Inhalt, VCS Lokal, Juni 04 /Nr. 62:

Editorial:
Peter Jans
bleibt dem VCS treu


Chance nutzen: oberirdische Parkplätze abbauen
Erweiterung der Brühltorgarage


Busverbindung entspricht einem Bedürfnis:
Bus nach Oberhofstetten


Kein Gehör beim Stadtrat:
E-Bikes in St. Gallen


weiterhin ein gutes Angebot
Flexi-GA noch bis April 2004 erhältlich


Losglück:
GewinnerInnen beim Wettbewerb


Andwilerstrasse in Gossau
Übertriebener Kreisel


Einsprache für eine Wanderwegverbindung
Wandert in der Laderen solange es sie noch gibt


es gibt noch viel zu tun:
Förderung des Langsamverkehrs


Gesucht:
ManagerIn für Oekomarkt


Verkehrsprobleme in der Innenstadt:
Verkehr: Rasch handeln!


Regionale autofreie Erlebnistage
slowUp 2003


zum EKZ / Stadion Winkeln
Parlament hat Chance verpasst


Auszüge aus einem Merkblatt des bfu
Unterwegs mit fahrzeugähnlichen Geräten



Editorial

Von Peter Jans

Liebes VCS-Mitglied

Ich schreibe hier für einmal in eigener Sache: Vielleicht haben Sie dem Tagblatt oder der VCS-Zeitung entnommen, dass ich aus dem Vorstand der VCS-Sektion St.Gallen/Appenzell ausgetreten bin. Und nun ist in diesem Heft bereits wieder ein Text von mir zu lesen.

Dabei handelt es sich nicht um einen Widerspruch. Dieses Heft - das VCS lokal - wird von der Ortsgruppe St.Gallen herausgegeben, dem städtischen VCS sozusagen. Unsere Gruppe ist kein Verein gemäss Zivilgesetzbuch, sondern ein loser Zusammenschluss einiger in der Stadt St.Gallen aktiver VCS-Mitglieder. In der VCS-Ortsgruppe möchte ich wie bis anhin die städtische Verkehrspolitik beobachten und wenn möglich mitgestalten.

Mein Rücktritt aus dem Sektionsvorstand ist dem Wunsch und der Notwendigkeit entsprungen, mich zeitlich zu entlasten. Neben den politischen Aktivitäten benötige ich beruflich und privat etwas mehr Freiraum. Der Sektion St.Gallen/Appenzell stehe ich aber für einzelne Projekte und für die juristische Beratung weiterhin zur Verfügung.

Ich habe also vom VCS keineswegs Abschied genommen.


Chance nutzen: oberidische Parkplätze abbauen

Erweiterung der Brühltorgarage

Von Susanne Schmid

Die Parkgarage Brühltor soll erweitert werden. Es entstehen 199 zusätzliche Parkplätze. Ausgangspunkt für diese Erweiterung ist das Postulat «Kulturplatz am Stadtpark» von Dorothea Boesch-Pankow, das im Sommer 1999 vom Grossen Gemeinderat als erheblich erklärt wurde. Es regt an, zwischen Theater, Tonhalle und Museum einen Kulturplatz zu gestalten. Damit dort aber wirklich ein Platz zur vielfältigen kulturellen Nutzung entstehen kann, muss zuerst die Ausfahrt der Parkgarage Brühltor, die heute direkt über diesen Platz führt, an die Torstrasse verlegt werden. Dadurch würde auch ein langjähriges Begehren des Museumquartiers erfüllt. Leider wird aber die Einfahrt zur Parkgarage weiterhin durch das Quartier führen (s. Bild Titelblatt). Immerhin entsteht auf der Seite Torstrasse nicht nur eine Ausfahrt sondern auch eine Einfahrt. Trotz der zusätzlichen Parkplätze wird es deshalb zu einer Entlastung des Quartiers kommen. Die zusätzlichen Parkplätze werden an Dauermieter vergeben, dafür werden die heutigen 135 Dauermietplätze in Kurzzeitparkplätze umgewandelt.

Ein Blick zurück: Schon einmal wollten die Stadt als Hauptaktionärin und die Parkgarage AG die Ausfahrt der Garage an die Torstrasse verlegen. 1992 scheiterte dieses Vorhaben. Die Jung-FDP hatte das Referendum gegen den Kredit ergriffen und ist damit in der Volksabstimmung erfolgreich gewesen. Heute sieht man ein, dass der damalige Entscheid falsch war. Die damalige Sparmassnahme kostet heute bedeutend mehr, statt einer halben Million sind es heute rund 2,2 Millionen. Auch musste in der Zwischenzeit die alte Ausfahrt saniert werden. Die Parkgarage AG möchte deshalb die zusätzlichen Kosten für die neue Aus-/Einfahrt Torstrasse durch eine Erweiterung der Parkgarage amortisieren.

