St. Gallen, 20. September 2007. Das Schwedische
Möbelhaus IKEA eröffnet nächste Woche den ersten Teil des
neuen Einkaufszentrums beim Stadion im Westen der Stadt. Will man den
Veröffentlichungen glauben, bricht damit das Zeitalter der ökologisch
korrekten Einkaufszentren an. Der VCS freut sich über die dank intensiven
Verhandlungen erzielten Verbesserungen zugunsten der Umwelt - und riskiert
trotzdem einen kritischen Blick.
Für die IKEA zählt die gute öffentliche Verkehrserschliessung
zur firmeneigenen Umweltstrategie. IKEA hätte sich für den Ausbau
des öffentlichen Verkehrs eingesetzt. So der Bericht in einer Zeitungs
Sonderbeilage zur Eröffnung des Möbelhauses. Schaut man aber
genauer hin, dann leidet die schöne Möbelpolitur etwas.
Gemäss IKEA-Homepage konnte mit den Einsprechern - darunter auch
dem VCS - bereits auf Stufe Bebauungsplan Lösungen gefunden werden.
Das vom VCS erzielte Verhandlungsergebnis entspricht aber eigentlich nur
dem «notwendigen Minimum» gemäss Umweltverträglichkeitsbericht
der Bauherrschaft. Ein Minimum, das seit Verhandlungsabschluss zwischen
dem VCS, der Stadion AG sowie der Stadt und dem Kanton St.Gallen Gefahr
lief, weiter reduziert zu werden. Einmal hiess es, die Linie nach Herisau
sei überflüssig. Ein andermal sollten die VBSG-Busse zur Erschliessung
weiterer Stadtteile Umwege fahren. Auch der Betrieb während der Abendverkaufszeiten
oder am Samstag wäre ohne VCS Vereinbarung rechtlich nicht abgesichert.
Die Innenstadtgeschäfte und ihre Kunden warten bis heute vergeblich
auf ein vergleichbar gutes Angebot.
Noch nicht alle Verhandlungsergebnisse umgesetzt Kurz vor Teileröffnung
des Stadion-Einkaufszentrums bleiben zumindest zwei offene Punkte:
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Von den beiden Fussgängerpassarellen über die Zürcher
Strasse stehen erst die Betonpfeiler.
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Die Ausschilderung der Bushaltestellen und das elektronische Informationssystemen
fehlen.
Der neue Autobahnanschluss St.Gallen-Winkeln ist seit fast einem Jahr
in Betrieb. Die Arbeiten für die gute Erschliessung durch den öffentlichen
Verkehr haben offenbar nur zweite Priorität. Der VCS erwartet die
rasche Realisierung der noch nicht realisierten Anlagen. Den vielen schönen
Worten müssen noch einige schöne Taten folgen.
Der VCS wünscht der IKEA einen guten Start. Und allen BenützerInnen
der öffentlichen Verkehrsmittel eine bequeme, sichere, schnelle und
umweltfreundliche Anreise. Wer weiss: Vielleicht sponsort die IKEA dem
Verkehrsclub der Schweiz ja bald einen besonderen Werbebus zur Möbel-
und Fussball-Arena...

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