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Editorial:
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Städte-Initiative:
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Vortrag von Prof. Klaus Zweibrücken : Bausteine einer nachhaltigen Mobilität
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Die Stadt Zürich macht es vor
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Sicher im Sattel
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Veloabstellplätze Marktplatz / Bohl
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Der Velofrühling kommt bestimmt
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Sufo 2010
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Leiter Tiefbauamt / Stadtingenieur im Ruhestand
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Postulat |
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Standortattraktivität
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Schwierige Sammelbedingungen
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Falsche verkehrspolitische Prioritäten
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Wir sind auf fachkundige Partner im Rahmen der öffentlichen Diskussion über die anstehenden Sach- und Politthemen, ganz besonders im Bereich des Verkehrs, angewiesen. Nach der anfängliche Sturm- und Drangperiode, als der VCS noch an seiner Profilierung arbeiten musste, ist eine gute und für beide Seiten nützliche Gesprächskultur entstanden. Geärgert habe ich mich über den VCS eigentlich nie wirklich, nur registrierte ich hin und wieder betroffen, dass uns Tiefbauämtlern seitens des VCS oft wenig Sachverstand und Erfahrung für das Velofahren und Zufussgehen zugebilligt wurde......
Alle Verkehrsverbände vertreten eine oft einseitig denkende Kundschaft, welche sehr hohe Ansprüche an die Strassenanlagen, die Verkehrslenkung und generell an das Verkehrsangebot hat. In diesem Konzert der Forderungen und Ansprüche hat der VCS meistens Minderheiten- und Umweltanliegen und vor allem die Sache der „schwachen Verkehrsteilnehmer“ aufgenommen und unterstützt. Ich fand das stets gut und wichtig, schätze es aber auch, dass sich dabei im Laufe der Zeit eine gewisse Kompromissbereitschaft eingestellt hat.
Für die dafür notwendigen weiteren Projektstudien fehlte damals der politische Wille. Man getraute sich wohl nicht so richtig, sich auf die Dauerhaftigkeit der Entlastung des städtischen Strassennetzes durch die Autobahn zu verlassen und wollte einen allfälligen Autobahn-Havariefall weiterhin mit einer Verkehrsumleitung über das Stadtnetz lösbar behalten. Erst als man überall erkannte, dass die auf der A1 inzwischen stark angewachsene Verkehrsmenge niemals mehr über das Stadtnetz abgewickelt werden kann, ist die Bereitschaft für die Umgestaltung der stark belasteten Hauptverkehrsachsen gewachsen. Der Fall Zürcher Strasse, dessen Ablehnung durch das Volk ich noch heute sehr bedaure und nicht verdaut habe, zeigt, dass Strassenraumgestaltungen noch immer Mühe haben, Mehrheiten zu fi nden. Viele müssen bei solchen Vorhaben auf ein wenig Verkehrskomfort verzichten, um wenigen direkt betroffenen Anwohnenden viel Lebensqualität zu geben......
Diese Zielsetzung ist in der zurzeit laufenden städtischen Richtplanung voll aufgenommen worden und ist im Verkehrsbereich das zentrale Element. Das öffentliche Verkehrsangebot muss massgeblich ausgebaut werden bis andie Schmerzgrenze der finanziellen Möglichkeiten, wenn wir die Verkehrsqualität und Erreichbarkeit unserer Stadt auf einem hohen Niveau halten wollen. Stichworte dafür sind ein modernes Buskonzept, Eigentrassierung, ein neuer Bahnhofplatz, die Klärung der Tramfrage usw.
Das Verkehrswachstum hängt natürlich auch von äusseren Umständen ab, die wir leider nicht oder wenig beeinflussen können. Im Rahmen der Raumplanung muss versucht werden, für das weitere motorisierte Verkehrswachstum wenigstens planerisch schlechte Voraussetzungen zu schaffen, um es einmal bewusst negativ zu sagen. Aus rein verkehrsplanerischer Sicht muss die Erreichbarkeit der Stadt und der Stadtquartiere aber auch für den motorisierten Individualverkehr (MIV) gewährleistet bleiben. Nur durch ein Verkehrssystem, welche auf alle drei Verkehrsarten, MIV,ÖV und Langsamverkehr, setzt und deren jeweilige Stärke gezielt fördert, gewährleistet eine optimale städtische Verkehrsgunst und Schonung der Umwelt.
Ich habe zwei 1-PS‘ler bei mir zu Hause und habe mit der aufwendigen Stallarbeit und Tierpflege eine gute zeitliche Grundauslastung. Auf jeden Fall werde ich aber die Entwicklung des Verkehrswesens in unserer Stadt weiterhin aufmerksam verfolgen und auch das künftig immer besser werdende öV-Angebot reichlich nutzen.