Mit der Erweiterung der Garage bietet sich nun die Chance einer weiteren Verkehrsberuhigung nicht nur im Museumsquartier, sondern auch in der nördlichen Altstadt. In zumutbarer Nähe zu den Gassenparkplätzen im Goliathquartier entstehen 135 zusätzliche, öffentlich zugängliche Parkplätze. Dies erlaubt die Aufhebung eines Grossteils der Gassenparkplätze im Museums- sowie im Goliathquartier, was zu der erwünschten Verkehrsberuhigung für die beiden innerstädtischen Wohnquartiere führt. Der VCS erwartet, dass die Vorlage zur erweiterten Garage zwingend mit der Aufhebung von Gassenparkplätzen verknüpft wird, damit mit dem von der Stadt investierten Geld ein Optimum an mehr Wohnqualität erreicht wird.


Busverbindung entspricht einem Bedürfnis

Busverbindung nach Oberhofstetten?

Heidi Kundela-Graf
IG Bus Oberhofstetten

Immer wieder wurde in Oberhofstetten der Wunsch nach einer Busverbindung ins Quartier geäussert. Eine Gruppe von Quartierbewohnerinnen hat sich der Sache angenommen, eine IG BUS OBERHOFSTETTEN gegründet und zuerst in einer Umfrage die Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerung abgeklärt. Von der Fähnernstrasse an aufwärts wurde im Einzugsgebiet der gewünschten Buslinie pro Haushalt je ein Fragebogen verteilt. (Ideell unterstützt wurde die Umfrage vom Quartierverein Riethüsli und Quartierverein St.Georgen, sowie vom Wohnlichen St.Georgen und der VCS-Ortsgruppe St.Gallen,)

Die Auswertung der Umfrage ergab folgendes:

Verteilte Fragebogen: 407 (100%)
Zurückgesandte Fragebogen: 258 (63,4%)

Frage 1
Wir wünschen grundsätzlich eine Busverbindung nach Oberhofstetten
ja 234 (90,7%) / nein 24 ( 9,3%)

Frage 2
Wir würden die neue Buslinie benützen für .... (Mehrfachnennungen möglich)
Arbeitsweg 151 / Schulweg 66 / Freizeit 167 / Einkäufe 206 / anderes 74

Frage 3
Wir würden auch eine verlängerte Buslinie durch das Demuttal nach St.Georgen benützen:
ja 159 / nein 75

In den Haushalten, die eine Buslinie befürworten, leben 453 Erwachsene und 200 Kinder.

Viele Bewohnerinnen und Bewohner ermutigten uns zum Weitermachen und bedankten sich. Einige Kommentare auf den Fragebogen:

Wir bleiben am Ball, wir sind zuversichtlich!

Als nächsten Schritt nehmen wir mit dem zuständigen Stadtrat Kontakt auf. Gleichzeitig werden Gemeinderätinnen und -räte unseres Quartiers einen überparteilichen Vorstoss einreichen.


Kein Gehör beim Stadtrat

E-Bikes in St.Gallen

Von Doris Königer

Im Grossen Gemeinderat reichte Ruth Bischoff-Bruggmann eine Interpellation mit dem Titel «E-Bike-Förderung - Ein ökologischer Beitrag zu einem unweltfreundlichen Stadtverkehr» ein. Die schriftliche Antwort des Stadtrates liegt nun vor.

In der Einleitung stellt der Stadtrat fest, dass das E-Bike um mindestens den Faktor 20 energiesparender ist als das energieeffizienteste explosionsmotorbetriebene Fahrzeug. Würde ein Automobilist statt seines PW, der sechs Liter im Stadtverkehr verbraucht, ein E-Bike zur Arbeit nutzen, könnte er jährlich 200 Liter Benzin sparen bzw. den Ausstoss von wenigstens 500 kg CO2 und auch anderen Schadstoffen verhindern.

Eine finanzielle Förderung beim Kauf eines E-Bikes sieht der Stadtrat aber nicht als Lösung, da man dann ja auch jeden Kauf eines Velos unterstützen müsste, welches sogar ganz ohne Sprit auskommt und die Umwelt in keiner Art und Weise belastet.

Einen Anlass zu irgendwelchen Verbesserungen im Strassennetz sieht er nicht, da alle Velomassnahmen, die bereits ergriffen wurden oder in nächster Zeit ausgeführt werden auch den E-Bike-FahrerInnen zu Gute kommen, die das gleiche Netz benützen.

Hier sehe ich aber noch einigen Handlungsbedarf. Wichtig ist es für E-Bike-FahrerInnen, dass sie ihr Fahrzeug auch aufladen können, und ich denke, dass hier die Stadt Hand bieten und an den gedeckten Unterständen entsprechende Steckdosen anbringen kann (eventuell mit Zahlungsmöglichkeit). Teure E-Bikes sowie auch teure Velos brauchen gesicherte Abstellplätze - im Idealfall die Velostation am Bahnhof - und wenn immer möglich gedeckte Anlagen.

