Schulweg

Richtplan der Stadt St.Gallen:

Streifzüge auf Augenhöhe 1.20m

Infos und Links

Präsentation der Resultate (pdf)

VCS: Kampagne sichere Schulwege

Fussverkehr Schweiz:
Sichere Schulwege

Fussverkehr Schweiz: Netzanalyse Fussverkehr

Fussverkehr St.Gallen/Appenzell

Stadt Basel:
Kinderfreundliche Stadtentwicklung

Für Rückfragen:

Robert Furrer
Geschäftsleiter VCS St.Gallen/Appenzell und Kontaktstelle Fussverkehr St.Gallen
Tel G.: 071 222 26 32
Mobile: 079 262 78 41
E-Mail: info@vcs-sgap.ch

St.Gallen, 28. Juni 2011, Schülerinnen und Schüler des Grossacker-Schulhauses streifen durch die Strassen ihres Quartiers und suchen nach gefährlichen und unattraktiven Stellen. Die Kinder machen Verbesserungsvorschläge, wie St.Gallens Strassen, Wege und Plätze für Kinder sicherer gemacht werden könnten. Eingeladen zu den Streifzügen haben die Fachverbände «Fussverkehr St.Gallen» und «VCS St.Gallen/Appenzell».

In Anlehnung an das Projekt «JO! St.Johann-Quartierentwicklung mit Kindern» aus Basel haben die Fachverbände «Fussverkehr St.Gallen» sowie «VCS St.Gallen/Appenzell» die Idee entwickelt, die Qualität der St.Galler Strassen, Fusswege und Plätze aus Kinderoptik zu untersuchen und Verbesserungsvorschläge zu entwerfen. Im Vordergrund steht die Attraktivität und Sicherheit der von den Kindern benutzen Orte. Das Projekt «Streifzüge auf Augenhöhe 1.20m» ist als Ergänzung der von der Stadt St.Gallen aktuell durchgeführten Schwachstellenanalyse Velo- und Fussverkehr zu betrachten. Deshalb wird das Projekt zeitlich und räumlich koordiniert mit den Arbeiten des Tiefbauamts der Stadt St.Gallen durchgeführt.

Schülerinnen und Schüler werden in kleinen Gruppen ihre gewohnte Umgebung wie Schulwege, Spielplätze, Aufenthaltsorte in der Freizeit, Wege zu den Freizeitaktivitäten etc. unter die Lupe nehmen. Bei diesen «Streifzügen» werden die Kinder von einer erwachsenen Person begleitet. Den Auftakt macht am Donnerstag, 30. Juni die 5. Klasse von Cyrill Bischof vom Schulhaus Grossacker. Ausgerüstet mit Stadtplan, Protokollblatt und Digitalkamera werden die fünf Gruppen während dem Vormittag ihr Quartier nach Schwachstellen untersuchen. Nach den Sommerferien folgen die Streifzüge zweier weiterer Klassen aus dem Grossacker-Schulhaus.

Die Kinder beschreiten Wege und besuchen Orte, wo sie sich wohl und sicher fühlen. Sie suchen aber gezielt auch nach Stellen, die sie mangels Wohlbefinden und Sicherheitsgefühl meiden. Alle Entdeckungen werden protokolliert und fotografiert. Mit Hilfe von Zeichnungen und Notizen können die Kinder Verbesserungsvorschläge anbringen. Die Kinderbeiträge sollen die Schwachstellenanalyse der Stadt St.Gallen inhaltlich und räumlich ergänzen. Allfällige Lücken im Massnahmenkatalog sollen auf diese Weise gestopft werden.

Bis Ende 2013 sollen sich weitere Klassen der übrigen Stadt-St.Galler Schulhäuser an den «Streifzügen» beteiligen können. Die Reihenfolge ihrer Berücksichtigung erfolgt abgestimmt auf das Vorgehen des Tiefbauamtes und in Absprache mit dem Schulamt. Wenn den Streifzügen zahlreiche, zuvor nicht bedachte Massnahmenvorschläge aus der Feder der Kinder entspringen, wäre dies bereits als Indiz für die Notwendigkeit dieser neuartigen Analyse zu werten. Die effektive Wirksamkeit der allfällig umgesetzten Massnahmen werden die Projektbeteiligten, allen voran die Kinder nach Projektabschluss zu beurteilen haben.