GV VCS

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HV 2009

Jahresbericht 08

Rechnung 08

Bilanz 08

Budget 09



 

 

HV VCS Sektion St.Gallen/Appenzell

Resolution Südspange St.Gallen -
Alternativen prüfen

St. Gallen, 18. Mai 2009. Die Mitglieder der Sektion St.Gallen/Appenzell des Verkehrsclubs der Schweiz fordern Stadt und Kanton in einer an der Hauptversammlung verabschiedeten Resolution auf, Alternativen zur Südspange in St.Gallen zu untersuchen.

Die Mitglieder der Sektion St.Gallen/Appenzell des Verkehrsclubs der Schweiz VCS fordern Stadt und Kanton in einer Resolution auf, öV-Alternativen zur extrem teuren Südspange in St.Gallen zu prüfen.

Je weiter weg von einer Realisierung die Südspange rückt, desto mehr scheint sie die Verkehrspolitik der Stadt und des Kantons St.Gallen zu bestimmen.

Diese zweite Schnellstrasse durch die Kantonshauptstadt ist heute weniger aktuell denn je. Im Agglomerationsprogramm St.Gallen - Arbon/Rorschach wurde sie vom Kanton selber mit dem tiefsten Reifegrad und der tiefsten Priorität eingestuft und als Zeitraum für eine mögliche Realisierung „nach 2024“ angegeben.

Genau gleich scheint man das in Bern zu sehen. Im Vernehmlassungsbericht zum «Bundesbeschluss über das Programm zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz» wurde das Projekt klar negativ beurteilt: „Beim derzeitigen Kenntnisstand vermögen beide derzeit diskutierten Varianten nicht zu überzeugen. Die Investitionskosten von rund 1'500 Millionen sind in Anbetracht des gesamtschweizerischen Handlungsbedarfs und der knappen, verfügbaren finanziellen Mittel viel zu hoch.“ Dies, obwohl die Verkehrsprobleme mit der Einteilung in die höchste Problemstufe III ausdrücklich anerkannt werden. Als einen möglichen Lösungsweg schlägt der Bund vor: „Im Rahmen weiterer Planungen ist zu prüfe, ob Angebotsverbesserungen im öffentlichen Verkehr die Nationalstrassen ausreichend zu entlasten vermögen.“

Trotzdem tun die St.Galler Regierung und Teile des Parlamentes der Öffentlichkeit gegenüber so, als ob das über 1.5 Milliarden Franken teure Südspangenprojekt bald realisiert würde und als ob sich damit die Verkehrsprobleme der Stadt nachhaltig lösen liessen. Dabei hat die Erfahrung mit der Stadtautobahn seit 1987 exemplarisch gezeigt, dass mit zusätzlicher Strassenkapazität nur zusätzlicher Verkehr generiert wird.

Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung vom 14. Mai 2009 fordern die Mitglieder des VCS die Behörden von Stadt und Kanton auf, öV-Alternativen (durchgehende Busspuren, verdichteter Busfahrplan, zusätzliche Haltestellen, Tram, ...) zur Südspange mit der gleichen Intensität und Seriosität zu untersuchen, mit der man sich bisher für das Tunnelprojekt eingesetzt hat.