Positiv ist zu erwähnen, dass die städtische Umweltfachstelle im Rahmen ihres Leistungsauftrages «Öffentlichkeitsarbeit» für das Jahr 2004 das Schwerpunktthema «Energie- und CO2-Problematik» erarbeiten wird. Ein wichtiger Aspekt wird dort die energieeffiziente Mobilität sein. In diesem Zusammenhang soll der NewRide-Gedanke thematisiert und die Nutzen von E-Bikes in der Stadt propagiert und erleichtert werden.


weiterhin ein gutes Angebot

Flexi-GA noch bis April 2004 erhältlich

Margot Benz

Die SBB haben ihre Drohung wahrgemacht. Das GA Flexi wird aufgehoben. Ab dem 1. Mai 2004 dürfen nur noch Gemeinden günstige Tageskarten verkaufen. Im Pressecommunique vom 21. März 2003 der SBB steht: «Leider wurde das Angebot in letzter Zeit zunehmend von Privaten dazu benützt, die Abos aus rein wirtschaftlichen Interessen anzuschaffen und an Dritte weiterzuverkaufen». Ob damit der VCS gemeint ist? In St.Gallen ist die VCS Ortsgruppe mit dem Claro Weltladen eine gelungene Kooperation eingegangen. Das nötige Kapital wurde hälftig eingebracht, das Risiko geteilt. Der Verkauf erfolgte durch den Claro Weltladen, die Werbung durch den VCS. Der Gewinn kam dem Laden und Projekten der Ortsgruppe zugute. Das Angebot wurde sehr geschätzt und ausgezeichnet genutzt. Das beste Mittel zur Föderung des öffentlichen Verkehrs. Es ist immer noch erhältlich. Der Claro-Laden hat noch Karten bis Ende April 2004. Telefonnummer: 071 222 43 73.

Die neue Strategie der SBB trifft den VCS, aber noch mehr die BenutzerInnen des Flexi-GA, die nun an vielen Orten keine Alternative zum Bezug von günstigen Tageskarten haben. Zusammen mit dem Claro Weltladen werden wir uns dafür einsetzen, dass St.Gallen vom Angebot «Tageskarte Gemeinden» Gebrauch macht. Viele kleine Gemeinden machen das längst. Ihre auch? Wenn nicht, fordern Sie den Gemeinderat dazu auf.


Losglück

GewinnerInnen beim Wettbewerb

Von Margot Benz

Die richtigen Antworten auf unsere Fragen im letzten lokal lauten:

  1. Das Cinedome-Kinoticket berechtigt für die Rückfahrt vom Cinedome nach St. Gallen, Gossau und Herisau
  2. Der Regiobus vom Cinedome nach Gossau und Herisau fährt nach den Nachtvorstellungen am Freitag und Samstag um 22.30 und 01.30 Uhr

Wir gratulieren herzlich, wünschen ein angenehmes Kinovergnügen und hoffen, dass die GewinnerInnen das öV-Angebot nutzen...

Je zwei Gratiseintritte haben gewonnen:

Walter Bächtold, Kronbühl / Jakob Zeller, St. Gallen / Paul Zuberbühler, St. Gallen / Magdalena Metzger, St. Gallen / Heimatschutz St.Gallen/Appenzell I.Rh. / Tanja Lorenzini, St. Gallen / Kurt Agostini, St. Gallen / M. + A. Frischknecht-Plohmann, St. Gallen / Markus Walser, Bernhardzell / Marianne Studerus, Andwil


Andwilerstrasse in Gossau

Übertriebener Kreisel

Von Ruedi Blumer
Vorstand VCS und Nationalratskandidat

Gossau tut sich bekanntlich seit Jahren schwer mit der Verkehrsplanung. Konsens fand man vor ein paar Jahren beim Kreiselprovisorium zwischen Andreaskirche und Ochsen. Dieser Kreisel hat minimale Ausmasse und ist immer noch ein Provisorium. Aber er hat sich bewährt und vermag die tägliche Verkehrsflut von 20'000 Fahrzeugen zu schlucken. Ein gutes Beispiel mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis.

Im Rahmen des Stadtentwicklungsprojektes 'Gossau plus' wird es sicher gelingen, im Kreisel einen riesigen 'Gossi' oder einen anderen Sympathieträger aufzustellen.

Die Kreiselfreunde in Gossau werden immer zahlreicher. Im Eichen entstand ein sehr grosser definitiver und teurer Kreisel. Unlängst wurde der Gröbliplatz mit einem Kreisel umgestaltet. Hier hat man sinnvollerweise wieder ein Provisorium erstellt. Erstens verkürzt das die Realisierungszeit und zweitens kann man die Funktionalität im Massstab 1:1 austesten.

Als nächstes soll an der Verzweigung St.Gallerstrasse - Andwilerstrasse ein Kreisel gebaut werden. Dieser soll besonders viel Land verschlingen. Hier ist das fast einmalige Kuriosum vorgesehen, den Kreisel mit einem Bypass zu erweitern. Wer von St.Gallen kommend nach Andwil will, kann direkt rechts am Kreisel vorbeisausen. Für die FussgängerInnen bedeutet das, drei Spuren überqueren und unnötig grosse Umwege machen.

