Einkaufszentren ausgebremst
VCS ist erfreut über den Entscheid zugunsten einer nachhaltigen Siedlungspolitik im Linthgebiet
|
Infos und Links
 |
Pressemitteilung Kanton SG |
 |
www.keinglaruspark.ch |
Aus für Glaruspark und IKEA Schänis
Der Entscheid der Regierungen zur gemeinsamen kantonsübergreifenden Planung bedeutet das Aus für die beiden Grossprojekte den Glaruspark bei der Autobahnausfahrt Weesen und den IKEA in Schänis. Dies schont die Talebene im Linthgebiet vor weiterer Zersiedelung vor einem sich ausuferndem Siedlungsbrei mit Einkaufszentren und Fachmärkten. Denn: Ein IKEA bleibt nicht alleine, sondern er zieht weitere Fachmärkte an wie das Licht die Motten.
Demgegenüber können aber die beiden Einkaufszentren Seedamm in Pfäffikon und der Linthpark in Uznach ausgebaut werden. Auch hier stellen sich Fragen zur Verträglichkeit, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf ein bereits stark belastetes Strassennetz. |
9. Juli 2012 Die VCS Sektion St.Gallen / Appenzell ist sehr erfreut über den Entscheid der Kantone St. Gallen, Schwyz und Glarus, im Linthgebiet auf eine nachhaltige Siedlungspolitik bezüglich Einkaufscenter und Fachmärkte zu setzen.
Seit Jahrzehnten fordert der VCS publikumsintensive Anlagen wie Einkaufscenter und Fachmärkte nicht auf der grünen Wiese zu bauen, da hier die Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln fehlt oder ungenügend ist. Solche Projekte führen stets in eine raumplanerische Sackgasse. Zahlreiche Fehlplanungen haben eindrücklich gezeigt,dass mit einer solchen Strategie nur zusätzlicher Verkehr generiert wird. Von diesem hat das Linthgebiet bereits genug. Nicht nur Rapperswil-Jona, Schmerikon und Uznach sind von Verkehrszunahmen insbesondere des motorisierten Individualverkehrs seit Jahren bereits betroffen und belastet.
Offensichtlich sind die Kantone, die am Linthgebiet partizipieren zu derselben Schlussfolgerung gekommen, lediglich etwas später als der VCS. Es braucht eine kantonsübergreifende Planung der publikumsintensiven Einrichtungen, welche sich an der Siedlungsentwicklung und vor allem am öffentlichen Verkehr orientiert. Alles andere ist nicht zielführend.
Wir hoffen, dass dieser Entscheid der Kantone St. Gallen, Schwyz und Glarus für andere Regionen und Kantone Beispielcharakter haben wird und wegweisend zur Kenntnis genommen wird. |