Inhalt, VCS Lokal, März 03 /Nr. 61:

Editorial:
St. Galler und Gossauer Velofrühling

Samstag, 5. April 2003
Veloflohmarkt 2003 in St. Gallen

Samstag, 10. Mai 2003:
Velotag mit Börse und Demo in Gossau

Dank Engagement des VCS
Cinedom mit ÖV-Anschluss

Förderung des Langsamverkehrs:
Mitreden - Mitgestalten - und Bundesgelder pünktlich abholen

Donnerstag, 15. Mai 2003:
Ökomkarkt 2003 - bereits Tradition

Gasbusse sind sauberer als Diesel
Förderung von Erdgas als Treibstoff

Samstag, 29. März 2003:
Naarägmäänd St. Gallen - Ja zur Sonntagsinitiative

Sonntag, 1. Juni 2003:
Segen für Velofahrende

Leserbrief:
zu niedrige Parkgebühren in der Innenstadt

Velofahrkurse in Gossau und St.Gallen
Sicher im Sattel - Kurse 2003

So viel ist Los im Frühling
Kalender


Editorial

Von Hugo Wehrli

Liebe Leserin, lieber Leser

Es wird Frühling. Nicht nur, dass die Sonne den Nebel an den meisten Tagen (glücklicherweise) wieder zu vertreiben vermag, auch die Temparaturen erreichen langsam wieder Werte, die fast schon danach rufen, sich aufs Velo zu schwingen. Sollten Sie noch nicht mit einem Drahtesel bestückt sein oder hat Ihr Velo den Winter nicht überstanden, bietet der 5. April die Gelegenheit, sich ein solches Gefährt günstig zu erstehen. Dann ist nämlich der jährliche VCS-Veloflohmarkt im Waaghaus. Wer diesen Termin verpasst, hat am 10. Mai an der Velobörse in Gossau eine zweite Chance.

Der Frühling kündigt sich aber nicht nur mit dem wärmeren Wetter an, sondern auch mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen. Dieses «VCS lokal» ist fast schon ein Programmheft. Spannende Events warten auf ein neugieriges Publikum. Lesen Sie auf den folgenden Seiten darüber und reservieren Sie sich die Termine, denn die Zeit des "Stubenhockens" ist wieder vorbei!

Auch der Bunderat hat uns einen Frühlingsstrauss geschenkt. Gleich sieben Initiativen legt er uns zur Abstimmung am 18. Mai vor. Initiativen haben es in der Schweiz schwer, umso mehr, wenn nur wenige abstimmen gehen. Neben der Sonntagsinitiative liegt mir persönlich die Initiative «Ja zu fairen Mieten» besonders am Herzen. Sie will, dass die Weitergabe der Hypothekarzinssenkungen automatisch erfolgt. Eine einmalige Gelegenheit für eine Mehrzahl der Schweizer Bevölkerung.

Gehen Sie deshalb abstimmen am 18. Mai und stimmen Sie Ja zu den Initiativen!

Herzlich
Hugo Wehrli


Velofrühling in St. Gallen


Veloflohmarkt 2003:

Samstag, 5. April 2003

Organisiert durch die VCS Ortsgruppe St. Gallen

  • Waaghaus, St. Gallen
  • Veloverkauf: 8.00 - 12.00 Uhr
  • Veloannahme: ab 7.00 Uhr
  • Veloabholservice: Anmeldung spätenstens bis Donnerstag, 3. April
    Tel. 071 / 245 95 37
  • Reparaturservice
  • VCS-Artikel und Vignetten



Velofrühling in Gossau

10. Mai 2003: Velotag mit Börse und Demo in Gossau

Von Ruedi Blumer

Der Gossauer Velotag findet dieses Jahr am Samstag, 10. Mai statt und wird wiederum von der IG-Velo organisiert. Am Freitagabend, 9. Mai, von 18 bis 20 Uhr können Sie Velos aller Art, Veloanhänger, Kindersitze, Helme etc. in der Marktstube abgeben und uns sagen, zu welchem Preis Sie gerne verkaufen möchten. Für die Deckung der Kosten der IG Velo wird an der Börse 10 % auf die Artikel zugeschlagen. Bei Artikel unter Fr. 50.- beträgt der Zuschlag Fr. 5.- und bei Artikeln unter Fr. 100.- beträgt der Zuschlag generell Fr. 10.-.