Auch für die Velofahrenden stellt das vorliegende Projekt eine unvorteilhafte Lösung dar. Heikle Situationen bedingt durch den Bypass sind vorprogrammiert beim nötigen Spurwechsel von St.Gallen nach Gossau und bei der Fahrbeziehung Gossau-Andwil.

Von einem haushälterischen Umgang mit Bodenressourcen, wie es die Raumplanung und das Strassengesetz vorschreibt, kann bei diesem Projekt wirklich nicht gesprochen werden.

Auch der VCS befürwortet einen Kreisel Andwilerstrasse. Aber eben einen normalen Kreisel ohne unnötigen Landverschleiss dafür mit kurzen Wegen für die Fussgänger und möglichst wenigen Gefahrenstellen für VelofahrerInnen. Den Autofahrenden trauen wir zu, dass sie mit Weitblick die aktuelle Verkehrsituation richtig einschätzen und im Falle einer Kolonne vor dem Lichtsignal vor dem Kreisel anhalten und so die anderen Verkehrsbeziehungen frei halten. Warum nicht ausprobieren? Eben mit einem provisorischen Kreisel. Zu dieser Testphase gehörte auch, die benachbarte Lichtsignalanlage auf blinken zu stellen und auszuloten, was das bewirkt.

Sollte sich wider erwarten erweisen, dass sich häufig unzumutbare Staus ergeben, kann man den Bypass immer noch realisieren.

Wir plädieren dafür, einen provisorischen und preisgünstigen Kreisel ohne Bypass zu erstellen und Erfahrungen zu sammeln - wie beim Ochsen und beim Gröbliplatz. Der Kanton muss ja sparen - hier bietet sich eine sinnvolle Gelegenheit.

Ein Verhandlungsgespräch zwischen Kanton und VCS hat immerhin kleine Verbesserungen gebracht. Die Situation für Velofahrende von Gossau nach Andwil konnte dadurch entschärft werden, dass die Fahrzeuge auf dem Bypass bei der Verengung von zwei auf eine Spur Richtung Andwil keinen Vortritt mehr haben. Am Bypass selbst hingegen will der Kanton (bisher) festhalten. Schade!


Einsprache für eine Wanderwegverbindung

Wandert in der Laderen solange es sie noch gibt

Von Margot Benz

Der Weiler Laderen unterhalb des Kapf ganz hinten in St. Georgen ist eine St. Galler Kostbarkeit. Inmitten von blühenden Wiesen rücken die sanft renovierten Häuser, geschmückt durch Bäume, Büsche und Blumen, nah zusammen. Vom Kapf führt ein Wanderweg durch den Weiler, am Birnbaum vorbei über eine Wiese direkt zur Wenigerstrasse. Die schönste Sicht auf die Laderen geniesst man vom Wanderweg Waldegg - St.Georgen. Doch nicht mehr lange. Die Wiese zwischen Laderen und Wenigerstrasse ist eingezont und wird demnächst mit teuren Einfamilienhäusern überbaut werden. Der Charakter des Weilers wird dabei verloren gehen. Ohne den grosszügigen grünen Ring werden die Häuser im Siedlungsbrei verschwinden.

Wussten Sie, dass das Land östlich und oberhalb der Laderen bereits in den Händen von Immobilienfirmen liegt? Diese warten geduldig auf die nächste Zonenplanrevision und damit auf die nächste Bauetappe.

Der VCS hat Einsprache erhoben gegen den Überbauungsplan. Die Zerstörung der Landschaft kann er zwar nicht mehr stoppen. Unser Anliegen ist die Erhaltung des Fussweges durch das neue Quartier. Ginge es nach dem Willen der Bauherren, würde es keinen Weg mehr geben, sondern nur noch ein Trottoir entlang der Zufahrtsstrasse.

Unser Wandertipp im Sommer: nächsten Vor-Vollmondabend abwarten - früh am Abend mit der Trogenerbahn bis Station Vögelinsegg fahren, zum Restaurant Waldegg wandern - sich Stimmung nicht verderben lassen von der riesigen Parkplatzanlage - auf dem Spielplatz schaukeln und zum Säntis fliegen - den Weg abwärts nach St. Georgen wählen - nach dem Wald den Blick gen Laderen richten und sich das Bild des schönsten Weilers zum letztenmal einprägen.


es gibt noch viel zu tun

Förderung des Langsamverkehrs

Von Doris Königer

Im Kantonsrat durch Ruedi Blumer, im Grossen Gemeinderat der Stadt St. Gallen durch Doris Königer und im Stadtparlament Gossau durch Erika Schweiss-Hengartner, Präsidentin LdU Gossau, wurden drei fast gleichlautende Interpellationen eingereicht.

Auslöser war der Abgabetermin der «Vernehmlassung zum Entwurf des Leitbildes Langsamverkehr» des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Uns war es wichtig, Kanton und Städte daran zu erinnern ihre Anliegen und Forderungen jetzt anzubringen.

