St. Gallen, 5. November 2007. Die Verkehrsverbände
IGÖV, PRO VELO, TCS und VCS haben auf Initiative von PRO VELO beim
kantonalen Amt für Raumplanung einen Massnahmenkatalog zur Förderung
des Fuss- und
Veloverkehrs (Langsamverkehr) eingereicht. Die Verbände bestätigen
damit die vom Bundesamt für Raumentwicklung festgestellten gravierenden
Mängel des St.Galler Programms. Nur nach Behebung dieser Mängel
bestehen Aussichten auf Bundesgelder - und damit auf mehr Tempo auch beim
Fuss- und Veloverkehr!
Der von den Interessenverbänden erarbeitete Massnahmenkatalog enthält
Schwachstellen, Anliegen und mögliche Massnahmen beim Fuss- und Veloverkehr
in der Agglomeration St.Gallen / Arbon-Rorschach. So verfügt insbesondere
die Stadt St.Gallen nicht über ein lückenloses und klar signalisiertes
Radnetz. In der ganzen Agglomeration fehlen - speziell für Kinder,
ältere Menschen oder andere in ihrer Mobilität eingeschränkte
Personen - gesicherte und komfortable Verbindungen für Velo fahrende
und zu Fuss gehende.
Für ein attraktives Fuss- und Velowegnetz entscheidend sind
- gute Erreichbarkeit
- durchgehende Markierung und Signalisation
- sichere, direkte Wege mit guter Beleuchtung
- optimierte Anmeldeoptionen bei Lichtsignalanlagen
- nutzungsfreundliche Abstellanlagen für Fahrräder
- gute Verknüpfungen mit anderen Verkehrsmitteln (kombinierte Mobilität)
Investitionen in die Infrastruktur und in die Sicherheit des
Langsamverkehrs fördern den Verkehrsfluss und reduzieren das
Konfliktpotenzial. Ein Anliegen, das IGÖV, PRO VELO, VCS und TCS
teilen. Denn Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs
kommen nicht nur den schwächsten, sondern zugleich auch den zahlreichsten
Verkehrsteilnehmenden zugute.
Als dritte Säule neben dem motorisierten und dem öffentlichen
Verkehr hat der Langsamverkehr grosses Potenzial. Ein Agglomerationsprogramm
mit derart grossen Lücken riskiert, als Ganzes zur Nachbesserung
zurückgewiesen zu werden. Die Agglomeration St.Gallen würde
damit vorerst nicht von Bundesgeldern profitieren. Die Berücksichtigung
der Anliegen des Fuss- und Veloverkehrs dient somit auch der Sicherung
von Massnahmen für den motorisierten und den öffentlichen Verkehr.
Die Verkehrsverbände fordern darum vom kantonalen Amt für Raumplanung
eine massive Nachbesserung des Agglomerationsprogramms St.Gallen / Arbon-Rorschach
im Bereich des Fuss- und Veloverkehrs. Notwendig ist auch eine handlungsfähige
Fachstelle für Fragen des Velo- und Fussverkehrs, die sowohl in der
Planungsphase wie auch den Ausführungsarbeiten bei Strassenum- und
Neubauten die Anliegen des Langsamverkehrs einbringt. |
Mehr Infos:
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Massnahmenkatalog Langsamverkehr |
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VCS zum Aggloprogramm |
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VCS Stellungnahme (pdf) |
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VCS ÖV-Offensive Agglo St.Gallen |
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Agglomerationsprogramme Kanton St.Gallen |
 |
Agglomerationspolitik des Bundes |
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