St. Gallen südliche Altstadt (Geschichte)
       

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Das Klosterviertel in der südlichen Altstadt St. Gallen wird geprägt durch die kleinteiligen mittelalterlichen Gassen, aber auch die grosszügige Barockanlage des als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Klosterbezirk. Durch die Begegnungszone konnte der Durchgangsverkehr markant reduziert werden. (Bild: Stadtpolizei / Tiefbauamt St. Gallen)

Die Realisierung der Begegnungszone erfolgt in verschiedenen Schritten: Zunächst wurden lediglich die Toreingänge mit Tafeln signalisiert und Bodenmarkierungen sowie verschiedene Anrampungen des Strassenniveaus auf Trottoirhöhe angebracht.

Parkplätze können gemäss Ergebnis der "Altstadtrunde" nur entfernt werden, wenn in zumutbarer Distanz Ersatz angeboten werden kann. Einzelne Parkplätze konnten versetzt werden, die anderen bleiben, bis das geplante Kongresszentrums Einstein mit seinem Parkplatzangebot gebaut wird. Dieses Vorhaben ist derzeitig im Bau. Es besteht das Ziel, die Parkierung aus der Altstadt an ihren Rand zu verlagern.

Zum Projekt

Fotodoku

 

 


zur Geschichte:

Spannend im Zusammenhang mit der Begegnungszone südliche Altstadt ist insbesondere die Geschichte ihrer Entstehung:

Altstadtrunde

Im Vorfeld fand eine emotionalisierte Debatte über eine Erweiterung der Fussgängerzone in der Altstadt statt, welche in einer hauchdünnen Entscheidung des Gemeinderates zu Gunsten einer Fussgängerzone endete. Dieser Beschluss wurde aber vom örtlichen Gewerbe abgelehnt. Die Lösung wurde in einem breit angelegten Mediationsverfahren gesucht. Das Ergebnis dieses Verfahrens war ein Kompromis: die Realisation einer Begegnungszone.

Provisorische Umsetzung

Im Herbst 2003 wurden zunächst Markierungen angebracht und zur Erhöhung des Durchfahrtswiderstandes die Verkehrsführung geändert. Im April 2004 wurden provisorische Massnahmen umgesetzt. Dank diesen Massnahmen konnte der Durchgangsverkehr zwar um ca. 50 reduziert werden, die Zielsetzung der Reduktion um 85 Prozent ist mit den jetzigen Massnahmen also klar noch nicht erreicht. Deshalb werden nun weitere Massnahmen nötig (z. B. Nachtfahrverbot)

Studienauftrag

Ein Konzept für eine definitive Gestaltung wurde im Sommers 2004 mit einem Studienauftrag unter drei Teams ermittelt. Als Sieger des Studienauftrages ging der Vorschlag des Büro Koller / Koster hervor. (Bericht Studienauftrag pdf)

Umsetzung

Auf der Basis des Studienauftrages wurde das Projekt entwickelt, welches etappenweise umgesetzt werden soll. Die Realisierung einer erste Etappe ist im Jahr 2007 vorgesehen, das entsprechende Projekt für die Gallusstrasse und die Schmiedgasse soll im Januar 2007 im Gemeinderat behandelt werden.