Heavy-Tram aus Kuba

Nach dem «LighTram» nun auch noch ein «HeavyTram» für St. Gallen?

Die VBSG bleiben auf Innovationskurs

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VBSG

«LighTram»

Trolleybus

1. April 05:
Road-Pricing in St. Gallen

St. Gallen, 1. April (-Scherz) 2006. Seit ein paar Wochen verkehrt mit dem «LighTram» ein neues Gefährt auf den St. Galler Strassen. Richtig neu ist allerdings nur das niederflurige «Hinterteil». Und doch weht eine frische Brise bei den VBSG. Im Frühling soll die Diskussion um weitere LighTram-Umbauten beginnen. Und um die Anschaffung eines «HeavyTrams» aus Kuba!

Der zum «LighTram» umgebaute Trolley bietet rund 200 Personen Platz. Reicht dies aber aus für die erwarteten Grossanlässe nach Eröffnung des Stadions im Westen St. Gallens? Stadtrat Fredy Brunner will als Leiter der technischen Betriebe möglichen Engpässen begegnen. Die VBSG sollen darum weitere Optionen prüfen. Eine Variante wäre die Anschaffung von zwei «Camellos». Diese bilden in der kubanischen Hauptstadt Havanna das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und bieten 300 bis 400 Personen Platz. Die «Kamele» - diesen Namen vedanken sie ihrer etwas ungewöhnlichen Form - verfügen über keine eigene Motorisierung, sondern werden von einem Sattelschlepper gezogen. Diese würden nach Bedarf für jeden Einsatz zugemietet. Für Stadtrat Brunner selbstverständlich, dass die Zugfahrzeuge über modernste Dieselmotoren mit Partikelfilter und Entstickungssystem verfügen müssen.

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Camello auf Promotionstour

In Zusammenarbeit mit weiteren städtischen Verkehrsbetrieben und der kubanischen Botschaft tritt das «Camello» nun eine Promotionstournee durch die Schweiz an. Kuba will sich neben dem Zuckerexport und dem Tourismus im Bereich öffentlicher Verkehr neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen. Der VBSG ist es gelungen, die Kamel-Premiere nach St. Gallen zu holen. Zeitgleich zum VCS-Veloflohmarkt kann das «HeavyTram» am 1. April besichtigt werden. Die ersten 50 (volljährigen!) BesucherInnen erhalten einen Cuba Libre, einen Drink aus Rum, Zitronensaft und Cola, gesponsort von der Kubanischen Botschaft. Aufgrund der engen Platzverhältnisse vor dem Waaghaus sind leider keine Rundfahrten möglich.

Mit den Stadionpromotoren und den Verantwortlichen des Open Airs wird nun das Gespräch gesucht, um diese für einen Betriebsbeitrag für das neue Angebot zu gewinnen. Im Gegenzug steht die grosse Fläche am «Kamel» für Werbung zur Verfügung. Aber natürlich nicht für Cubra Libres!