Während diesen zwei Stunden können auch Velos für Rumänien abgegeben werden. Diese Velos, für die Sie keinen Erlös bekommen, werden in Kleinwerkstätten Rumäniens wieder zu neuer Fahrtüchtigkeit, Leben und Glanz erweckt und sorgen damit auf sinnvolle Weise für Arbeitsplätze und Lebensfreude.

Am Samstag, 10. Mai ab 9.00 Uhr können auf dem Parkplatz bei der Bundwiese wiederum Velos und Zubehör für den Verkauf oder für unsere Aktion Rumänien abgegeben werden.

Die Velobörse beginnt am Samstag, 10. Mai, um 10 Uhr. Alle Velos sind angeschrieben mit dem Verkaufspreis. Wir freuen und auf zahlreiche BesucherInnen und KundInnen.

Ab 13.30 Uhr können Sie den Erlös (oder im schlechteren Fall eben wieder Ihr nicht verkauftes Velo) abholen. Während des ganzen Tages sorgt wieder eine Festwirtschaft dafür, dass Hunger und Durst gestillt werden können. Die Bewirtung wird von der Jungen Gemeinde geführt.

Um 14 Uhr wird zu einem Velobummel durch die wichtigsten Gossauer Strassen gestartet. Ziel dieses Bummels ist es, auf das Fahrrad als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel aufmerksam zu machen. Alle Personen, die beim Velobummel mitradeln, können am Schluss an einer Preis-Verlosung teilnehmen. Als Haupttreffer winkt auch dieses Jahr ein nigel-nagel-neues Bike. Der Velobummel dauert ca. 45 Minuten. Wir radeln sehr gemütlich und die Polizei unterstützt uns bei der Organisation. Wir hoffen, dieses Jahr mehr als 100 TeilnehmerInnen am Velobummel begrüssen zu dürfen. Wir wollen ein starkes Zeichen setzen für noch vermehrteres Benutzen des Velos für Strecken im Innerortsbereich.

Gegen 15.30 Uhr geht der Gossauer Velotag zu Ende.

Wie freuen uns darauf, am Gossauer Velotag viele VCS-Mitglieder und Velofreunde begrüssen zu dürfen.


Dank Engagement des VCS

Cinedome mit öV-Anschluss

Von Peter Jans

Am 13. Februar wurde an der Grenze zwischen Abtwil und St.Gallen das Cinedome eröffnet. 1'880 Plätze in 8 Kinosälen stehen zur Verfügung. Der periphere Standort wurde vom VCS als problematisch erachtet. Verbesserungen bei der Buserschliessung sollen aber dazu führen, dass auch nicht motorisierte Personen in die neue Kinotraumwelt eintauchen können.

Vor einigen Jahren schwappte die Multiplex-Kinowelle über die Schweiz. An allen möglichen und unmöglichen Standorten sollten Mega-Kinos entstehen. In Bad Ragaz, bei der Arena in Thal sowie in St. Gallen-West tauchten kurz hintereinander Projekte auf. Die ersten beiden wurden entweder abgeblasen oder sonstwie schubladisiert. Franz Anton Brüni, abgesehen vom unabhängigen KINOK Besitzer aller St.Galler Stadtkinos, trieb sein Projekt beharrlich voran.

Vom VCS aus hatten wir erhebliche Bedenken gegen den Standort am Stadtrand. Abgesehen vom befürchteten Kinosterben in der Innenstadt beschäftigte uns vor allem die Tatsache, dass das neue Multiplex-Kino nur mit der Linie 7 der VBSG (Neudorf-Achslen-Hauptbahnhof-Abtwil) erschlossen sein würde. Ein neues Grosskino hätten wir lieber im Stadtzentrum, beispielsweise auf dem Areal hinter dem Hauptbahnhof, gesehen. Der Anschluss mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus allen Richtungen wäre dort optimal.

