28. September 2002:
Exkursion Strassenraumgestaltung mit grosser Beteiligung
Reges Interesse für Begegnungszonen in der Ostschweiz
Ein verträgliches Miteinander zwischen Fussgängern, Velofahrern und dem Autoverkehr, dies ist die Idee von Begegnungszonen, welche seit diesem Jahres im schweizerischen Recht eingeführt ist. Die VCS Sektion St. Gallen / Appenzell hat am Freitag 27. September eine Exkursion organisiert, in der Strassenraumgestaltungen in Buchs, Altstätten und Lustenau besucht wurden, bei denen die Einführung einer Begegnungszone denkbar ist. Dass die Begegnungszone auch der Ostschweiz auf reges Interesse stösst, zeigte die grosse Beteiligung von 60 Personen aus Politik und Verkehrsplanung.
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Programm
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Dokumentation
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Infos Begegnungszonen
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Beschrieb Buchs
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Beschrieb Altstätten
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Beschrieb Lustenau
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Seit dem 1. Januar 2002 ist in der Schweiz die neue Verordnung in Kraft, welche die Einführung von Tempo 30 Zonen regelt und als Neuerung Begegnungszonen mit Tempo 20 vorsieht. Die Begegnungszonen umfassen einerseits Wohnstrassen (die mit der neuen Verordnung aufgehoben wurden) und neu Geschäftsbereiche, auf denen Fussgängerinnen und Fussgänger die ganze Strasse benutzen dürfen und Vortritt geniessen. Das Ziel von Begegnungszonen ist mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität.
Bei der Exkursion wurden insbesondere die Neuerung in den Geschäftsbereichen vorgestellt und die gesetzlichen und tatsächlichen Voraussetzungen aufgezeigt. Es wurden Beispielen besichtigt, die:
- baulich so umgestaltet sind, dass sie faktisch einer Begegnungszone entsprechen;
- als Begegnungszone denkbar sind;
- an denen die notwendigen und zu erbringenden Massnahmen diskutiert werden können.
Im weiteren wurde aufgezeigt, wie mit der neuen Verordnung eine Möglichkeit geschaffen wurde, für mehr Übereinstimmung von Verkehrsregime und ortsbaulicher Gestaltung in Zentren. Dies erleichtert ein verträgliches Miteinander von Fuss- und Veloverkehr sowie dem motorisierten Verkehr auf tiefem Geschwindigkeitsniveau.
Unterschiedliche Gestaltungsansätze
Auf Begegnungszonen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 20 und Fussgängervortritt. Der Strassenraum sollte daher eine platzartige Gestaltung aufweisen, welche dieses Verkehrsregime unterstützt. Solche Gestaltungsansätze sind - in unterschiedlicher Art und Situationen - auf der Bahnhofstrasse in Buchs, der Marktgasse in Altstätten und dem Kirchplatz in Lustenau umgesetzt worden.
In Buchs wurde die Bahnhofstrasse ertappenweise verschmälert, die vorhandene Längsparkierung entfernt sowie die Vorplätze mit einer Allee und einem Plattenbelag aufgewertet. Die Bahnhofstrasse als wichtiges Einkaufszentrum einer gesamten Region wurde so attraktiver gestaltet. Die Fussgänger queren die Strasse auf der gesamten Länge, der motorisierte Verkehr zirkuliert mit verminderter Geschwindigkeit.
Altstätten besitzt eine bedeutende Altstadt, welche dank einem lebendigem Gewerbe auch als Einkaufsort attraktiv ist. Die Marktgasse wurde bereits in den achtzigerjahren flächenhaft mit einer Pflästerung gestaltet. Nun wird mit einzelnen Massnahmen versucht, die Altstatt weiter aufzuwerten. Die Einführung einer Begegnungszone wäre eine Möglichkeit dazu, welche den Ort gegenüber den Einkaufszentren in der Peripherie stärken könnte.
Der Kirchplatz in Lustenau wurde auf orginelle Art von Fassade zu Fassade blau eingefärbt, die querende Strasse vor der Kirche nur mit niedrigen Pollern von der Platzfläche abgetrennt. Der Ort war vor der Umgestaltung eine wüster Parkplatz - heute ist er ein Begegnungsraum und Ort für zahlreiche Veranstaltungen und Nutzungen. Es finden Märkte und Konzerte statt. Der Kirchplatz ist Teil eines beispielhaften Verkehrskonzeptes, welches trotz erheblichem Verkehr eine Aufwertung des Ortzentrums brachte.
Begegnungszonen in der Ostschweiz
Der VCS erhofft sich mit dieser Exkursion, einen Beitrag zur Realisierung von zahlreichen Begegnungszonen in der Ostschweiz zu leisten. Die aufgezeigten Strassenraumgestaltungen zeigen, dass mit diesem neue Instrument die Ortszentren gerade in Konkurrenz zu den Einkaufszentren auf der grünen Wiese an Attraktivität gewinnen. Dass 60 Meinungsträger die Exkursion mit ihrem Besuch ihr Interesse an diesem neuen Instrument gezeigt haben, stimmt den VCS zuversichtlich.
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Dokumentation
Die Ziele der Exkursion und weitere Beispiele möglicher und bereits umgesetzter Begegnungszonen sind in einer Reisedokumentation beschrieben. Darin befinden sich auch allgemeine Erläuterungen und weitere Materialien zur Begegnungszone.
Die Dokumentation kann zu einem Preis von Fr. 20.- bestellt werden.
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Links:
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www.modelcity.ch
Dokumentation diverser Beispiele Begegnungszonen
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www.verkehrsclub.ch
Arbeitshilfen Zonen mit Tempobeschränkungen
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www.pom.be.ch/
Merkblatt des Kt. Bern zu der Einrichtung von Begegnungssstrassen
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www.admin.ch
PDF Signalisationsverordnung (SVV); Änderung vom Sept. 01
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www.admin.ch
PDF Verkehrsregelnverordnung (VRV) über Tempo 30 Zonen und Begegnungszonen
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