Finanzierung:
Gesamtkosten für Instandsetzung und Neugestaltung Staatsstrasse: 4,3 Mio Franken
Kanton:1,65 Mio, Gde: 2,66 Mio

Realisierung:

Gestaltungskonzept: 2004
Realisierung: 2005