TRam Strassburg

Ein Tram zwischen Gossau und Wittenbach als Alternative zum Verkehrskollaps in St.Gallen

Das Gespenst Südspange spukt weiterhin in den Köpfen herum

Projektstudie des ASTRA auch zum Langsamverkehr und zum öffentlichen Verkehr!

weitere Infos

VCS-Resolution:
Alternativen prüfen

Mai 2009

Zukunft mit Tram statt Spangenzwang
Oktober 2007

VCS gegen Südumfahrung
September 2004


Alternativen aufzeigen

Die bekannten Schätzungen für die Kosten der Südspange reichen von 1.2  bis 1.55 Milliarden Franken. Mit diesen Mitteln könnte im öffentlichen Verkehr in der Agglomeration St. Gallen ein riesiger Fortschritt erzielt und der Strassenausbau überflüssig gemacht werden.

Wir erwarten deshalb, dass die Studie des ASTRA:

  1. Die Auswirkungen eines Strassenausbaus auf das Gesamtverkehrsaufkommen und den Modal-Split aufzeigt (und damit die Übereinstimmung mit dem Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung);

  2. Die Möglichkeiten von öV-Alternativen mit Kosten in ähnlicher Grössenordnung untersucht;

  3. Prüft, ob das heutige Strassennetz nicht genügt, sofern die Lenkungs- und Förderungsmöglichkeiten, welche den Behörden heute zur Verfügung stehen, konsequent umgesetzt werden.



St.Gallen, 14. September 2010. Die angekündigte Projektstudie des Bundesamtes für Strassen ASTRA zur Engpassbeseitigung auf der Autobahn A1 im Raum St. Gallen soll nicht nur Massnahmen im Bereich des motorisierten Individualverkehrs MIV sondern auch solche zum öffentlichen Verkehr untersuchen.

Laut der Pressemitteilung des Bundesamtes für Strassen ASTRA vom 8. September 2010 wird in den nächsten zwei Jahren eine Projektstudie zur Engpassbeseitigung auf der Autobahn A1 im Raum St. Gallen erstellt werden.

Am 7. März 2010 hat das St. Galler Stimmvolk mit 59 % deutlich ja gesagt zum Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung. Damit ist der Stadtrat beauftragt, dafür zu sorgen, dass der motorisierte Individualverkehr in der Stadt St.Gallen nicht weiter zunimmt und das Verkehrswachstum über den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr aufgefangen wird.

Mit dem Bau der so genannten Südspange würde das Gegenteil eintreten. Der Ausbau der Strassenkapazität würde das Wachstum des motorisierten Individualverkehrs weiter fördern. Im Gegenzug würde vor allem der Langsamverkehr noch unattraktiver, nicht zuletzt im Bereich der zahlreichen neuen Ein- und Ausfahrten.

Die Südspange dient einzig der Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Strassennetzes und der Entlastung der Innenstadt. Kann das Verkehrswachstum durch andere Verkehrsträger aufgenommen werden und ist keine Entlastung der Innenstadt nachzuweisen, so entfällt die Legitimation für diese Strasse.

Um dem Auftrag der Stimmbürger/innen gerecht zu werden, ersuchen wir das ASTRA, in seiner Studie nicht nur Strassenalternativen zur Südspange, sondern auch öV- und Langsamverkehrsmassnahmen zu prüfen.

Das Projekt S-Bahn St. Gallen 2013, über das wir am  kommenden 26. September  abstimmen werden, zeigt die Dringlichkeit auf diesen Gebieten deutlich auf. So sollen die Stadtbahnhöfe Winkeln und Bruggen mit der neuen S-Bahn schlechter bedient werden als heute. Auf dem Hauptkorridor Wil – St.Gallen – Rorschach soll gerade ein Zug pro Stunde durchfahren. Verbesserungen scheitern v.a. an der ungenügenden Infrastruktur.