Der Grundtenor der schriftlichen Antworten war, dass der Kanton bereits zu den führenden Kantonen bei der Förderung des Langsamverkehrs gehört und auch die Stadt der Meinung ist, dass mit der Veloinitiative bereits ein erster Schritt getan wurde und kein akuter Handlungsbedarf besteht. Die immer länger werdende Liste unserer halbjährlichen städtischen Velositzung sprechen aber eine andere Sprache.

Als Interpellantin war es mir klar, dass die Stadt keine eigene Vernehmlassung verfassen konnte. Aber wie wir aus Erfahrung wissen, müssen wir dem Kanton und den entsprechenden Stellen unsere Ideen und Forderungen zu dem Zeitpunkt einreichen, wo wir noch etwas bewirken und verändern können. Erfreulich war es, zu erfahren, dass die Stadt gemeinsam mit dem Städteverband eine Vernehmlassung eingereicht und sogar als Fachstelle bei der Erarbeitung des Leitbildes mitgearbeitet hatte.

Der Stadtrat schreibt selber in seiner Antwort, dass in städtischen Verhältnissen der Langsamverkehr einen verstärkten Anteil im Modal Split übernehmen kann und diese Aussage unterstützen wir als VCS natürlich zu 100%. Umso wichtiger ist es, alle Anschubmöglichkeiten auszunützen und anzuwenden.

Der Kanton antwortet auf die paralell gelaufene Interpellation, dass die vom Bund vorgesehenen Mittel nicht primär neue Streckennetze für den Langsamverkehr unterstützen sollen, sondern vielmehr das Geld in die Vernetzung und die optimale Nutzung der vorhandenen Infrastruktur fliessen soll, sowie die Information über die Angebote des Langsamverkehrs im Zentrum der Bemühungen stehen soll.

Das ist sicher auch in unserem Sinne und im Sinne der Stadt. Aber wo drückt uns St.GallerInnen denn der Schuh?

Um alle diese Dinge anzupacken, braucht es Geld und es braucht Fachleute, die dies begleiten.
Also ist es wichtig, dem Bund und dem Kanton mitzuteilen, wo uns der Schuh drückt &Mac246; wo es in ihrer Kompetenz liegt, Verbesserungen mitzufinanzieren, wie z.B. bei der Velostation «Fachhochschule» oder bei der Vernetzung mit dem übergeordneten Wander- und Velowegen, den Fusswegen zur Kantonsbibliothek Vadiana oder der Universität.

Als lebenswerte Stadt braucht es eine Lobby für FussgängerInnen, VelofahrerInnen, nicht zu vergessen neu die SkaterInnen. Sie brauchen ihre geschützten Flächen, ihre sicheren «oberirdischen» Übergänge und ein benützerfreundliches und attraktives Netz.


Gesucht:

Manager/in für den Ökomarkt

Von Susanne Schmid

Neben dem Veloflohmakt ist die VCS-Ortgruppe auch jedes Jahr am städtischen Ökomarkt vertreten. Wir haben dort einen Stand, wo wir über unsere Dienstleistungen zu umweltbewusstem Verkehr und Reisen informieren und je nach Jahr auch diverse Gegenstände verkaufen. Dieses Jahr hatten wir das Schwergewicht wieder auf Velohelmen. Auch ist der VCS in der Planungsgruppe zum Ökomarkt vertreten.

Leider ist die Arbeitskapazität der Mitglieder der VCS-Ortsgruppe beinahe ausgeschöpft, sodass wir dringend Unterstützung suchen. Wir wären froh, wenn sich ein Mitglied, das noch etwas Zeit und Lust am Organisieren hat, in Zukunft um unsere Teilnahme am Ökomarkt kümmern würde. Es geht im Wesentlichen darum, den Einsatzplan für den Stand zu erstellen (HelferInnenliste ist vorhanden), das Material zu bestellen und an einer bis zwei Sitzungen der VCS-Ortsgruppe teilzunehmen. Sinnvoll wäre auch die Mitarbeit in der Planungsgruppe, was zu zusätzlichen 3 - 4 Sitzungen pro Jahr mit einem abschliessenden feinen Essen führt.

Wer hat Lust? Bitte melden Sie sich beim VCS-Sekretariat 071 222 26 32 oder schreiben Sie uns ein e-mail: vcs.sg@bluewin.ch

Nächstes Jahr feiert der Ökomarkt übrigens bereits sein zehnjähriges Bestehen und es sind bereits einige spezielle Attraktionen geplant. Es wird sicher - wie jedes Jahr - ein spannender und unterhaltsamer Tag werden.



Verkehrsprobleme in der Innenstadt:

Verkehr: Rasch handeln!

Von Peter Jans

Unter dem Titel 'Verkehr: Rasch handeln!' wird in einem Kommentar in den «St.Galler Nachrichten» die Verkehrssituation in der Innenstadt angesprochen. Dem Stadtrat wird Autofeindlichkeit vorgeworfen und dem Kapazitätsausbau des Strassennetzes eine Lanze gebrochen. Dabei greift die Problemanalyse zu kurz. Zudem werden veraltete Problemlösungen wieder aus der Mottenkiste geholt.

