appenzellerbahnen

VCS zum Projekt «Durchmesserlinie» Appenzeller Bahnen

Neue Lösungen für den Agglomerationsverkehr

St. Gallen, 27. März 2007. Der VCS begrüsst das Konzept einer Durchmesserlinie, das  die kantonalen Behörden des Kantons und der Stadt St.Gallen sowie der beiden Appenzell nun weiterverfolgen wollen. Damit kommt ein Vorschlag seiner Realisierung ein Stück näher, den der VCS bereits in seiner Studie «richtig verkehrt» aus dem Jahr 2003 gemacht hat.

Die beteiligten kantonalen und städtischen Regierungen erkennen richtig, dass Investitionen in Infrastrukturbauten aus gesamtheitlicher Sicht zu tätigen sind. Ein Ausbau des Strassennetzes aus dem Appenzellerland in die Stadt St.Gallen müsste aus Platzgründen unterirdisch erfolgen. Eine auf absehbare Zeit nicht finanzierbare Investition, die im Vergleich zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs zudem viel weniger effizient und leistungsfähig wäre. Ziel muss sein, nicht nur das weiter wachsende Verkehrsaufkommen auf den Zubringerachsen Appenzellerland-St.Gallen auf die Schiene zu verlagern, sondern auch einen Teil des bisher strassenseitig abgewickelten Pendler-, Einkaufs- und Freizeitverkehrs zu übernehmen. Die dank dem Tunnelbau ermöglichte umsteigefreie Taktverdichtung ist eine Grundvoraussetzung dafür.

Die Angebotsverbesserung des öffentlichen Verkehrs muss von flankierenden Massnahmen im Strassenraum begleitet werden. Der durch die neue Linienführung gewonnene Verkehrsraum ist für die AnwohnerInnen und den Fuss- und Veloverkehr zu gestalten. Der gewonnene Freiraum soll dem Riethüsli mehr Lebensqualität ermöglichen.
Ganz besonders freut sich der VCS, dass neben der Verknüpfung der Appenzeller- und Trogenerbahn in letzter Zeit vermehrt Ideen aufgegriffen werden, die schon im Jahr 2003 in der VCS-Studie «richtig verkehrt» vorgeschlagen wurden:

  • Die Verlängerung der Buslinien nach Gossau wird umgesetzt

  • Die Verlängerung der VBSG-Linie 2 zum Bahnhof Haggen ist in Diskussion

  • Die Verlängerung der Postautolinie von Engelburg ins Stadtzentrum als Durchmesserlinie nach Heiden ist bereits Realität

Die Durchmesserlinie zwischen Appenzell und Trogen sieht der VCS als ersten Schritt hin zu einer Renaissance eines Tramnetzes für die Stadt und Region St.Gallen. Ein zusätzlicher Ausbauschritt zur «Südschaukel» zwischen den Appenzeller Hauptorten wäre eine neue Ost-West-Verbindung in Form einer Strassenbahn Rorschach-Wittenbach-St.Gallen-Gossau. Ein erster Schritt hin zu dieser Vision wäre eine durchgehende, eigentrassierte Trolleybuslinie zwischen St.Gallen und Gossau: Billiger und effizienter als jeder Ausbau des Strassennetzes.

Lösungen statt Strassenbau: Der VCS hofft, dass noch weitere gute Ideen aus der VCS-Studie «richtig verkehrt - Probleme im Agglomerationsverkehr» ihren Eingang in die St.Galler Verkehrsplanung finden.

Aus der VCS-Studie "richtig verkehrt"

Weiterführende Informationen:

VCS-Studie Richtig Verkehrt (pdf)

VCS-Studie Richtig Verkehrt

Durchmesserlinie


Riethüsli

Planausschnitt Varianten Linienführung Riethüsli