St. Gallen, 27. Dezember 2009. Die Grünen des Kantons St.Gallen haben gegen den Bau der Umfahrungen im Toggenburg das Referendum ergriffen. Dazu sind bis zum 25. Januar 4'000 Unterschriften nötig.
Der Kantonsrat des Kantons St.Gallen hat im November den Bau der zwei Umfahrungen Wattwil und Bütschwi beschlossen. Gegen diesen Beschluss haben die Grünen das Referendum ergriffen. Nötig sind 4'000 Unterschriften. Das ist nicht einfach, weil in der Sammelzeit die Weihnachtsferien sind und die Kälte nicht ideal ist, um die nötigen Unterschriften zu sammeln. Sie können das Referendum mit Ihrer Unterschrift unterstützen.
Hauptargumente
Folgende Hauptargumente werden zu den beiden Umfahrungen angeführt:
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Mehrverkehr
Zwischen Wil und dem Obertoggenburg entsteht schrittweise eine durchgehende Autostrasse, welche neuen Verkehr anzieht;
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Konkurrenzierung des öffentlichen Verkehrs
Der Ausbau des Strassennetz konkurrenziert den öffentlichen Verkehr. Mit der S-Bahn St.Gallen 2013 erhält das Toggenburg den durchgängigen Halbstundentakt auf allen Stationen von Wil bis Nesslau und Wildhaus sowie von St.Gallen bis Wattwil. Der parallele Ausbau von Strasse und Schiene ist volkswirtschaftlich unsinnig und umweltpolitisch schädlich;
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am falschen Ort investiert
Die Verkehrsbelastung ist insbesondere in Wattwil nicht sehr hoch. Die am stärksten belastete Strasse hat gerade mal 12'000 Autos täglich. In den Städten St.Gallen, Rapperswil-Jona, Gossau oder Wil ist die Belastung doppelt so hoch.
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zu teuer
Die 320 Millionen Franken für die beiden Strassen sind zu viel Geld, das für dringend benötigte Projekte für die Gestaltung auf starkt belasteten Strassen fehlt. Anstatt die Mittel fürzwei Dörfer zu verbrauchen, sollte auf möglichst vielen stark belasteten Strassen in Ortszentren mit gestalterischen Mittel die Verhältnisse verbessert werden. Zum Vergleich: Für den Ausbau der S-Bahn St.Gallen investiert der Kanton St.Gallen gerade mal 67 Millionen Franken. (Link)
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zu wenig Wirkung
Insbesondere in Wattwil hat die Umfahrung zu wenig Wirkung, weil der meiste Verkehr hausgemacht ist. Das Zentrum zwischen Bahnhof und Post wird mit keinem Auto weniger entlastet.
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Volk soll entscheiden
Erst das Referendum ermöglicht es, dass das Volk über diese wichtige Frage entscheiden kann.
Haltung des VCS
Der Vorstand des VCS hat Sympathie für das Referendum, aber einen eigenen Weg beschlossen: Er möchte mit rechtlichen Mitteln dafür sorgen, dass diese Umfahrungen nur dann gebaut werden, wenn die versprochenen flankierenden Massnahmen auch wirklich umgesetzt werden.

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