Aufgrund des gültigen Zonenplans konnte das Projekt jedoch mit einer Baubewilligung rechnen. Im Rahmen des Bewilligungsverfahren erhob der VCS Einsprache und setzte sich in Gesprächen mit der Bauherrschaft und den Bewilligungsbehörden für eine verbesserte Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie für eine gebührenpflichtige Parkplatzbewirtschaftung ein. Ende 2000 konnte die Einsprache zurückgezogen werden, nachdem eine einvernehmliche Lösung erzielt worden war.

Erschliessung von und nach St. Gallen:
Zusatzkurse und Gratisticket

Der letzte reguläre VBSG-Kurs verliess Abtwil bis vor kurzem um 23.46 Uhr. Damit wäre es den Besucherinnen und Besuchern der Spätvorstellungen von Freitag- und Samtagabend nicht mehr möglich gewesen, mit dem Bus in die Stadt zurückzufahren. Neu werden die Spätkurse beim Cinedome halten. Um ca. 01.15 bis 01.30 Uhr, je nach Ende der letzten Kinovorstellung werden die Fahrgäste nicht nur bis ins Stadtzentrum, sondern wenn gewünscht auch weiter bis ins Neudorf befördert. Dieses Angebot ist wie auch die Kinonachtvorstellungen selber auf Freitag- und Samstagabend beschränkt.

Vorbildhaft ist die Regelung, dass das Kinoticket als Gratisbusbillett für die Heimfahrt gilt. Kinobesucherinnen und -besucher haben also nur für die Hinfahrt ins Cinedome ein VBSG-Billett zu lösen.

Erschliessung von und nach Herisau und Gossau:
Neue Busverbindung und Gratisticket

Bis heute wäre es nicht möglich gesesen, mit dem öffentlichen Verkehrsmittel von Gossau oder Herisau zum Cinedome anzureisen. Mit der Eröffnung des Cinedome wurde nun für die stark frequentierten Kinoabende am Freitag und Samstag ein spezielles Busangebot eingerichtet. Ab Herisau und Gossau führen zwei Buskurse die BesucherInnen rechtzeitig auf die Abend-, resp. Nachtvorstellung zum Cinedome. Auch die Rückfahrt nach Gossau und Herisau ist mit den Abfahrten um 22.30 und 01.30 Uhr gewährleistet. Eine spezielle Buserschliessung auch an den übrigen Tagen wäre finanziell nicht zu realisieren gewesen.

Auch für die Busverbindungen von Herisau und Gossau muss lediglich für die Hinfahrt ein Ticket gelöst werden. Das Kinoeintrittsbillett berechtigt zur Gratisrückfahrt.

Parkplatz für Fr. 2.50

Die zusätzlichen Busverbindungen und die Möglichkeit der Gratisrückfahrt werden aus Mitteln der Parkplatzbewirtschaftung finanziert, für welche sich der VCS nachdrücklich eingesetzt hatte. In einer ersten Betriebsphase beträgt die Parkgebühr für die erste Stunde Fr. 1.50, für die 2. und 3. Stunde je Fr. 0.50. Das Parkieren für einen Kinobesuch kostet somit auf den 350 vorhandenen Parkplätzen Fr. 2.50.

Die Parkiergebühr auf der einen und die Gratisrückfahrt mit dem Bus auf der anderen Seite sollen dazu beitragen, dass möglichst viele Besucherinnen und Besucher mit dem Bus zum Cinedome fahren und damit die Umwelt und die Anwohnerinnen und Anwohner der Strassen schonen. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Angebot rasch bekannt und möglichst oft auch genutzt wird.


