VCS-Ziitig 11:

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Jahresbericht 2010/2011 der VCS Sektion St.Gallen/Appenzell
Viel Arbeit auch im Jahr 2010


Velobörsen und Velofahrkurse


Verkehrsberatung


VCS Haupversammlung 2011


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Kurznachrichten


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Nachhaltige Verkehrsentwicklung


Grossprojekt in der Rosenstadt


Jahresbericht 2010/2011 der VCS Sektion St.Gallen/Appenzell

Viel Arbeit auch im Jahr 2010

Auch im Vereinsjahr 2010/11 war viel los in der Verkehrspolitik in St.Gallen und im Appenzellerland. Das Ja der St.Gallerinnen und St.Galler vom 7. März 2010 zur Städteinitiative gab Auftrieb, sich für die Umsetzung in der Stadt und weitere Verbesserungen im ganzen Kantonsgebiet einzusetzen. Auch wenn sich einiges bewegt, bleibt viel zu tun: Der Ausbau der St.Galler S–Bahn ab 2013, der nicht für alle Verbesserungen bringt, unnötige Strassenprojekte im Toggenburg, Massnahmen für den Velo- und Fussverkehr auf lokaler Ebene und vieles mehr.

Die nächsten Seiten geben einen Überblick über unsere vielfältigen Aktivitäten, die wir dank der Unterstützung unserer Mitglieder realisieren können.

Von Martin Stamm, Co-Präsident

Studie S-Bahn Gaster

Im Frühling wurden wir von vier Gemeinden aus dem Bezirk Gaster für eine Studie zur S-Bahn 2013 angefragt. Weil die ausgebaute S-Bahn an einzelnen Bahnhöfen nicht hält, wollten die Gemeinden eine unabhängige Prüfung des SBahn- Konzeptes und Vorschläge, wie die Erschliessung verbessert
werden könnte.

Bewerkenswert an diesem Auftrag war, dass wir angefragt wurden, obwohl wir mit denselben Gemeinden in anderen Fragen gegensätzliche Positionen einnehmen. Dank einer von Anfang an offenen Kommunikation konnten wir diesen Auftrag ausführen, ohne in Widersprüche zu unserer Haltung zu diesen Positionen zu kommen. Dass wir als kompetente Adresse für eine solche Studie angesehen werden, hat uns natürlich besonders gefreut.

1135 E-Mails auf meinem Computer, 9 Vorstandssitzungen, 7 Sitzungen mit den anderen Umweltverbänden, eine Haupt- und eine Delegiertenversammlung, etliche Treffen mit Stadt und Kanton und diverse zusätzliche Besprechungen zeigen, dass auch 2008 ein reich befrachtetes Jahr war. Der nachfolgende Überblick listet die wichtigsten und interessantesten Ereignisse nochmals auf.

Delegiertenversammlung in St.Gallen

Ein besonderer Höhepunkt war die Delegiertenversammlung des VCS vom 11./12. Juni 2010. Nach vielen Jahren war die Sektion St.Gallen/ Appenzell wieder einmal Gastgeber für die Delegierten aus der
ganzen Schweiz.

Das viel geschmähte St.Galler Wetter zeigte sich bei der Begrüssung durch Stadträtin Elisabeth Beery auf der Dachterrasse des Rathauses von seiner besten Seite. Ein kultureller Leckerbissen war der Auftritt von Manuel Stahlberger nach dem Abendessem.

Die Delegiertenversammlung fand in der Aula der Kantonsschule am Burggraben statt. Einzelne Delegierte glauben vermutlich jetzt noch, dass wir die Wände absichtlich im VCS-hellgrün gestrichen
haben.

AFG-Aena

Die AFG-Arena beschäftigt uns auch nach ihrer Eröffnung. Damit ist nicht etwa die Verwirrung um die finanzielle Lage des FC, die diversen Rettungspakete und der berüchtigte „Plan B“ gemeint. Weil Stadt und Kanton nach den ersten Erfahrungen die Buslinien um das Stadion anpassen wollten, musste die Vereinbarung mit dem VCS revidiert werden. Jetzt zeigt sich, dass sich unser hartnäckiger Einsatz von damals gelohnt hat. Das Angebot ist unabhängig von der finanziellen Lage des St.Galler Stadtclubs gesichert und wir können sicherstellen, dass optimiert und nicht etwa abgebaut wird.

