VCS kritisiert anachronistische Oldtimer-Bergrennen


20 Jahre Pause sind nicht genug

 

St. Gallen, 28. Februar 2007. Unsinnige Veranstaltungen aus längst vergessen geglaubten Zeiten sollen wieder aufleben. So ist auf den Frühherbst zum ersten Mal seit 1962 ein Bergrennen auf der Strecke Steckborn-Eichhölzli im Thurgau geplant. Schon am 18./19. August sollen nach 20 Jahren erstmals wieder Rennmotoren im Appenzellischen Walzenhausen dröhnen.

Der Klimawandel wird endlich von einer breiten Bevölkerung und auch von der Politik ernst genommen. Fieberhaft wird in vielen Bereichen nach Lösungen gesucht. Dass vor diesem ernsten Hintergrund Motorsport-Anlässe wieder aufleben sollen, ist für den VCS unverständlich. Denn mit guten Gründen hat ein mutiger Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden 1986 die Durchführung von Bergrennen untersagt. Seit jener Zeit hat sich die Umweltsituation leider nicht zum Besseren gewendet. Neben dem Verzicht auf unsinnige Motorsport-Anlässe aus einer anderen Zeit ist heute viel Mut für weitere kleine und grössere Entscheidungen notwendig. Entscheidungen, die den Klimawandel aufhalten oder zumindest abfedern sollen. Woher will eine Regierung diesen notwendigen Mut schöpfen, wenn sie hinter 20 Jahre alte Beschlüsse zurückfällt? Der Zeitgeist aus den 80iger Jahren passt nicht mehr ins 21. Jahrhundert.

Der Verzicht auf die Bewilligung von Motorsportanlässen allein rettet uns das Klima nicht. Aber es setzt ein kleines und deutliches Zeichen, dass wir in allen Bereichen handeln müssen.

Weiterführende Informationen:

Wikipedia/Bergrennen

www.bergsprint.ch