Gibt es in der Innenstadt Verkehrsprobleme und -staus? Wenn ja, was sind die Ursachen? Auf der Basis des erwähnten Zeitungskommentars soll hierzu eine persönliche Einschätzung abgegeben werden.

"Verkehrsbewältigung in St. Gallen wird zu einem immer grösseren Problem. Schon jetzt muss die Stadt häufig mit Staus leben. Zu Stosszeiten ist die Autobahnausfahrt St.Gallen-Kreuzbleiche überlastet." Dieser Feststellung kann wohl zugestimmt werden. Der ganze Bereich Kreuzbleiche - Geltenwilenstrasse - Oberstrasse - Teufenerstrasse, aber auch das Gebiet Oberer Graben - Schibenertor - Blumenbergplatz - Unterer Graben sind zu Spitzenzeiten überlastet. Meist löst sich ein Stau zwar relativ rasch wieder auf, der zunehmende Verkehrsdruck ist aber nicht zu übersehen.

Noch eine Aussage trifft ins Schwarze: "Ganz klar ist nur ein Teil des Verkehrs effektiv notwendiger Verkehr. Viele Automobilisten wären besser mit dem öffentlichen Verkehrsmittel, dem Velo oder zu Fuss unterwegs." Dem ist nichts beizufügen ausser vielleicht, dass das Gleichgewicht der Attraktivität offenbar verschoben werden muss, wenn die Verkehrsmittelwahl häufiger zugunsten der zu fördernden Verkehrsmittel ausfallen soll.

Warum aber läuft die St.Galler Innenstadt denn zunehmend in die Verkehrsfalle? Warum nimmt der Verkehr im Stadtnetz zu, obwohl die Stadtautobahn eine dauerhafte Entlastung bringen sollte? Die Antwort des Kommentators: "... mit nur immer mehr Behinderungen lässt sich der Verkehr eben nicht bewältigen. Beim Stadtrat scheint immer noch die alte Autofeindlichkeit zu herrschen ...". Aha, die vielen Schikanen sind es also, die uns zunehmend die Strassen verstopfen - Schikanen, die der Stadtrat zu verantworten hat.

Ich denke, diese Erklärung hilft nicht weiter. Vielmehr die oben erwähnte Tatsache, dass ein grosser Teil des Autoverkehrs in der Innenstadt - objektiv gesehen, wenn dies denn möglich wäre - unnötig ist und die Wege gut mit anderen Verkehrsmitteln zurückzulegen wären. Die vielen weniger oder nicht nötigen Autofahrten in die Innenstadt beruhen jede einzeln auf einer individuellen Entscheidung einer Person.

Um mehr Entscheidungen zugunsten des öffentlichen oder des Langsamverkehrs ausfallen zu lassen, können die Einsicht, das Verantwortungsgefühl oder die positiven Erlebnisse damit gefördert werden.
Das allein reicht aber nicht. Ein Schlüssel liegt - es tönt banal und wird schon seit Jahren wiederholt - in der Parkplatzfrage. Solange das Parkplatzangebot in der Innenstadt immer weiter ausgebaut wird, solange wird auch die Verkehrsbelastung weiter zunehmen. Je nach Zweck produziert ein Parkplatz einige wenige bis dutzende von Fahrten täglich. Die starke Zunahme der Anzahl Parkplätze ist eine Realität.

Und es geht weiter so: Im Lagerhaus-Areal, beim Salzmann-Areal, an der Vadianstrasse und beim Einstein-Hotel wurden innert kurzer Zeit über 700 weitere Parkplätze bewilligt. Was aber wird geschehen, sobald diese Bauten erstellt sind? Die Innenstadt droht immer mehr im katalysatorgereinigte Abgase ausstossenden Verkehr zu ersticken. Wir legen uns selber lahm.

In den «St.Galler Nachrichten» wird als Lösung der Kapazitätsausbau im Strassennetz angepriesen. Auch die vom Volk deutlich verworfene Südumfahrung wird wieder hervorgeholt, "weil sich die Verhältnisse geändert hätten." Stadtrat und Gemeinderat vertreten jedoch seit Jahren eine angebotsorientierte Verkehrspolitik. Das heisst, man bestimmt das Angebot an Strassenkapazitäten und schaut, dass die Nachfrage mit dem vorhandenen Angebot auskommt. Diese Verkehrspoitik ist an sich richtig. Sie funktioniert aber nur, wenn das widersprüchliche Handeln nicht überhand nimmt. Wer laufend in grosser Zahl neue Parkplätze fordert und bewilligt, kann natürlich nicht damit rechnen, dass das vorhandene, als angemessen erachtete Stassenangebot auch nachhaltig ausreicht.