Einsprachen in Altenrhein

Einsprachen bleiben ein Mittel unserer politischen Arbeit. Im vergangenen Jahr war es vor allem der Flugplatz Altenrhein, der uns beschäftigt hat. Scheibchenweise wurde Ausbau um Ausbau aufgelegt: Hangars, ein Museumsneubau (mal mit, mal ohne Parklätze), Abfertigungsgebäude etc.. Mit allen möglichen Tricks wird versucht, die längst fällige Umweltverträglichkeitsprüfung zu umgehen. Offenbar fürchtet man sich vor den zu erwartenden Auflagen zum Schutz der Umwelt und der Altenrheiner Bevölkerung.

Was beim Besichtigungstermin als leerer Platz präsentiert wird, zeigt sich bei der Betrachtung der Satellitenbilder mit Autos vollgestellt. Dank solcher technischer Hilfsmittel und vor allem auch dank lokaler Unterstützung können wir genau beobachten, was läuft.

SUFO

Am SUFO, dem Sozial- und Umweltforum in St.Gallen, boten wir einen Workshop zum Thema „Subjektive Sicherheit im öffentlichen Raum“ an. Doris Königer weiss als Architektin und Fachfrau für gendergerechtes Bauen viel zu diesem Thema.

Dann gab es auch 2010 wie jedes Jahr viele kleinere Aktivitäten, vom Stand am Oekomarkt (mit Pro Velo) zum Stand am Mobilitätsmarkt (mit Fussverkehr Schweiz und einer Gruppe von Einradfahrerinnen, welche manche Besucherinnen und Besucher mit ihren Fahrkünsten ins Staunen versetzten) bis zur Administration der Velofahrkurse in der Stadt und den umliegenden Gemeinden.

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Der Velofrühling kommt bestimmt: Velobörsen im Raum St.Gallen

Velokurse und Velobörsen

ie Velobörsen gehören zum Frühling, wie das Zwitschern der Vögel am frühen Morgen oder das Erwachen der Lebenssäfte mit dem Bedürfnis, die Stadt und ihre Umgebung mit dem Rad zu erkunden. Der 29. Velofl ohmarkt St.Gallen fi ndet am 9. April im Waaghaus statt. Es besteht die Möglichkeit, das Velo bereits am Freitagabend zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr zum Waaghaus zu bringen, oder dann am Samstag ab 8.00 Uhr. Der Verkauf beginnt am Samstag um 9.00 Uhr und dauert bis 12.30 Uhr.

VCS Mitglieder profi tieren neben einem Gratis-Abholservice (nur in der Stadt St.Gallen) auch von einem früheren Einlass beim Verkauf. Wer davon profi tieren möchte, nimmt die zweitletzte Seite der «lokal» Ausgabe Nr.93 mit dem «Early-Bike» Gutschein mit.

Auch im übrigen Sektionsgebiet fi ndenVelobörsen statt. Hier eine Zusammenstellungausgewählter Börsen in der Region:

  • Samstag, 26. März: St.Gallen-Winkeln, Entsorgungspark
    Annahme: Fr. 17.00 - 19.30 und Sa. ab 7.30 | Verkauf: Sa. 7.30 - 14.00

  • Samstag, 26. März: Sargans, Markthalle Schohl
    Annahme: Sa. 9.00 - 12.00 | Verkauf: Sa. 13.30 - 15.30

  • Samstag, 2. April: Rapperswil, Bildau
    Annahme: Sa. ab 8.30 | Verkauf: Sa. 9.00 - 12.00

  • Samstag, 9. April St. Gallen, Waaghaus
    Annahme: Fr. 16.00 - 18.00, Sa. ab 8.00 | Verkauf: Sa. 9.00 - 12.30

  • Samstag, 9. April: Gossau, Markthalle | Marktplatz
    Annahme: Fr. 17.00 - 20.00, Sa. 8.00 - 8.45 | Verkauf: Sa. 9.00 - 12.00

