St. Gallen, 3. Februar 2008. Der VCS unterstützt
die Zielsetzung der Stadt Altstätten, den Veloverkehr mit gezielten
Massnahmen zu unterstützen. Neben kurzfristig umsetzbaren Massnahmen
sollen aber auch mittel- und langfristig umsetzbare Ideen Einzug ins Konzept
halten.
Sicherheit
Die Energiestadt Altstätten engagiert sich mit dem vorliegenden
Konzept konkret für das Velo als sinnvolles Nahverkehrsmittel und
dem Rheintal als beliebte Veloland Schweiz Destination. Für Velofahrerinnen
und Velofahrer als ungeschützte Verkehrsteilnehmende sind Attraktivität
und Sicherheit untrennbar miteinander verbunden. Velofahrende suchen möglichst
direkte und schnelle Wege. Entsprechend engmaschig soll das Netz möglicher
Verbindungen sein. Das Velo muss als Selbstverständlichkeit einen
sicheren Platz finden. Es sind Massnahmen erforderlich, die ein Miteinander
von Velos und Autos erleichtern, indem sie ein korrektes und sicheres
Verhalten beider Verkehrsträger fördert und unterstützt.
Insbesondere bei Knoten (linksabbiegende Velofahrer) ist eine sichere
(Velo) Verkehrsführung von grosser Bedeutung, weil hier die Unsicherheit
von Velofahrenden am grössten ist.
Mittel- und langfristige Optik fehlt
Der geplante Rahmenkredit von CHF 50'000 bis 80'000 ermöglicht
die Realisierung von möglichst vielen der vorgeschlagenen Massnahmen.
Mit der «Randbedingung» dieses Rahmenkredits ist indirekt
auch der Fokus auf kleine, raschumsetzbare (Signalisierungs-) Massnahmen
gelegt. Wir bedauern aber die offensichtliche Ausblendung der mittel-
und langfristigen Optik. In Altstätten stehen mit der geplanten Freihofüberbauung
und Entlastungsstrasse grössere Veränderungen an, die auch Optionen
beim Langsamverkehr eröffnen. Beispielsweise sind durch die Entlastungsstrasse
Süd direkte Veloverbindungen durchtrennt worden oder weisen keine
optimalen Querungshilfen auf.
Das Konzept weist durch den hohen Konkretisierungsgrad, Prioritätenzuordnung
und Kostenschätzung den Charakter eines Massnahmenpaketes auf: Dicht
vernetzte, sichere Velowege sorgen für optimales Vorankommen. Funktionelle
Veloabstellplätze schützen vor Wetter und Diebstahl und schaffen
Ordnung.
Veloförderung ist ein fortlaufender Prozess. Die durch die Arbeitsgruppe
entwickelten Massnahmen erscheinen uns plausibel und richtig. Letztendlich
entscheidend ist die Sensibilisierung und das Engagement der städtischen
Bauverwaltung. Nur sie kann bei zukünftigen Projekten die Velofreundlichkeit
gewährleisten und die Gewichtung des motorisierten Individualverkehrs
und des Langsamverkehrs sorgfältig auszubalancieren.
Mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen macht Altstätten
in den nächsten Jahren auf der Infrastrukturseite für Velofahrende
einen Sprung nach vorne.
Vernehmlassung VCS (pdf)

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Weitere
Infos:
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Stadt Altstätten |
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bypad Audit |
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Wie gut ist die Radverkehrspolitik in der Gemeinde, Stadt oder Region?
Ist sie effektiv? Und effizient?
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Das Instrument dafür ist vorhanden. Es heißt BYPAD (Bicycle
Policy Audit) und wurde zwischen 1999 und 2001 im Rahmen eines EU-Projekts
von einem internationalen Experten-Konsortium entwickelt. BYPAD basiert
auf europäischer Best-Practice, d.h. Maßnahmen, die in BYPAD
empfohlen werden, sind in europäischen Städten erfolgreich angewandt
worden.
Die BYPAD-Plattform weitet das Auditverfahren sowohl räumlich als
auch inhaltlich aus: Weitere EU-Länder wenden BYPAD an (Estland,
Polen, Griechenland und Spanien) und die Methode wurde erweitert, sodass
das Audit nun auch in Gemeinden und Regionen durchgeführt werden
kann.
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