Weshalb die Parkplätze in der St. Galler Altstadt verschwinden sollen

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Was ist geplant

Total sollen in den nächsten Jahren rund 1'300 Parkplätze im Zentrum St. Gallens gebaut werden. Davon liegen über 800 in unmittelbarer Nähe zur Altstadt. Es besteht also genügend Spielraum, die rund 150 oberirdischen Parkplätze im Bereich der Altstadt aufzuheben

In der St. Galler Innenstadt sind derzeitig in Gehwegdistanz zur Altstadt folgende Parkgaragen in Planung resp. im Bau:

  • 231 PP Erweiterung Parkgarage am Brühltor

  • 240 PP Parkgarage Einkaufszentrum Webersbleiche

  • 285 PP Kongresszentrum Einstein

  • 60 PP Erweiterung Parkgarage Kantonalbank

Dazu weitere Parkplatzprojekte:

  • ca. 300 PP Bahnhof Nord

  • 205 Athletik-Zentrum


Es sind nur wenige Parkplätze betroffen

Derzeitig bestehen in der St. Galler Altstadt rund 150 oberirdische Parkplätze, davon befinden sich 120 im Bereich des Marktplatzes und der nördlichen Altstadt, 30 Parkfelder liegen in der südlichen Altstadt. Die oberirdischen Parkplätze in der Altstadt machen lediglich 5 Prozent des Parkplatzangebotes in der Innenstadt aus (Total ca. 3'000).

Die Parkplätze in der südlichen Altstadt werden mit dem Bau des Hotel Einsteines in die dortige Parkgarage verlegt.

Der VCS hat auf das Referendum und auf eine Einsprache im Auflageverfahren zur Erweiterung der Parkgarage am Brühltor verzichtet, weil vom Stadtrat Zusagen zur Aufhebung oberirdischer Parkplätze gemacht wurden.


Forderungen des VCS

  • Grundsätzlich Aufhebung oberirdischer Parkplätze in der Innenstadt mit der Realisierung der Parkgaragen - Konzentration der Parkplätze auf einige wenige Standorte zur Entlastung der Starassenräume und Vermeidung von Parksuchverkehr.

  • Aufhebung der Parkplätze in der nördlichen Altstadt und im Bereich des Marktplatzes spätestens mit Inbetriebnahme der Parkgarage am Brühltor.


Vorteile

Die Aufhebung der oberirdischen Parkplätze macht aus verschiedenen Gründen Sinn:

  • Vermeidung von Zusatzverkehr:
    100 neue öffentlich zugängliche Parkplätze sorgen für ca. 1000 bis 1500 zusätzliche Fahrten

  • Vermeidung von Parksuchverkehr
    Eine Konzentration der Parkgaragen in grössere an das Parkleitsystem angeschlossene Anlagen führt zur Reduktion von Parksuchverkehr. So lange noch EIN oberirdischer Parkplatz in der Altstadt besteht, gehen alle schauen, ob dieser noch frei ist – (mit dem Ergebnis, dass dort meist schon besetzt ist.)

  • Ortsbauliche Gründe:
    ein Parkplatz benötigt viel Platz im Strassenraum – ihre Verlagerung in Parkhäuser erlaubt die Neunutzung und Gestaltung der öffentlichen Aussenräume

  • Verkehrsberuhigung:
    Der Platz in der Altstadt kann vom motorisierten Verkehr befreit werden.

  • Ökonomische Gründe:
    Wenn oberirdische Parkplätze abgebaut werden, erhöht das die Auslastung der Parkhäuser. Damit werden die dort getätigten Investitionen besser getragen

Andreas Bernhardsgrütter

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