Förderung des Langsamverkehrs:

Mitreden - Mitgestalten - und Bundesgelder pünktlich abholen

Von Doris Königer

Mitreden - Mitgestalten - und Bundesgelder pünktlich abholen, So heisst der Titel der Interpellation, die Ende Februar im St.Galler Stadtparlament eingereicht wurde. Ein Woche davor hatte Ruedi Blumer eine vom Inhalt her ähnliche Interpellation im Kantonsrat eingereicht.

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat Anfangs Dezember ein Leitbild zur Förderung des Langsamverkehrs in die Vernehmlassung gegeben, der gekürzte Wortlaut der Aufforderung lautete:

«Gemeinsam mit Kantonen, Städten und Agglomerationen sowie den Fachorganisationen will das UVEK den Langsamverkehr vermehrt fördern. Im Vordergrund stehen die Optimierung der Verkehrsysteme in Städten und Agglomerationen sowie das Schaffen attraktiver und sicherer Rahmenbedingungen.

Die Verkehrsentwicklungsanalysen prognostizieren eine stetige Zunahme des Verkehrs und damit eine Verschärfung der Verkehrsprobleme. Mit dem nun vorliegenden Leitbild soll das Entlastungspotenzial des Langsamverkehrs vermehrt genutzt werden. Der Anteil des Langsamverkehrs kann mit den im Leitbild zur Diskussion gestellten Massnahmen innerhalb von 10 Jahren substanziell erhöht werden. Die Massnahmen bauen auf jahrelanger Vorarbeit auf und enthalten insbesondere die Optimierung der Veloverkehrs- und der Fuss- bzw. Wanderwege, die Vereinheitlichung und Verbesserung der Langsamverkehrssignalisation, sowie die Förderung von Velostationen.

Mittels eines mehrjährigen Anschubprogramms in der Höhe von 49 Mio. Franken soll der Langsamverkehr strukturell nachgebessert und aufgewertet werden. Die vorgeschlagenen Förderungsmassnahmen basieren auf der aktuellen Aufgabenteilung Bund-Kantone gemäss der Bundesverfassung, sowie dem Fuss- und Wanderweggesetz. Kantone, Städte und Agglomerationen sowie Gemeinden sollen in ihrer Aufgabe betreffend Förderung des Langsamverkehrs unterstützt werden. Interressierte Personen und Organisationen sowie Gemeinden sind aufgefordert, bis zum 30. April 2003 zum vorliegenden Entwurf Stellung zu nehmen.»

Hier in der Stadt stellen wir uns schon lange die Frage, wie es ohne Veloinitiative weitergehen soll. Unsere Forderungen und Wünsche werden zwar von den städtischen Beamten wohlwollend aufgenommen. Sind sie aber mit hohen Erstellungskosten verbunden, werden sie auf die lange Bank geschoben. Eine Veloverbindung «Burgstrasse-Grünbergstrasse-Lagerstrasse» ist ein solches Beispiel. Eine Verbesserung der Fussverbindungen sowie eine Aufwertung der zahlreichen innerstädtischen Treppen sind weitere Anliegen des VCS. So müssen FussgängerInnen oft einen unverständlichen Umweg machen, nur weil private GrundbesitzerInnen kein Durchgangsrecht an AnwohnerInnen gewähren. Unterstützt mit finanziellen Mitteln würden sich einige BesitzerInnen sicher umstimmen lassen, und es liesse sich ein dichtes Fussnetz über unsere Stadt legen. Die Stadt der kurzen Wege - das ist unser Ziel. Mit geeigneten Beschriftungen mit Zeitangaben würden sich nicht nur St.GallerInnen sondern auch Aussenstehende auf diesem Netz zurechtfinden und vermehrt durch unsere Stadt gehen und nicht fahren.