  • Samstag, 30. April: Flawil, Schulanlage Grund
    Annahme: Sa. 9.00 - 11.00 | Verkauf: Sa. 10.00 - 11.30

  • Samstag, 30. April: Herisau, Sekundar-Schulhaus Ebnet, Veloparkhaus
    Annahme: Sa. 8.30 - 11.30 | Verkauf: Sa: 13.00 - 15.00


Velofahrkurse «Sicher im Sattel»

Die Velofahrkurse der Pro Velo und des VCS sind in der Region St.Gallen ein Erfolg: Im vergangenen Jahr haben über 1‘100 Kinder und Erwachsene an Velofahrkursen in St.Gallen und Umgebung teilgenommen. Auch dieses Jahr stehen wieder zahlreiche Kursangebote zur Auswahl:

Fahrkurse A

für Kinder von 6 bis 9 Jahre im Verkehrsgarten

St.Gallen, OLMA Halle 10:

  • Samstag, 28. Mai 09.00 - 12.00

  • Mittwoch, 8. Juni 14.00 - 17.00

  • Mittwoch, 22. Juni 14.00 - 17.00

Fahrkurse B

für Kinder ab dem Schulalter auf dem Schulhausplatz und Quartierstrassen

  • Flawil, Schulhaus Botsberg:
    Mittwoch, 11. Mai 13.30 - 16.30

  • Gossau, Schulhaus Büel:
    Samstag, 18. Juni 09.00 - 12.00

  • Herisau, Viehmarkt:
    Samstag, 25. Juni 09.00 - 12.00

  • Oberbüren, Schulhaus:
    Samstag, 21. Mai 13.30 - 16.30

  • Neu Rapperswil, Ort noch offen:
    Samstag, 14. Mai 09.00 - 12.00

  • St.Gallen, Schulhaus Feldli:
    Samstag, 28. Mai 13.30 - 16.30

  • Mittwoch, 22. Juni 17.00 - 20.00
    Samstag, 2. Juli 09.00 - 12.00

  • Wil, Schulhaus Matt:
    Samstag, 2. Juli 13.30 - 16.30

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Fachliche Beratungen – eine Dienstleistung des VCS

Verkehrsberatung

Bereits seit vielen Jahren bietet die VCS-Sektion St.Gallen / Appenzell fachliche Beratungen an. Diese Aufgabe übernimmt in erster Linie Renato Lenherr als Verkehrsberater. Sporadisch kommen auch der Geschäftsleiter oder Vorstandsmitglieder zum Einsatz.

Für VCS-Mitglieder der Sektion ist diese Dienstleistung bis zu einem halben Tag kostenlos. Für Arbeiten, die darüber hinausgehen, wird ein reduzierter Stundenansatz verrechnet.

Wir beschäftigen uns vor allem mit Fragen und Anliegen im Zusammenhang mit der Attraktivität und der Sicherheit des Fuss- und Veloverkehrs (Fussgängerstreifen, Trottoirs, Radstreifen und -wege, Begegnungsund Tempo-30-Zonen) sowie zu den Angeboten des öffentlichen Verkehrs (Linien, Haltestellen, Takt und Fahrpläne).

Stellungnahmen (z.T. in Kombination mit der Mitarbeit an Workshops) zu übergeordneten Planungen. So sind die Agglomerationsprogramme Rheintal und Wil oder der Richtplan der Stadt St.Gallen besondere Herausforderungen.

Die polarisierenden Projekte rund um die Appenzeller Bahnen (Ortsdurchfahrt Teufen, Riethüslitunnel) und der abgewehrte Abbau von Postautolinien hatten uns beschäftigt. Absolutes «Highlight» im 2010 war aber der Studienauftrag von vier Gemeinden aus der Region Gaster. Mit einem Konzept konnten wir für dieses Gebiet eine Ergänzung zur geplanten S-Bahn 2013 vorschlagen.

