St. Gallen, 9. Mai 2006. Am vergangenen
Donnerstag führte die VCS Sektion St.Gallen/Appenzell ihre diesjährige
Hauptversammlung in Wil durch. Die statuarischen Geschäfte konnten
speditiv behandelt werden und boten wenig Anlass zur Diskussion. Neu in
den Vorstand gewählt wurde der künftige Nationalrat Urs Bernhardsgrütter
aus Jona.
Die statuarischen Geschäfte boten an der diesjährigen Hauptversammlung
keine Überraschungen. Im Jahres-bericht blickte die Präsidentin
Doris Königer auf die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen
Vereinsjahres zurück, das ganz im Zeichen des 25-Jahr-Jubiläums
stand. Wie notwendig das Engagement des VCS auch weiterhin ist zeigte
die Feinstaub-Diskussion im letzten Winter. Die Erfolge des VCS und anderer
Umweltverbände bei der Anwendung des Verbandbeschwerderechts zeigen,
wie wichtig
dieses Mittel zur Durchsetzung des Umweltrechtes ist. Die staatspolitisch
bedenkliche Initiative der FDP auf schweizerischer Ebene oder die drohende
Abschaffung des Beschwerderechtes durch das St.Galler Kantonsparlament
ist unehrlich: Statt das Umweltrecht direkt anzugreifen sollen die Rechtsmittel
beschnitten werden, um demokratisch legitimiertes Recht durchzusetzen.
Die VCS Sektion St.Gallen/Appenzell wird sich für die Beibehaltung
der Verbandsbeschwerde engagieren.
Zu den im letzten Jahr gut genutzten VCS-Dienstleistungen zählen
die verschiedenen Velobörsen der VCS-Regionalgruppen. Die von der
Sektion betriebene Verkehrsberatung wurde wiederum rege beansprucht. Ein
schöner Erfolgt auch für den VCS ist die letzte Woche eröffnete
erste Ostschweizer Velostation in St.Gallen. Die in Zusammenarbeit mit
der IG-Velo angebotenen Velofahrkurse fanden im vergangenen Jahr erneut
grossen Zulauf.
Die Finanzen der VCS-Sektion sind solide. Bei einem Umsatz von rund
Fr. 115'000 resultierte ein kleiner Gewinn von rund Fr. 5000.
Unter Führung der langjährigen Präsidentin Doris Königer
stellt
sich der bisherige Vorstand als eingespieltes Team weiterhin zur Verfügung:
Martin Stamm als Vizepräsident (St.Gallen) sowie Ruedi Blumer, Kantonsrat
(Gossau), Daniel Schöbi, (St.Gallen), Guido Wick (Wil) und Andreas
Bernhardsgrütter (St.Gallen). Neu in den Vorstand gewählt wurde
der Joner Urs Bernhardsgrütter, der sich ab Juni als Nachfolger von
Pia Hollenstein als Nationalrat auch auf Bundesebene für eine nachhaltige
Verkehrspolitik einsetzen wird.

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Urs Bernhardsgrütter neu im Vorstand
des VCS St. Gallen / Appenzell

Urs Bernhardsgrütter ist seit Jahrzehnten verkehrspolitisch aktiv
und arbeitet schon lange bei der VCS-Regionalgruppe See und Gaster mit.
Er ist auch Vorstandsmitglied des Vereins Alpeninitiative.
Der Joner Co-Präsident der Grünen Partei des Kantons St. Gallen
wird ab Juni die Nachfolge von Pia Hollenstein im Nationalrat übernehmen.
Der Vorstand freut sich, damit einerseits die Region Linth wieder in
die Vorstandsarbeit einzubinden, was gerade im Hinblick mit der Diskussion
um den geplanten Tunnel Rapperswil von Bedeutung sein dürfte. Andererseits
ist der Kontakt zur nationalen Politikbetrieb zur Durchsetzung der VCS-Politik
auch in der Region sicher hilfreich.
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