Inhalt VCS Leonardo, 04/Nr. 1:

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Der VCS zur Verkehrsplanung Rapperswil / Jona:
Die Tunnel-Skepsis ist nicht gewichen


Velobörsen im Sektionsgebiet


Kantonsratswahlen 2004 St. Gallen:
VCS-Wahlempfehlungen


Aktiv im VCS:
Vorstandsmitglieder gesucht


Der VCS zur Verkehrsplanung Rapperswil / Jona

Die Tunnel-Skepsis ist nicht gewichen

Die Verkehrsplanung Rapperswil/Jona hat in den letzten Jahren vermehrt auch den öffentlichen sowie den Fuss- und Radverkehr ins Zentrum gerückt. Das Schlüsselelement bleibt gleichwohl der projektierte Tunnel Rapperswil, mit dem das Strassennetz massiv mehr Verkehr aufnehmen könnte.

Seit rund 15 Jahren hat der Seedamm in Rapperswil gleich viel Verkehr zu verkraften. Befuhren ihn 1989 durchschnittlich 23'800 Fahrzeuge pro Tag, so waren es 2002 mit täglich 23'830 gleich viele Autos und Lastwagen. Die Kapazität der Strasse ist schlicht erschöpft, was auch seine guten Seiten hat: Das Verkehrswachstum in der Agglomeration wird begrenzt, wovon auch das übrige städtische Strassennetz profitiert.

Obwohl die Gesamtverkehrsoptimierung Rapperswil/Jona auf beide Optionen – mit und ohne Tunnel – ausgerichtet ist, ist eine klare Favorisierung der Tunnellösung erkennbar. Der VCS bleibt skeptisch und kritisch:

Bei aller Kritik an der Tunnellösung ist festzuhalten, dass auch klare Fortschritte erzielt wurden: ersichtlich am Einbezug der flankierenden Massnahmen, an der Ausdehnung der Planung auf die Gemeinde Jona und insbesondere an der Tatsache, dass nun die «flankierenden Massnahmen auf dem Transitkorridor Bestandteil des Genehmigungsprojektes für den Tunnel sind». Für den VCS ist dies die Voraussetzung, dass überhaupt über Umfahrungs- respektive Tunnelvarianten diskutiert werden kann.

Wenig wahrscheinlich ist eine Realisierung des Tunnels aber allein schon aus finanziellen Gründen. Zwar ist das 600-Millionen-Projekt im Strassenbauprogramm des Kantons enthalten, doch ist heute schon klar, dass die notwendigen Bundesbeiträge nicht fliessen werden. Die jahrzehntelange Tunnel-Planung darf nun nicht als Vorwand dafür dienen, die nötigen Massnahmen auf dem bestehenden Hauptstrassennetz auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Vielmehr sollten diese ab sofort planerisch vorbereitet werden. Wird auf einen Finanzierungsentscheid im Jahr 2006/2007 gewartet, geht wertvolle Zeit verloren, die sich für die Ausarbeitung von Gestaltungskonzepten und -projekten nutzen lässt. Die Erfahrungen im Raum Bern sowie die inzwischen durchgeführten Studienarbeiten auf der Zürcherstrasse in St. Gallen (ca. 18'000 bis 20'000 DTV) zeigen, dass bedeutende Verbesserungen auf dem bestehenden Strassennetz auch ohne Umfahrung durchaus möglich sind.

So wie beim öffentlichen Verkehr Verbesserungen im gesamten betroffenen Siedlungsgebiet angestrebt werden, muss auch die Planung für den Fuss- und Radverkehr über den Transitkorridor hinausgreifen. Der VCS beantragt, die Massnahmen zu Gunsten von Fussgängern und Velofahrerinnen im Rahmen der kommunalen Verkehrsplanung stärker zu gewichten: Sie sind rasch umsetzbar, vergleichsweise kostengünstig und schneiden unter ökologischen Gesichtspunkten am besten ab. Die beauftragten Planer haben in früheren Berichten dargelegt, wie schlecht der Fuss- und Radverkehr in Rapperswil/Jona mit seinem Anteil von 21,5% – gegenüber 33% in Chur oder 32% in Frauenfeld – dasteht.

Andreas Bernhardsgrütter

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Velobörsen im Sektionsgebiet

Datum

Ort

Zeit

Veranstalter

Informationen

Samstag,
27. März

Sargans
Markthalle Schohl

9 – 12 h Annahme
13.30 – 15.30 h Verkauf

VCS- Regionalgruppe Sarganserland

Markus Bollhalder
081 723 56 12
oder
081 710 42 85

Samstag,
27. März

Wattwil
beim Bahnhof

13 - 14 h Annahme
14 – 15 h Verkauf

IG Velo Toggenburg

Beat v. d. Crone
071 994 16 10

Samstag,
27. März

Rapperswil
Bildau

Ab 8 h Annahme
9 – 12 h Verkauf

VCS See / Gaster

Urs Bernhardsgrütter
055 210 92 58

Samstag,
27. März

Zuzwil Gemeindehausplatz

8 – 9 h Annahme
9 – 11 h Verkauf
11 – 12 h Rückg.

Edith Isenring und Gisela Zünd

Edith Isenring
071 944 13 34

Details im nächsten Leonardo und im Velobörsenkalender auf www.vcs-sgap.ch

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Kantonsratswahlen 2004 St. Gallen:

VCS-Wahlempfehlungen

Der Kantonsrat entscheidet über die Prioritäten der St. Galler Verkehrspolitik. Ob beim öffentlichen Verkehr gespart oder ausgebaut wird, ob neue Strassen in die Landschaft gelegt oder Mittel für die Umgestaltung von Hauptstrassen bereitgestellt werden, hängt vom Ausgang der Kantonsratswahlen ab. Der VCS ruft alle seine Mitglieder auf, ihren Beitrag zu einem umweltfreundlichen Parlament zu leisten.

Die drei grossen St. Galler Umweltverbände WWF, Pro Natura und VCS haben den Kandidierenden einen Fragebogen zugestellt und leihen auf Grund der uns zugestellten Antworten einer Reihe von Kandidatinnen und Kandidaten ihre Unterstützung. Die entsprechenden Listen pro Wahlkreis können auf unserer Homepage ab mitte Februar eingesehen oder bei unserem Sekretariat bestellt werden.

Ganz besonders zur Wahl empfehlen wir fünf Personen mit allerbestem Leistungsausweis durch ihre langjährige Arbeit im Vorstand der VCS-Sektion oder in Regionalgruppen:

Wahlkreis St. Gallen:

Wahlkreis Wil

Wahlkreis See und Gaster

Der Vorstand

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Aktiv im VCS

Vorstandsmitglieder gesucht

Die VCS-Sektion St. Gallen/Appenzell möchte ihren Vorstand mit neuen Mitgliedern verstärken. Möchten Sie die Ostschweizer Verkehrspolitik mitgestalten? Am wirkungsvollsten tun Sie dies bei uns: in einer aktiven, sachkundigen Gruppe, die für mehr Verkehrssicherheit, mehr Umweltschutz und mehr Lebensqualität im Wohnumfeld kämpft. Der VCS-Vorstand tagt einmal monatlich in St. Gallen. Seine Mitglieder sind daneben auch in Arbeitsgruppen tätig. Sind Sie interessiert? Unser Sekretariat nimmt gerne entsprechende Anfragen entgegen.

Der Vorstand

Mail Geschäftsstelle