Es darf deutlich gesagt werden: Die heutige praktische Verkehrspolitik läuft der theoretischen diametral entgegen. Bewusst oder unbewusst läuft sie darauf hinaus, dass mehr und mehr Druck zum Ausbau der Strassenkapazitäten entsteht. Wir laufen zunehmend Gefahr, wieder zur nachfrageorienterten Strassenbaupolitik zurückzukehren mit der autogerechten Stadt im Zentrum. Wer glaubt, damit der Innenstadt einen Dienst zu erweisen, irrt wohl gewaltig. Die Innenstadt profitiert von ihrer (immer noch vorhandenen, aber gefährdeten) Lebensqualität. Diese Lebens- und Aufenthaltsqualität müssen wir fördern. Das tun wir aber bestimmt nicht, indem der Autoverkehr gezielt angeheizt wird. Unsere Innenstadt ist auch so gut erreichbar: Mit Bahn, Bus, Velo oder gar zu Fuss.


Regionale autofreie Erlebnistage

slowUp 2003

slowUp sind aktive Erlebnistage für jedermann. In einer touristisch attraktiven Region steht die Hauptstrasse einen Tag den Velofahrenden, Skatenden und den Wandernden zur Verfügung. Für Motorfahrzeug ist sie gesperrt. Entlang der Strecke lädt ein kulinarisch, kulturell und sportlich vielfältiges Rahmenprogramm zum Verweilen ein.

slowUp sind für Jung und Alt, Singles und Paare, Familien und Gruppen, Untrainierte und Sportliche. Losgelöst von der Alltags-Hektik entspannt man sich in der freien Natur, geniesst eine abwechslungsreiche Landschaft und tut der eigenen Gesundheit etwas Gutes. Ein slowUp macht daraus ein Fest mit 20'000 bis 50'000 Teilnehmenden.

slowUp sind in der Regel rund 30 Kilometer lang und möglichst flach. Individuell können Tempo, Distanz und Pausen gewählt werden. Die Anreise ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Die slowUp-Erfolgsgeschichte ist jung und eindrücklich. Die Idee stammt aus Deutschland, wo es über 40 autofreie Erlebnistage gibt.

Im Jahre 2000 fand der erste slowUp am Murtensee statt. 2002 folgte der zweite slowUp am Bodensee. Mittlerweile sind in der ganzen Schweiz slowUp in Planung. 2003 finden drei slowUp statt:

Träger der regionalen Anlässe sind in der Regel Vereine, in denen die Gemeinden, der Tourismus und die Politik vertreten sind. Die Durchführung basiert zum grössten Teil auf ehrenamtlicher Arbeit.

Nationale Träger von slowUp sind die Stiftung Veloland Schweiz und Schweiz Tourismus. Sie initiieren weitere slowUp und sichern die Qualität der Anlässe. slowUp ist eine geschützte Marke. Wer einen slowUp durchführen will, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Unterstützt werden die nationalen Träger durch den Hauptpartner, Gesundheitsförderung Schweiz, und durch EnergieSchweiz.

Gesundheitsförderung Schweiz ist überzeugt, dass ein slowUp Bewegung und Vergnügen ideal kombiniert und viele Teilnehmende motiviert, auch im Alltag mehr mit dem Velo, mit Skates oder zu Fuss unterwegs zu sein.

EnergieSchweiz empfiehlt für die Anreise den öffentlichen Verkehr oder die eigene Muskelkraft von der Haustüre weg. slowUp: ein umweltfreundliches Erlebnis, ohne Hektik, Stau und Parkplatzsuche.
Mehr Informationen unter www.slowUp.ch
Medienmitteilung zu den Beschlüssen Einkaufszentrum/Stadion St.Gallen-West


zum EKZ / Stadion Winkeln

Parlament hat Chance verpasst

Der VCS St.Gallen/Appenzell ist enttäuscht über die Beschlüsse des Grossen Gemeinderats in Sachen Einkaufszentrum/Stadion St. Gallen West. Das Parlament hat es verpasst, das riesige Projekt auf ein umweltverträgliches und den Schutzinteressen der betroffenen Bevölkerung gerecht werdendes Mass zu bringen.

Stattdessen hat der Grosse Gemeinderat dem enormen Druck und den gezielten Kampagnen der Stadionpromotoren in der Öffentlichkeit nachgegeben. Diesen Interessen wurde in teils populistischer Manier nach dem Mund geredet. Berechtigte kritische Einwände fanden kein Gehör oder wurden leichtfertig abgetan.

Das Parlament muss sich vorwerfen lassen, seine Verantwortung für eine seriöse Prüfung des Überbauungsplans nicht umfassend wahrgenommen und im berechtigten Wunsch nach einer besseren Infrastruktur für den FC St. Gallen ungelöste Verkehrsprobleme fahrlässig in Kauf genommen zu haben.

Der VCS stellt fest, dass der gestern vom Parlament genehmigte Überbauungsplan keine Gewähr für ein umweltverträgliches Projekt bietet. Mit der vorgesehenen Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr wird sich der angestrebte öV-Anteil kaum realisieren lassen. Die Haltepunkte der Busse sind über verschiedene Orte verstreut. Selbst für eine minimale Ausstattung der Haltestellen sind keine Mittel bereit gestellt und kein Projekt vorhanden.

Die flankierenden Massnahmen zum Schutz von Winkeln vor dem Verkehr sind nicht im Detail bekannt. Ebenso wenig geregelt sind die Kosten und die Finanzierung. Zudem wird bei der Parkplatzbewirtschaftung die Agglomeration gegenüber der Innenstadt bevorzugt.

