Kommentar
Als bemerkenswert darf sicher bezeichnet werden, dass es der Altstadtrunde gelungen ist, trotz verschiedenster Interessen einen weitestgehenden Konsens über die weitere verkehrliche Entwicklung in der südlichen Altstadt zu finden.
Den Tatbeweis muss nun zunächst der Stadtrat antreten. Er hatte bereits vor den Arbeiten der Altstadtrunde zugesagt, jene Massnahmen umzusetzen, die einstimmig vorgeschlagen werden, sofern diese Massnahmen in der finanziellen Kompetenz des Stadtrates liegen. Die Altstadtrunde wünschte denn auch eine rasche Umsetzung. Der VCS erwartet, dass die Signalisationen im nächsten Frühjahr in Kraft treten können.
Weiter ist auch das Gemeindeparlament gefordert. Vor allem die gestalterischen Massnahmen mit vorgängigem Wettbewerb sind nicht gratis zu haben. Der Nutzen für Gewerbe, Tourismus und BewohnerInnen wird aber ein Mehrfaches betragen. Es ist zu hoffen, dass diese Investition in die Zukunft unserer Altstadt nicht an kleinlichen Details scheitern oder im Zuge von Sparmassnahmen auf die lange Bank geschoben wird.
Aus Sicht des VCS ist es bedauerlich, dass der Wille nicht da war, an Nachmittagen wirklich den motorisierten Verkehr aus den Altstadtgassen herauszuhalten. Kundinnen und Kunden, die mit dem Auto grössere Gegenstände abholen wollen, könnten dies auch am Vormittag tun. Die heutige Regelung in den Gassen der mittleren Altstadt (Multergasse, Neugasse, Marktgasse, Spisergasse etc.) hat sich bewährt. Es ist zu befürchten, dass wegen des sogenannten Warenumschlags, der polizeilich nur sehr schwer und mit grossem Aufwand zu kontrollieren ist, in den Altstadtgassen weiterhin ein dauernder Autostrom zirkulieren wird. Damit würde aber das Ziel, ungestört in der Altstadt flanieren zu können, nicht erreicht.
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