Die Idee eines Mischverkehrs auf tiefen Geschwindigkeiten wurde in der Schweiz zum ersten Mal in Burgdorf rechtlich umgesetzt.
In einem ersten Schritt wurden mit provisorischen Massnahmen wie Strassenmarkierungen und Spruchbändern auf das neue Verkehrsregime aufmerksam gemacht.
Eine definitive Umgestaltung des Strassenraumes erfolgte 1999 bis 2000, also drei Jahre nach Eröffnung des Verkehrsversuches.
Lyssachstrasse
Lyssachstrasse
Eine der auffälligen Stelen, mit denen die Flanierzone gekennzeichnet wird.
Partielle Aufpflästerung an wichtigen Fussgängerquerungen führen zum angerstrebten flächenhaften Charakter des Strassenraumes.
Der Stadtbus zirkuliert durch die Flanierzone
provisorische Massnahmen
Es sind nicht immer teure bauliche Massnahmen nötig. Mit provisorischen Massnahmen wie Spruchbanner und Markierungen konnte in einem ersten Schritt die Flanierzone günstig eingerichet werden. Mit 13 Prozent der finanziellen Mitteln wurde 75 Prozent der verkehrstechnischen Wirkung erreicht.
Ortszentrum «Flanierzone»
Gebietsgrösse ca. 150m x 150m
Verkehrsmenge (DTV)
Lyssachstr.: 6000 Fzg/Tag
Bahnhofstrasse: 2000 - 3000 Fzg/Tag
Kosten
Verkehrsversuch und Modellstadt: Fr. 840000.-
Provisorische Gestaltung Fr. 105000.-
Definitive Gestaltung Fr. 740000.-
Verkehrsregime: Begegnungszone
Die Begegnungszone soll nun um das Quartier Unterstadt vergrössert werden.
Links
www.modellcity.ch
Literatur:
Schlussbericht 1996-2001 Fussgänger- und Velomodellstadt Burgdorf.