Das ausgewogene Projekt zur Umgestaltung
der Zürcherstrasse ist am 21. Mai 2006 leider an der Urne knapp gescheitert.
Die Befürchtungen und Ängste bezüglich «Bus im Stau»
haben einen Teil der Bevölkerung verunsichert, die klaren Aussagen
von Fachleuten konnten nicht ausreichend überzeugen.
Wir werden nun leider die Chance nicht erhalten, zu erleben, dass die
Verkehrsplaner Recht gehabt hätten. Die moderne, zukunftsträchtige
Verkehrspolitik hat eine Absage erhalten; wir müssen weiterhin nach
Bern reisen, um dort stark befahrene, aber trotzdem verkehrsberuhigte
Strassen zu sehen. Die Hoffnungen auf mehr Lebensqualität sind in
Lachen jäh zerstört worden. Trotzdem möchten wir allen
danken, die sich für ein JA zur Zürcherstrasse eingesetzt haben
und der Vorlage zugestimmt haben.
Keine Quartiersolidarität
Das Abstimmungsresultat hinterlässt einen schalen Nachgeschmack:
Mit Polemik und unwahren Behauptungen konnte ein bei Fachleuten anerkanntes
Projekt verhindert werden. Die städtische Solidarität mit diesem
verkehrsgeplagten Wohn- und Geschäftsquartier war nicht vorhanden.
Offenbar wird Lachen vor allem aus der Optik der Durchfahrenden wahrgenommen.
Und diese wollen nur eins: Freie Fahrt.
Mit dem «Nein» sind die Probleme aber nicht gelöst.
Die Verpflichtung zur Sanierung der Werkleitungen und zur Verbesserung
der Verkehrssituation in Lachen bleibt bestehen. Wir erwarten jetzt von
den Gegnern konstruktive und vor allem konkrete Vorschläge, wie sie
die separate Busspur und mehr Sicherheit für FussgängerInnen
und VelofahrerInnen erreichen wollen. Zudem hat die Bevölkerung des
Quartiers Lachen Anrecht auf eine markante Verbesserung ihrer Lebensqualität.
Susanne Schmid
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Abstimmungsergebnis |
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Abstimmungsempfehlung VCS |
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Umgestaltung Zürcherstrasse St. Gallen
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