Anfragen bitte an die Ge schäftsstelle
071 222 26 32 / info@vcs-sgap.ch

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VCS-Hauptversammlung 2011

am 31. März 11, 20.00 Uhr
im Café Gschwend, St.Gallen

Der Vorstand lädt alle Mitglieder herzlich zur Hauptversammlung ein. Folgende Traktanden sind vorgesehen:

1) Begrüssung
2) Wahl der SimmenzählerInnen
3) Protokoll HV 2010
4) Jahresbericht
5) Jahresrechnung und Revisorenbericht 2010, Budget 2011
6) Wahlen
7) Varia

Allfällige Anträge bitte bis spätestens 21. März schriftlich einreichen.

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Kurznachrichten

AKTUAR / AKTUARIN GESUCHT

Der Vorstand trifft sich rund zehn Mal im Jahr in St.Gallen. Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir einen Aktuar oder eine Aktuarin. Gerne begrüssen wir Interessierte an einer unserer Sitzungen. Auskunft gibt unser Geschäftsleiter, Robert Furrer, 071 222 26 32 / info@vcs-sgap.ch


KAKTUS VERLIEHEN

Unverständlicherweise hat der Kantonsrat St.Gallen in der Februar- Session beschlossen, auf den im öV-Programm in Aussicht gestellten Ausbau des Abend- und Nachtangebotes zu verzichten und gleichzeitig die öV-Tarife ab 2014 um satte 15% zu erhöhen.


12. Mai: Ökomarkt St.Gallen

Bereits zum 16. Mal bietet der Ökomarkt eine Plattform für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Mehr unter: www.oekomarkt.ch.


13./14. Mai: SUFO St.Gallen

«Eine andere Welt ist möglich!» Dies zeigt das vom VCS itunterstützte Sozial- und Umweltforum mit Workshops, einem Podium und Strassenfest bereits zum 7. Mal. Mehr unter: www.sufo.ch.


18. Juni: DV VCS CH in Martigny

Die Delegiertenversammlung des VCS Schweiz tagt dieses Jahr in Martigny. Unsere Sektion wird mit sechs Delegierten vertreten sein.

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Kurznachrichten

AKTUAR / AKTUARIN GESUCHT

Der Vorstand trifft sich rund zehn Mal im Jahr in St.Gallen. Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir einen Aktuar oder eine Aktuarin. Gerne begrüssen wir Interessierte an einer unserer Sitzungen. Auskunft gibt unser Geschäftsleiter, Robert Furrer, 071 222 26 32 / info@vcs-sgap.ch


KAKTUS VERLIEHEN

Unverständlicherweise hat der Kantonsrat St.Gallen in der Februar- Session beschlossen, auf den im öV-Programm in Aussicht gestellten Ausbau des Abend- und Nachtangebotes zu verzichten und gleichzeitig die öV-Tarife ab 2014 um satte 15% zu erhöhen.


12. Mai: Ökomarkt St.Gallen

Bereits zum 16. Mal bietet der Ökomarkt eine Plattform für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Mehr unter: www.oekomarkt.ch.


13./14. Mai: SUFO St.Gallen

«Eine andere Welt ist möglich!» Dies zeigt das vom VCS itunterstützte Sozial- und Umweltforum mit Workshops, einem Podium und Strassenfest bereits zum 7. Mal. Mehr unter: www.sufo.ch.


18. Juni: DV VCS CH in Martigny

Die Delegiertenversammlung des VCS Schweiz tagt dieses Jahr in Martigny. Unsere Sektion wird mit sechs Delegierten vertreten sein.

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59% sagen «Ja» zu einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung

Nachhaltige Verkehrsentwicklung

Am 7. März 2010 sagte das St. Galler Stimmvolk deutlich Ja zum Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung. Mit diesem Resultat haben der Stadtrat und das Stadtparlament ein klares Signal erhalten, in Zukunft bei der Verkehrsentwicklung auf die Karte öffentlicher Verkehr, Fuss- und Veloverkehr zu setzen. Der VCS hatte sich für diese Abstimmung sowohl personell wie auch finanziell sehr stark eingesetzt.