Auf Grund der bundesrätlichen Vernehmlassung wurden nun die kantonale Behörde wie auch der St.Galler Stadtrat aufgefordert eine ausführliche Stellungnahme einzureichen und den in unseren Augen akuten und sichtbaren Handlungsbedarf aufzuzeigen. Umsetzbare Projekte und Massnahmen sollen ausgearbeitet werden, damit wir das Geld vom Bund pünktlich abholen können, und die Chance nicht verpassen, Verbesserungen für FussgängerInnen und VelofahrerInnen in Stadt und Kanton erreichen zu können.


mit VCS-Beteiligung

Ökomarkt 2003 - bereits Tradition

Von Susanne Schmid

Der 15. Mai 2003 ist der Tag für alle Ökologie-Interessierten in der Stadt St. Gallen und Umgebung. Um das Vadiandenkmal werden am diesjährigen Ökomarkt an rund 70 Ständen umweltfreundliche Produkte und Dienstlestungen präsentiert.

Die Interessengemeinschaft (IG) Ökomarkt organisiert dieses Jahr zum neunten Mal diesen sehr beliebten Markt. Ein buntes und attraktives Rahmenprogramm trägt zur speziellen Atmosphäre bei. Auch der beliebte Wettbewerb, organisiert durch den Fachverein für Arbeit und Umwelt (FAU), wird zum Streifzug durch den ganzen Markt einladen. Das diesjährige Spezialthema heisst "Der bunte und nahrhafte Garten aus Grossmutters Zeiten". Es werden Informationen und Angebote zur ursprünglichen Artenvielfalt von schmackhaften Obst-, Früchte- und Gemüsesorten präsentiert. Weiter sind Produkte für den Haushalt, Angebote zum naturnahen Gärtnern, umweltverträglichen Bauen und Wohnen, zu Umwelttechnik und Recycling, umweltgerechtem Verkehr und Transport, zur sparsamen Energieanwendung, zu Gesundheit, Ferien und Freizeitaktivitäten und vieles mehr zu finden.

Der Ökomarkt steht allen Interessierten mit umweltverträglichen Produkten und Dienstleistungen offen. Anmeldeformulare vermittelt die Umweltfachstelle (Tel. 071 224 56 76)

Kommen Sie dieses Jahr am 15. Mai an den Ökomarkt und Sie werden sehen, spüren, riechen und geniessen. Viel Spass!


Gasbusse sind sauberer als Diesel

Förderung von Erdgas als Treibstoff?

Von Susanne Schmid

Der Stadtrat hat entschieden, vorläufig keine Busse, die mit Erdgas betrieben sind, anzuschaffen, obwohl gelegentlich 10 Dieselbusse ersetzt werden müssen. Immerhin anerkennt der Stadtrat, dass Erdgas von umweltpolitischer Bedeutung ist. In der Interpellationsantwort schreibt er: «Erdgas wird wegen der tieferen Emissionen als erheblich umweltfreundlicher eingestuft als die übrigen untersuchten Treibstoffe.» Vor allem die Stickoxidemissionen sind im Vergleich zu Benzin 57%, im Vergleich zu Diesel gar um 88% tiefer, daraus folgt ein verringertes Ozonbildungspotential von 96-99% und dreimal weniger gesundheitsgefährdende Feinpartikel. Auch diese Zahlen stammen aus dem stadträtlichen Bericht.
Aus umweltpolitischer Sicht spricht also sehr viel für Erdgas.

Die Umweltschutzfachstelle der Stadt Winterthur hat 1996 in "Umwelt Praxis" einen Artikel publiziert, wo eine Gegenüberstellung von Trolleybussen, Erdgasbussen und Dieselfahrzeugen gemacht wird. Es werden sowohl die ökonomischen Kosten sowie die Umweltbelastungen der Versuchsline 4 ("Breite-Linie") berechnet. Der Versuch zeigt folgendes:

Bewertet man die Ökonomie sowie die Ökologie, kommt die Studie zum Schluss, dass die Variante Gasbus insgesamt das beste Verhältnis zwischen Kosten und Umweltbelastungen aufweist. Bei den lokalen wichtigen Emissionen, wie z.B. Stickoxiden und Partikeln, sowie beim Lärm bringt der Gasbus gegenüber dem Dieselbus eine markante Verbesserung mit geringen Mehrkosten.» (S. 11)

Obwohl die Fakten eindeutig für den Kauf von Erdgasbussen sprechen, hat sich der Stadtrat entschieden, keine Erdgasbusse zu kaufen. Die 10 Dieselbusse, die in nächster Zeit ersetzt werden sollen, sind gemäss Stadtrat eine zu kleine Menge, um auf Erdgas umzusteigen. Lieber kauft er neue Dieselbusse und gibt damit den Erdgasbusse für längere Zeit keine Chance mehr. Dies obwohl das stadteigene Gaswerk (sgsw) plant, eine Gastankstelle auf Stadtgebiet zu eröffnen.

