Staad, 22. Juni 2006. Die Aktion gegen
Fluglärm AgF engagiert sich seit 25 Jahren gegen den Ausbau des Flugfelds
Altenrhein zum Flughafen. Der VCS hat gemeinsam mit den anderen Umweltverbänden
diese Anstrengungen immer unterstützt – und wird dies weiterhin
tun. Es gibt viele lokale Gründe für ein Engagement gegen eine
Konzessionierung. Der VCS wendet sich aber nicht nur in Altenrhein gegen
das Wecken immer neuer Flugbedürfnissse auf Kosten der Umwelt und
der Anwohnerinnen und Anwohner.
Mit dem Wirtschaftsaufschwung der 60iger und 70iger Jahre wurden nicht
nur immer mehr Autobahnen gebaut, sondern auch der Luftverkehr wurde zum
Massengeschäft. Die Billigfluggesellschaften haben diese Entwicklung
hin zum «Geiz-ist-Geil»-Flugerlebnis auf die Spitze getrieben.
Der Preis, der auf dem Ticket steht, ist nur die eine Seite der Medaille.
Die andere ist der Lärm für die Anwohner sowie die Luftbelastung
und insbesondere die klimaschädigende Wirkung von Schadstoffen, die
auf Flughöhe direkt in die Atmosphäre einwirken. Dieser Aspekt
blieb im Umweltbericht zur Konzessionierung vollständig ausgeklammert.
Die Zuwachsraten im Flugverkehr sind auf die Billigangebote von EasyJet,
Ryanair und Co. zurückzuführen. Friedrichshafen erzielte im
vergangenen Jahr ein Wachstum von 11,5% und wurde dank den Billigfliegern
zum viertgrössten Regionalflughafen Deutschlands. Auch Zürich-Kloten
legt laufend zu. Geld verdient wird jedoch weltweit kaum noch mit dem
eigentlichen Flugbetrieb, sondern mit den Taxfree- und anderen Nebengeschäften.
Im Fluggeschäft geht es seit Jahren um den Zuwachs von Marktanteilen,
und weniger um den Gewinn. Das Engagement des VCS gegen eine Konzessionierung
des Flugfelds Altenrhein muss in diesem grösseren Zusammenhang gesehen
werden. Wir sind nicht gegen den Ausbau von Altenrhein, weil wir das Wachstum
in Friedrichshafen oder Zürich Kloten besser fänden. Wir sind
gegen ein unbegrenztes Wachstum sowohl im Strassenverkehr wie auch in
der Luft, das nur auf Kosten der Umwelt möglich ist. Wir sind für
Lösungen, die über Landesgrenzen hinaus gehen und ein nachhaltiges
Wachstum ermöglichen. Wir denken dabei an eine grenzüberschreitende
Bodensee-S-Bahn. Der ganze Bodenseeraum könnte davon mehr profitieren
als von zwei sich konkurrierenden Regionalflughäfen. Die externen
Kosten des Flugbetriebs sind mit einer Treibstoffbesteuerung zu berücksichtigen,
um die Verzerrung zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern auszugleichen.
Der Flugverkehr muss seine Kosten tragen. In Friedrichshafen und Zürich-Kloten
ebenso wie in Altenhrein.

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Links:
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St. Gallischer Dank an Vorarlberg |
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Keine Konzessionierung ohne echte Plafonierung
12. Oktober 2005
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Keine Konzession ohne Zustimmung der Bevölkerung |
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Resolution der VCS MV zum Flugfeld Altenrhein |
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Grundlagenpapier zum Flugfeld Altenrhein
der Umweltverbände |
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