Der Überbauungsplan wurde in Rekordzeit durch die Instanzen gedrückt und am Inkrafttreten des neuen Richtplans vorbeibeschleust. An der Konformität des Projekts mit dem Richtplan sind erhebliche Zweifel angebracht.

Unverständlich ist die Weigerung, mündlich zugesicherte Massnahmen im Überbauungsplan festzuschreiben. Weder das öV-Angebot noch die für das Verkehrsaufkommen entscheidende Definition der Verkaufsflächen sind festgelegt, ebenso wenig die Schutzmassnahmen für Winkeln. Diese Weigerung trägt nicht dazu bei, das berechtigte Misstrauen gegenüber den Projektverantwortlichen beizulegen, welche die Öffentlichkeit mit ihrem Gebaren verunsichert haben.

Da wesentliche Mängel des Vorhabens nicht beseitigt sind, wird sich der VCS im Interesse der Umweltverträglichkeit und der Schutzinteressen der Winkler Bevölkerung weiterhin für eine Optimierung einsetzen und hofft, dass die Projektverantwortlichen endlich zu substanziellen Gesprächen mit den Kritikern bereit sind.


Auszüge aus einem Merkblatt des bfu

Unterwegs mit fahrzeugähnlichen Geräten

In den vergangenen Jahren sind neue Mobilitätsformen mit Geräten wie Inline-Skates und Mini-Trottinetten immer beliebter geworden. Dadurch wurden die anderen Verkehrsteilnehmenden - vorab die Fussgänger - zunehmend verunsichert.

Auf den 1.8.2002 in Kraft tretende Änderungen der Verkehrsregelnverordnung (VRV), der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS), der Signalisationsverordnung (SSV) sowie der Ordnungsbussenverordnung (OBV) schaffen nun Klarheit.

Was sind «fahrzeugähnliche Geräte» (fäG)?

fäG sind u. a. Inline-Skates, Rollschuhe, Kickboards, Mini-Trottinette, Kinderräder und Rollbretter. Nicht zu den fäG zählen Fahrräder und Invalidenfahrstühle. Das Gesetz unterscheidet zwischen der Verwendung von fäG als Verkehrsmittel entlang von Strassen und der Verwendung zum Spielen auf einer eng begrenzten Fläche.

Verwendung von fäG als Verkehrsmittel

Wer darf fäG als Verkehrsmittel benützen?

Wo dürfen fäG als Verkehrsmittel eingesetzt werden?

Wo dürfen fäG nicht verwendet werden?

Wie müssen fäG ausgerüstet sein?

Wer nachts oder bei schlechter Sicht mit einem fäG auf Radwegen oder auf der Fahrbahn unterwegs ist, muss sich oder sein Gerät mit einem nach vorne weiss und nach hinten rot leuchtenden, gut erkennbaren Licht ausrüsten.

Wie überquert man Strassen mit fäG?

Auf Fussgängerstreifen haben fäG ebenso Vortritt vor den Fahrzeugen wie Fussgänger; sie müssen auch dieselben Vorschriften beachten, so z. B., dass vom Vortrittsrecht nicht Gebrauch gemacht werden darf, wenn das Fahrzeug bereits so nah ist, dass es nicht mehr rechtzeitig anhalten kann. Beim Überqueren der Fahrbahn - auch auf dem Fussgängerstreifen - darf mit fäG nur im Schritttempo gefahren werden.

Wie verhält man sich mit fäG korrekt?

Was ist beim Fahren mit fäG zu beachten?

Beim Benützen von fäG müssen Geschwindigkeit und Fahrweise immer den Umständen und den Besonderheiten der jeweiligen Geräte angepasst werden. Da diese oft nicht leicht lenkbar sind und einen längeren Bremsweg brauchen als beispielsweise Fahrräder, sollte stets vorausschauend, bremsbereit und in kontrolliertem Tempo gefahren werden.

Was kostet es, wenn sich fäG-Benutzende nicht an die neuen Regeln halten?

Verstösse gegen die geltenden Verkehrsregeln werden mit Bussen zwischen Fr. 10.- und Fr. 30.- geahndet.

Verwendung von fäG zum Spielen

Wer darf fäG zum Spielen benützen?

Wenn fäG zum Spielen eingesetzt werden,ist der Benützerkreis nicht eingeschränkt (kein Mindestalter, keine zwingende Begleitung durch Erwachsene).

Wo dürfen fäG zum Spielen verwendet werden?

Für Spiele, die auf einer begrenzten Fläche stattfinden, darf

Welche Verhaltensregeln sind zu beachten?

Die übrigen Verkehrsteilnehmenden dürfen weder behindert noch gefährdet werden. Bei Nichtbeachtung obiger Regeln drohen Bussen bis Fr. 30.-.

Quelle: bfu, Laupenstrasse 11, Postfach, CH-3001 Bern, Tel. 031 390 22 22, Fax 031 390 22 30, www.bfu.ch

s ein gutes Zeichen!