Erfreulich ist dagegen, dass der Stadtrat beabsichtigt, einen Teil seiner Dienstfahrzeuge auf Erdgas umzustellen, sobald die Steuerreduktion für Erdgas auf Bundesebene beschlossen ist.

Der VCS ist trotzdem enttäuscht, dass sich der Stadtrat nicht aktiver für den Umweltschutz einsetzen will. Umweltschutz zum Nulltarif ist leider einfach nicht zu haben, diese Erkenntnis sollte sich langsam auch beim Stadtrat durchsetzen. Schöne Worte, denen aus Kostengründen keine Taten folgen, haben wir schon zur Genüge gehört. Ich möchte nur kurz daran erinnern, dass sich die Stadt St. Gallen zur lokalen Agenda 21 bekennt, die eine nachhaltige Entwicklung fordert. Umweltschutz ist dabei ein wichtiges Thema.


Die Sonntagsinitiative und die VCS-Ortsgruppe St.Gallen laden Sie herzlich ein zur

Narrägmäänd St.Gallen: musikalische Mitwirkung der Gruppe Gad'ase

Von Margot Benz

Autofreie Sonntage bringen Lebensfreude. Endlich können wir am 18. Mai 2003 darüber abstimmen, dass versuchsweise für vier Jahre in jeder Saison an einem Sonntag alle öffentlichen Plätze und Strassen dem freien Gebrauch gewidmet werden. Ohne privaten Autoverkehr. Im Frühling ein Ort zum spielen, im Sommer ein Ort der Bewegung, im Herbst ein Ort der Begegnung, im Winter ein Ort der Kreativität. Autofreie Sonntage sind ein Geschenk an uns alle. Zur Unterstützung der Abstimmung wird am

Samstag, 29. März 2003
Offene Kirche St. Leonhard
20.00 Uhr

eine Narregmänd durchgeführt. Diese uralte Appenzeller Tradition wurde nach 1790 immer mehr unterdrückt und verboten und ist nach 1830 langsam aber sicher verloren gegangen. Im Zusammenhang mit dem Kampf zur Einführung des Frauenstimmrechtes ist sie dann Ende des letzten Jahrhunderts wieder aufgekommen worden. Also, es ist keine Fasnacht, kein Buurezmorge, keine Podiumsdiskussion, sondern - eben eine Narregmänd mit Narreweibel und Narrerat und Reden und Abstimmungen. Lassen Sie sich überraschen und stimmen Sie mit!

Der VCS führt die Cafeteria. Dazu nehmen wir liebend gern entgegen:

Wir würden uns riesig freuen, wenn wir mit Ihrer Hilfe eine feine Auslage zusammenbringen. Das letzte Mal am Aktionstag «Ohne Auto in die Stadt» haben wir viele wunderbare Sachen erhalten. Für mich als Koordinatorin wäre es sehr angenehm, wenn Sie mir vorher mitteilten, was Sie mit- oder vorbeibringen können. Ein kurzer Anruf auf 071 222 26 32 (auch Anrufbeantworter) genügt.

Und dann: Am 18. Mai Ja zur Sonntagsinitiative!


Experimenteller Gottesdienst in der Offenen Kirche

Segen für Fahrradfahrende

Auf effiziente Weise setzt das Fahrrad Muskelkraft in Mobilität um. Das Leben der Menschen wird dadurch leichter, erlebnisreicher und gesünder. Andrerseits ist Velofahren gefährlich. Das Gefährt ist zerbrechlich, der Fahrer schutzlos, das Gleichgewicht labil.

