Basel (BS), Güterstrasse
       

Übersicht Strassenraumgestaltung

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Visualisierung des neuen Tellplatzes, wie er nun vom Parlament der Stadt Basel beschlossen wurde: Flache Ränder mit Halbschalen, ein von vielen unterschiedlichen Elementen entlasteter Strassenraum.

Ausgangslage:

Die Güterstrasse im Gundeli hinter dem Bahnhof Basel liegt in einem dicht bebauten Arbeiterquartier. Die räumlichen Verhältnisse sind eng und die Verkehrsbelastungen hoch. Im Rahmen der Aufwertungsmassnahmen der Werkstatt Basel soll dieses Quartier mit einer Umgestaltung der Güterstrasse ein neues Gesicht erhalten. Mit den Investitionen der Stadt wird der Bewohnerschaft gezeigt, dass die Stadt hier das Wohn- und Arbeitsumfeld attraktiv gestalten und damit urbanes Leben aufwerten will. Das vorliegende Projekt wurde in einem Wettbewerb unter 10 Teams aus Fachleuten aus den Bereichen Architektur / Städtebau, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung ermittel.


Bild Tellplatz

Der Verzicht auf eine eigentliche (Über-) Möblierung des Strassenraumes führt zu einem grosszügigeren Erscheinungsbild.


Gestaltungskonzept

Der enge und dicht genutzten Strassenraum wird von unnötigen Elementen (z.B. einzeln stehende Parkuhren, Signalisierungen) befreit. Notwendige Elemente wie Sitzbänke, Papierkörbe, zentrale Parkuhren und Installationen für die Tramhaltestellen werden nach einem Gesamtkonzept gestaltet und treten so dezent in Erscheinung. Der freie Platz auf den Trottoirs kann vom Fussverkehr wie auch durch Geschäfts-auslagen und Cafés genutzt werden. Die Massnahmen zur Lenkung des Verkehrs werden auf ein Minimum reduziert. Die Güterstrasse kann so als lebendiger und öffentlicher Begegnungsraum gestärkt werden.



Werkstadt Basel

Konsens für den «Boulevard Güterstrasse» Die Gundeldinger Konsenskonferenz der WERKSTADT BASEL stand im Zeichen der Umgestaltung der Güterstrasse in einen «Boulevard». Die Konferenz einigte sich auf Themen, die bei der Umgestaltung zu beachten sind:

• Verlagerung von max. 50% der Parkplätze im heutigen Strassenraum (Ersatz in angrenzenden Nebenstrassen, Quartierparkings, Nutzung schlecht bewirtschafteter Einstellhallen)

• Begrünung des Strassenraumes mit Baumreihen und Kletterpflanzen

• Nutzung des Strassenraumes durch Auslagen / Strassencafés

• neues Beleuchtungskonzept und einheitliche Strassenraummöblierung

• Plätze für Anlässe, wie Gemüse- und Pflanzenmärkte sowie Musikantentreffen und Strassentheater nutzbar machen


Bepflanzung

Die Werkstadt Basel entwickelte Vorstellungen von einem durchgrünten "Boulevard" mit durchgängigen Baumreihen, welche in den engen Platzverhältnissen nicht möglich waren. Eine bessere Durchgrünung des Strassenraumes wird durch Fassadenbegrünungen und einzelnen eingestreuten Baumpaaren erreicht.


Beleuchtung

Mit einer doppelten Reihe aufgehängter Leuchten kann einerseits der Strassenraum von hineingestellten Elementen entlastet werden, andererseits eine gleichmässige Ausleuchtung des Strassenraumes erreicht werden, ohne dass die Wohnräume in den obergeschossen belichtet werden. Allerdings wird dadurch der Strassenraum nachts nicht mehr durchdie Fassaden gefasst, die ja nun (in den oberen Geschossen) im Dunkeln liegen.



Daten:

Verkehrsvolumen:
.......... Fahrzeuge / Tag
.......... Trams während Spitzenstunde

Klassierung:
.............

Verkehrsregime:
..............

Gestaltungskonzept:
Büro Z Arbeitsgemeinschaft für Wohnen und Stadtfragen, Zürich; Herczog, Hubeli Comalini Architekten, Zürich; Raderschall Landschaftsarchitekten, Meilen, Willi Hüsler Verkehrsingenieur, Zürich

Realisierungsstand:
Frühjahr 2002 Jurierierung Wettbewerb
2003 / 2004 Projekterarbeitung
Herbst 2004 Baukredit
ab 2005 Umsetzung
Vollendung .......

Kosten:
..... Mio. Gestaltung
..... Mio. Werkleitungen

Quelle und Fotos:
Baudepartement des Kantons Basel-Stadt, Aktionsprogramm Stadtentwicklung Basel, Flyer «Boulevard Güterstrasse», April 2003
Fotos: Hochbau- und Planungsamt

Links:
www.werkstadt-basel.ch

Impressum:
VCS Sektion St. Gallen / Appenzell
Andreas Bernhardsgrütter, Dez. 2004