Von Doris Königer

Seit der Abstimmung wurden bereits einige Massnahmen umgesetzt: die Verlängerung der VBSG Linie 2, die Einführung der Linie 12, Verlängerung von Busspuren, die Benennung eines Verantwortlichen Langsamverkehr sowie der Ausbau des Zählnetzes für das Controlling Verkehrsreglement. Einige Verbesserungen für den Langsamverkehr sind bereits in der Vorbereitung: z.B. verschiedene neue Fusswegverbindungen sowie die Velostation am HB Nord. Die Poststrasse soll im Zeitraum 2011 bis 2013 mit ihrer Neugestaltung Verbesserungen für den LV und den öV bringen. Dynamische Fahrgastinformationen werden in Stadt und Region eingesetzt, die Buswartestellen erneuert, die Busspur Bogenstrasse gebaut und weitere Tempo-30- und Begegnungszonen eingeführt.

All diese Projekte haben mit dem Abstimmungsresultat Rückenwind erhalten. Das Parlament steht den Vorlagen positiver gegenüber und die Kredite werden gesprochen.

Parkplatzkonsens

Am 16. April 2010 ist nach langen und zeitweise zähen Verhandlungen der St. Galler Parkplatzkonsens unterzeichnet worden. Der Konsens gilt für 15 Jahre und tritt nur in Kraft, wenn das Parkhaus Schibenertor bewilligt wird. In diesem Fall darf die Zahl der öffentlichen Altstadtparkplätze während der Vertragsdauer nicht zunehmen. Neu gebaute öffentliche Parkplätze müssen kompensiert werden. Auch für die Gebiete westlich und östlich der Altstadt wurden entsprechende Regeln beschlossen. Der VCS muss demnach nicht mehr mit Einsprachen in die Bewilligungsverfahren eingreifen, um seine Anliegen zu schützen. Der PP-Konsens ist kein Bekenntnis für eine umweltund menschengerechte Politik – er ist einfach nur Realpolitik.

Umgestaltung Marktplatz-Bohl und Bahnhofplatz

Der VCS hat in sich mit beiden Projekten auseinandergesetzt und hatte zusammen mit Pro Velo und Fussverkehr die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge für den Langsamverkehr einzubringen. Ein grosser Teil davon ist ins Projekt eingeflossen.

Engpassbeseitigung A1 – alias Südspange

Das Bundesamt für Strassen hat eine Projektstudie gestartet, die bis 2013 aufzeigen soll, wie der Engpass auf der St. Galler Stadtautobahn beseitigt werden könnte. Der VCS hat im Herbst 2010 dem ASTRA deshalb einen Brief geschrieben mit folgenden Forderungen:

  1. Auswirkungen auf das Gesamtverkehrsaufkommen und auf den Modal-Split aufzeigen;

  2. ÖV-Alternativen mit Kosten in ähnlicher Grössenordnung untersuchen;

  3. Prüfung, ob das heutige Strassennetz genügt, bei gleichzeitigen Lenkungs- und Förderungesmassnahmen zugunsten des LV und des öV.

In den nächsten Monaten finden zu diesem Thema Forumssitzungen statt, an denen der VCS teilnehmen und versuchen wird, Strassenausbauten mit allen ihm zu Verfügung stehenden Mitteln abzuwenden. Wir wollen keinen Autobahnausbau, keine Südspange (Fr. 1‘200 Mio). Das Geld kann viel sinnvoller und nachhaltiger eingesetzt werden.

Vernehmlassung Richtplan

Der VCS hat sich an der Vernehmlassung zum Richtplan beteiligt.Neben der Kritik zur vorgeschlagenen Südspange und deren Ein- und usfahrten in den Quartieren, bemängeln wir die teilweise schlecht durch den öV erschlossenen, neuen Einzonungsgebiete sowie die fehlende Vision iner Überdeckung Bahnhof St.Fiden. Dieser neue Bauplatz für innerstädtisches Wohnen und Arbeiten würde die angrenzenden Quartiere vom Lärm befreien. Es fehlen Visionen zur Verstärkung der Quartierzentren und einem autofreien Gebiet beim Güterbahnhof.

Die Behandlung der Themen Fussund Veloverkehr sind im Richtplan zwar angedacht. Wir fordern eine vertieftere Auseinandersetzung mit dem Thema.

