Einer der Diskussionspunkte bildete die Platzierung und die Anzahl der Veloparkplätze. Diese waren gemäss Umweltbericht sowohl in der Adlergasse als auch in der Hinteren Schützengasse unmittelbar bei den Haupteingängen vorzusehen, aber nicht im Überbauungsplan festgehalten. Abklärungen haben ergeben, dass aufgrund der beengten räumlichen Verhältnisse nur Abstellflächen in der Adlergasse möglich sind. Die Bauherrschaft sagte schriftlich die Einrichtung von 50 abschliessbaren Veloabstellplätzen zu, wovon etwa ein Drittel dank einer Personenüberführung witterungsgeschützt sein wird. Beim nordwestlichen Zugang der Überbauung stehen in zumutbarer Gehdistanz weiterhin die Abstellplätze an der Schützengasse zur Verfügung. Ob dies ausreichend ist, wird sich in der Praxis zeigen müssen.
Von den projektierten 240 Tiefgaragenplätzen sollen 80 festvermietet dem umliegenden Quartier dienen. Alle weiteren sind für Nutzungen innerhalb der Neuüberbauung sowie für den Besuchsverkehr vorgesehen. Damit erhöht sich das Parkplatzangebot in diesem Teil der Innenstadt erheblich. Dies sieht auch der Stadtrat so. Er sicherte darum zu, alle Parkplätze auf der Nordseite der Poststrasse mit Inbetriebnahme der Tiefgarage Webersbleiche aufzuheben. Das entsprechende Verfahren wird mit dem Baubewilligungsverfahren eingeleitet. Dies schafft die Voraussetzung für eine Umgestaltung und Aufwertung der Poststrasse als Fussverbindung zwischen dem Hauptbahnhof und der Altstadt.
Der VCS begrüsst die Überbauung Webersbleiche und ähnliche Projekte in der Innenstadt. Da aber jedes dieser Bauvorhaben zu Mehrverkehr führt, sehen wir die Gefahr einer zunehmenden Behinderung des öffentlichen Verkehrs. Die Stadt konnte und wollte keine festen Zusagen machen, dass die heutige OeV-Privilegierung beim Schibenertor und dem Blumenbergplatz nicht gefährdet ist. Ohne diese Privi-legierung an diesen und anderen wichtigen Knotenpunkten ist aber ein attraktiver öffentlicher Verkehr in der Stadt gefährdet.Die Stadt St. Gallen muss mehr tun für einen attraktiven und leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr. Nur dieser ist effizient genug, das steigende Verkehrsaufkommen zu bewältigen und dafür zu sorgen, dass St. Gallen attraktiv bleibt. Zum Wohnen, Arbeiten und Einkaufen.
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