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Editorial:
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Aktuelle Strassenprojekte in St.Gallen
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Infoabend: clevermobil mit Strom
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E-Scooter-Testtag bei der EMPA
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Mobilitätsmarkt clevermobil vom 12. September 2009
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Grundsätzlich einverstanden - trotzdem lehnte der Stadtrat die Initiative ab
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Angefragt: Nino Cozzio, Direktion Soziales und Sicherheit
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Fachexkursion von VCS und Fussverkehr St.Gallen/Appenzell
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Aufwertung der St.Leonhard-Strasse
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Ein wichtiges Zusatzangebot:
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Nino Cozzio: Ja – allerdings nicht so oft, wie ich es mir wünschen und es meiner Fitness gut tun würde.
Als tägliches Fortbewegungsmittel nicht, denn ich wohne fast zuoberst an der Solitüdenstrasse. Für die Nutzung des Velos ist das steile Gelände ein Nachteil, vorab wenn es zusammenfällt mit der häufigen Anzug-und-Kravatten-Tragpflicht, die mein Beruf mit sich bringt.
Während den Sommerferien.
Ich finde die Idee aus verschiedenen Gründen sehr gut. Von der Stadtverwaltung radeln rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Arbeit. Um die Umweltbelastung zu reduzieren, macht es Sinn, wenn möglich mit dem Fahrrad, allenfalls kombiniert mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zur Arbeit zu gehen. In meiner Direktion ist Fitness ein wichtiger Punkt: Gerade Feuerwehrleute und die Mitarbeitenden der Stadtpolizei müssen für ihre täglichen Belastungen auch körperlich fit sein. Letztlich profitieren die Umwelt, die teilnehmenden Betriebe und die Mitarbeitenden.
Wie schon gesagt, dafür wohne ich am falschen Ort.
St.Gallen hat eine für Radfahrende anspruchsvolle Topographie. Der Velostadtplan vermittelt einen Überblick über das attraktive Angebot. Die Karte ist auch für Gäste, die unsere Stadt bislang nicht kannten ein sehr gutes Hilfsmittel, weil die verschiedenen Routen nach Belag und Schwierigkeitsgrad unterschieden werden. Zudem werden gefährliche Stellen ausgewiesen. Insgesamt beurteile ich die Stadt, insbesondere in der Talsohle, als attraktives Velopflaster. Ein wichtiger Aspekt bilden dabei die Tempo-30- und Begegnungszonen.
St.Gallen hat zahlreiche, auch anspruchsvolle Routen. Schwachstellen sind die teilweise gefährlichen Knoten entlang der viel befahrenen Hauptverkehrsachsen.
Zur Schule fährt mein Junge mit dem Bus. Bislang hatte er noch nie das Bedürfnis, mit dem Velo durch die Stadt zu fahren, aber wenn er es wollte, würde ich ihn – begleitet von einigen Ermahnungen – selbstverständlich fahren lassen.
Mit dem Fahrrad soll soweit möglich die gesamte Altstadt befahren werden können. Der Fuss- und der Veloverkehr kann weitgehend auf gemeinsamen Flächen stattfinden. Dass dies eine gewisse Rücksichtnahme und Toleranz erfordert, versteht sich von selbst. Berechtigte Ausnahmen bilden aufgrund des hohen Fussgängeraufkommens beispielsweise die Multergasse oder die Neugasse.
Unabhängig davon, ob es um Fussgänger-, Tempo-30- oder Begegnungszonen geht: meiner Meinung nach soll das rücksichtsvolle Velofahren überall möglich sein.
Eine jährliche Sitzung kann ich mir durchaus vorstellen.
Der stetig zunehmende Verkehr zwingt dazu, der Strassenverkehrssicherheit noch vermehrt Gewicht zu geben. Gefährliche Stellen sollen sicher gemacht werden. Leider ist aber auch oft festzustellen, dass sich Velofahrerinnen und Velofahrer nicht an die Verkehrsregeln halten, insbesondere dass sie bei Rot über die Kreuzungen radeln.
Meiner Meinung nach ist die Möglichkeit, sich sicher und komfortabel zu Fuss und mit dem Fahrrad in der Stadt zu bewegen, ein ganz wesentlicher Standortfaktor. Dass die Innen- und Altstadt von Einwohnerinnen und Einwohnerinnen gefahrlos und leicht mit dem Velo zu erreichen ist, liegt nicht nur aus Umweltschutzgründen im öffentlichen Interesse, sondern bedeutet eine massive verkehrliche Entlastung.
Es liegt ein parlamentarischer Vorstoss zu dieser Thematik vor. Der Stadtrat hat bei der Erheblicherklärung des Postulats ausgeführt, dass Zweckmässigkeit und Aufgaben einer solchen Fachstelle nach Vorliegen der Ergebnisse aus der städtischen Richtplanung im Rahmen der Massnahmenrealisierung für den Langsamverkehr zu untersuchen sind.
Seit 30 Jahren ist der VCS ein engagierter und kompetenter Partner bei der Gestaltung und Umsetzung der Verkehrspolitik. Dass die Meinungen nicht immer deckungsgleich sind, versteht sich von selbst. Ich wünsche mir, dass sich der VCS weiterhin für eine kluge Verkehrspolitik einsetzt.