Riethüslitunnel - besseres Projekt

Das Quartier Riethüsli war zu Recht unzufrieden mit dem vorgelegten Projekt für den Riethüslitunnel der Appenzeller Bahnen. Seit Ende 2010 liegt eine verbesserte Variante vor, welche das Quartierzentrum weniger beieinträchtigt und für die Bauphase eine bessere Abwicklung vorsieht.

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Neues zum Tunnelprojekt Rapperswil-Jona

Grossprojekt in der Rosenstadt

Von Robert Furrer

Einladung von «höchster» Stelle

Kurz vor dem Jahreswechsel traf beim VCS die Einladung des noch- Stadtpräsidenten von Rapperswil-Jona und designierten Regierungsrates Benedikt Würth für einen Informationsaustausch betreffend Verkehrsplanungen in und um die Stadt am Obersee ein. Der VCS nahm diese selbstverständlich gerne an. Neben der Gestaltung des Bahnhofplatzes in Jona stand insbesondere das Tunnelprojekt von Rapperswil-Jona als zentrales Besprechungsthema auf der Traktandenliste.

Verkehrsknoten Rapperswil-Jona

Rapperswil-Jona ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Region Linth. Mehr als 30‘000 Motorfahrzeuge überqueren täglich den Cityplatz. Der Kanton St. Gallen und die Stadt Rapperswil-Jona wollen nach 40 Jahren Planung und unzähligen Diskussionen mit einem Tunnel den Verkehr aus dem Zentrum Rapperswil verbannen. Kostenpunkt: etwa 800 Mio. Franken.

Drei Etappen

Die Entlastung der Stadt Rapperswil-Jona war bis vor kurzem in drei Etappen geplant. Der Stadttunnel Seedamm-Tüchi als 1. Etappe, der Frohbergtunnel zwischen Kempraten und der A53 als 2. Etappe und der Burgerautunnel – die Verbindung der Knoten Tüchi und Kempraten – als 3. Etappe.

Variante 1+

Die etappierte Realisierung setze den Bau eines Tunnelabschnitts pro Generation voraus, so die Vertreter von Kanton und Stadt anlässlich einer Informationsveranstaltung im August 2009. Die Tunnelvariante 1+ «Sonnenhof Süd» sei die Bestvariante für die erste der drei auetappen. Die Kosten dafür werden auf 350 Mio. Franken geschätzt.

600 Mio. Franken

Nun hat uns Benedikt Würth offenbart, dass die Etappen I und III zusammen für rund 600 Mio. Franken realisiert werden sollen. Anderenfalls würde zwar das Gebiet um den Bahnhof Rapperswil entlastet, das Zentrum von Jona – namentlich die Neue Jonerstrasse – stärker belastet werden. Wie der Kanton seinen Anteil fi nanzieren möchte, ist uns schleierhaft, stehen doch mit den Umfahrungen von Bütschwil und Wattwil noch zwei Projekte auf der Warteliste, für die eine Summe von 330 Mio. Franken veranschlagt sind.

Drei Forderungen

Neben unserer Skepsis bezüglich der fi nanziellen Realisierbarkeit, hatten wir Gelegenheit, unsere grundsätzlichen Bedenken betreffend dem Nutzen einer Umfahrungsstrasse – hier besser Unterfahrungsstrasse – einzubringen. Als positiv werten wir, dass uns der Stadtpräsident zugesichert hat, unsere drei grundlegenden Forderungen mit dem Stadtrat zu prüfen:

  • Plafonierung des motorisierten Verkehrs auf dem heutigen Stand;

  • Auffangen der Gesamtverkehrszunahme durch den öffentlichen
    Verkehr und den Langsamverkehr;

  • Sicherstellung der fl ankierenden Massnahmen in Form von Vorfinanzierung durch jährliche Rückstellungen.

Am Ball bleiben!

Es ist zu hoffen, dass Benedikt Würth auch als künftiger Regierungsrat seinen Einfl uss geltend machen und sich für die Umsetzung dieser formulierten Ziele stark machen wird. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball!

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