Der Anlass richtet sich an Frauen und Männer, die in einer stillen Stunde ihre Velowege in Form von Klage, Bitte und Dank ins Licht Gottes stellen wollen, der Ursprung, Mitte und Ziel aller Wege ist.

Die Teilnahme ist mit und ohne Fahrrad möglich.

Der Anlass findet im Rahmen der "Experimentellen Gottesdienste in der Offenen Kirch" statt. In diesem Zyklus sollen Brücken über Konfessionen und Kontinente, Regionen und Religionen, Frömmigkeitsstile, Musikrichtungen und Lebenswelten hinweg geschlagen werden.


Leserbrief

zu niedrige Parkgebühren in der Innenstadt

«Mich ärgern die Parkgebühren in der Innenstadt. Sie sind mit zwei Franken pro Stunde nach meiner Ansicht einfach zu niedrig im Vergleich zu den VBSG-Tarifen. Mir hat kürzlich ein Automoblist, der regelmässig mit seinem Wagen in die Stadt fährt, obwohl er eine Bushaltestelle in nächster Nähe hat, vorgerechnet, dass ihm eine Fahrt in die Stadt mit dem Auto immer noch billiger zu stehen komme als mit dem Bus. Er bezahle für sich und seine Frau mit dem Bus hin und zurück Fr. 8.80 Für diesen Betrag könne er einige Stunden den Wagen in einer Parkgarage abstellen. Die Kilometerkosten rechnet man ja bei solchen Vergleichen nie. Das Auto fährt ja gratis.» Könnte der VCS da nicht einmal etwas unternehmen?»

Kurt Agostini, St.Gallen


Velofahrkurse in St. Gallen und Gossau

Sicher im Sattel - Kurse 2003

Von Dani Schöbi

Nach der erfolgreichen Durchführung eines Pilotkurses im 2002 bauen wir das Velofahrkursangebot in der Region St.Gallen definitiv aus. Die Winterzeit wurde für Gespräche mit Polizei und Stadt genutzt. Danken möchte ich bereits heute dem TCS St.Gallen, der uns freundlicherweise den Verkehrsgarten in der OLMA-Halle zur Verfügung stellt. Die Kursflyer fürs 2003 werden in diesen Tagen gedruckt und zudem muss dringend die Kursleiterequipe vergrösssert werden (siehe unten!).

Die Velofahrkurse "Sicher im Sattel" sind auf den Verkehrsunterricht in den Schulen abgestimmt und ergänzen das Angebot der Polizei ideal; sie werden massgeblich durch den Fonds für Verkehrssicherheit unterstützt. An den Kursen wird bekanntes aufgefrischt, neues gelernt und spielerisch vertieft. Zielpublikum sind Kinder ab Schuleintritt in Begleitung einer erwachsenen Person, geübt wird in den Grundkursen gruppenweise auf abgesperrten Plätzen und Quartierstrassen. Wir hoffen mit diesem Angebot die Verkehrssicherheit einen Gang hochschalten zu können.

Kursflyer mit Anmeldetalon können beim VCS Sekretariat SG (Tel. 071 222 26 32, E-mail: vcs.sg@bluewin.ch) bestellt werden.

Folgende Kurse sind fürs 2003 geplant:

Gossau

  • Kurs B 4. Juni 17:30 - 20:00 Uhr

St. Gallen

  • Kurs A 10. Mai 14:30 - 17:00 Uhr
    (Verkehrsgarten)
  • Kurs B 25. Juni 17:30 - 20:00 Uhr
  • Kurs B 28. Juni 14:30 - 20:00 Uhr



Events:

Narrägmäänd St.Gallen mit Gad&Mac226;ase:

Veloflohmarkt:

Mitgliederversammlung VCS St.Gallen/Appenzell

Velotag Gossau

Oekomarkt:

Velofahrkurse:

s ein gutes Zeichen!