Köniz BE: Schwarzenburgstrasse
       

Übersicht Strassenraumgestaltung

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Gestaltung

Beschrieb

Die Gemeinde Köniz und das TBA Kreisoberingenieurbüro II des Kt. Bern sind Pionierinnen in Sachen Strassenraumgestaltung. Neben der Seftigenstrasse in Wabern und der Kirchstrasse in Liebefeld, ist nun die Schwarzenburgerstrasse bereits die dritte stark frequentierte Strasse, welche einer gesamthaften Sanierung und Umgestaltung unterzogen wurde.

Die Sanierung der Schwarzenburgstrasse erfolgte im Rahmen einer gesamthaften Umgestaltung des Ortszentrums in Köniz und basiert auf einem Verkehrskonzept, welches die bestehenden hohen Verkehrsvolumen integriert. An den Ortseingängen wurden Lichtsignale montiert, welche als Pförtner dienen und nur so viel Verkehr in das Zentrum lassen, wie es dort von den als Kreisel umgestalteten Knoten auch verkraftet werden kann.

Mit einfachen gestalterischen Massnahmen und einer klaren Formensprache sollte trotz beschränkten finanziellen Mitteln eine Verbesserung erreicht werden.

Gestaltung Zentrum



Konzept Ortsdurchfahrt

An den Ortseingängen mit LSA-Anlagen pförtnern und innen den Verkehr mit Kreiseln flüssig halten; dies das Betriebskonzept der Ortsdurchfahrt Köniz. Mit gleich vier neuen Kreiseln sollten die vorher verstopften Kreuzungen neu geregelt und das Temporegime niedrig gehalten werden. Langsamer schneller zum Ziel, so die Devise, welche für alle Verkehrsteilnehmenden Gewinne bringen soll und zu einer neuen Verkehrskultur im Sinne der Koexistenz führt.

Fussgängerquerung ohne Fussgängerstreifen: Im Zentrum wurden zur Verbesserung des Verkehrsflusses die Fussgängerstreifen entfernt. Dank reduzierten Geschwindigkeiten (Tempo 30) und gegenseitiger Rücksichtnahme ist die Querung gleichwohl noch möglich, aber ohne Fussgängervortritt; ein nicht unumstrittenes Verkehrsregime.

Fussgängerstreifenloses Ortszentrum

Unter dem Titel "Koexistenzzone" wurde in Köniz das Tempo auf der Hauptstrasse auf 30 km/h reduziert und die bestehenden Fussgängerstreifen aufgehoben. Dies führte dazu, dass Fussgänger die Strasse nun vorsichtiger betreten und der motorisierte Verkehr flüssiger läuft. Insgesamt verständigen sich die Verkehrsteilnehmer vermehrt miteinander. Gegen die Aufhebung der Fussgängerstreifen wehren sich die Behindertenverbände und "Fussverkehr Schweiz", weil damit für schwächere Bevölkerungsgruppen die Querung erschwert wird.


Vorher

Vor der Umgestaltung:
Strasse im Zentrum Richtung Bern


Strasse im Übergangsbereich zwischen Schloss und Zentrum: Dank aufgehobener Linksabbiegespur gabs Platz für zwei Radstreifen, den in einem hellen Belag ausgefertigtem Mittelbereich sowie einer Baumreihe.

Ob der markierte Mittelbereich abseits des Zentrums noch nötig ist, lässt sich diskutieren - der vorhandene Platz wäre hier wohl besser zugunsten von breiteren Trottoirs eingesetzt worden, da zwischen Zentrum und Schloss die Längsbeziehungen für den Langsamverkehr wichtiger sind als Querbeziehungen.


Vorher

Vor der Umgestaltung: Strasse im Bereich des Schlosses Richtung Schwarzenburg



Projektangaben

DTV:
ca. 16'000 Fahrzeuge / Tag

Realisierungstand
Eröffnung Herbst 2004

Bauherrschaft
Oberingenieurkreis II des kantonalen Tiefbauamtes,

Architektur- / Ingenieurbüro
Metron Bern AG / J. Hänggi
Rothpletz, Lienhard & Cie

Ausführung
2002 - 2004

Signalisation
Tempo 50 - im Zentrum Tempo 30

Kosten
Umgestaltung Achse Könizstrasse - Schwarzenburgstrasse: Fr. 17 Millionen (exkl. Werkleitungen)

Fotos:

  • Markus Hartmann, Herisau
  • Stadt Köniz, Abt. Verkehr

Links

Link Flaneur d'Or

Bläuackerstrasse Köniz

Seftigenstrasse Wabern

www.platzda.koeniz.ch