Alpeninitiative in Rapperswil

Verlagerung Transitverkehr: Güter endlich auf die Bahn

„forza 2009“ in Rapperswil

 

Die Kampagne „forza 2009!“ der Alpen-Initiative gastierte am Freitag 8. September auf dem Fischmarktplatz in Rapperswil. Zusammen mit der UGS Linth (unabhängig – grün – sozial), den Regionalgruppen von VCS und WWF setzt sich die Alpen-Initiative gegen die weitere Verzögerung der Güterverkehrsverlagerung auf die Schiene ein.

Der Güterverkehr erst 2017 auf die Bahn? Für die Alpen-Initiative, die UGS Linth, den WWF und den VCS St. Gallen-Appenzell kommt das nicht in Frage. Die Alpen-Initiative stoppte deshalb mit der Aktion „forza 2009! Güter auf die Bahn – nach Plan“ auch im Linthgebiet. Mit Spiel und Spass (Kugelbahn, Kindereisenbahn sowie Gastwirtschaft bei Jazzmusik) machten die genannten Organisationen am Freitag, 8. September auf dem Fischmarktplatz in Rapperswil auf das Anliegen der Güterverkehrsverlagerung aufmerksam.

Rahel Würmli, UGS-Stadträtin von Rapperswil sprach in ihrer Begrüssung die Verkehrssituation von Rapperswil-Jona an. Auf dem Seedamm beträgt der Anteil an Lastwagen 3.8%, was rund 900 Lastwagen täglich, oder über den ganzen Tag verteilt, 3.7 Lastwagen pro Stunde entspricht. Die konsequente Umsetzung der Alpeninitiative würde auch hier Linderung bringen. Urs Bernhardsgrütter (Nationalrat Grüne St.Gallen) machte in seiner Rede klar, dass die Schweiz eine innovative Verkehrspolitik braucht, zum Schutz der Alpen und zur besseren gegenseitigen Ergänzung von Strasse und Schiene. Es sei nötig, ein klares Signal Richtung Europa zu senden.

Dank dem tatkräftigen Einsatz der Mitglieder der UGS Linth und der finanziellen Unterstützung des VCS sowie des WWF wurden während diesem Nachmittag viele Passanten auf das Thema aufmerksam. Insgesamt konnten über 260 Unterschriften für die Volksvernehmlassung „Güterverkehrsverlagerung“ gesammelt werden.

Das neue Güterverkehrsverlagerungsgesetz ist zurzeit in der Vernehmlassung und sieht eine Verlagerung der Güter erst bis 2017 vor. Das Schweizer Volk hat aber 1994 beschlossen, dass der alpenquerende Güterverkehr innerhalb von zehn Jahren auf die Schiene verlagert werden soll. Deshalb fordert die Alpen-Initiative die Einhaltung des Verlagerungstermins 2009 und war mit „forza 2009!“ auf der Gotthardachse unterwegs.
Beatrice Dürr, Jona-Rapperswil


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