St. Gallen, 17. Juni 2002. Die diesjährige Urabstimmung der Migros fühlt sich dem Parkplatzausbau verpflichtet. Die VCS Sektionen St. Gallen/Appenzell sowie Thurgau sind befremdet über die Umfrage "Befürworten Sie die Bemühungen der Migros zur Schaffung von ausreichendem Parkraum für ihre Kundschaft?". Sie haben den Migros-Genossenschaftsbund Ostschweiz in einem Brief aufgefordert, den Anteil der KundInnen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuss oder mit dem Velo die Zentren besuchen, zu steigern. Dies im Interesse eines langfristigen Umweltschutzes.
Die Migros begründet die Umfrage vom 8. Juni 2002 zur Schaffung von ausreichendem Parkraum mit den zunehmenden Restriktionen seitens Behörden und Umweltverbänden, die im Interesse der Luftreinhaltung weniger Parkplätze und eine Parkplatzbewirtschaftung fordern. Die Fragestellung ist sehr suggestiv gehalten, so dass kaum jemand mit einem Nein antworten wird.
Der Verkehrs-Club schätzt die Migros als in vielen Bereichen umweltbewusste Firma (z.B. Gütertransport auf der Schiene). Es ist uns deshalb unverständlich, weshalb die grossen Anstrengungen für einen umweltverträglichen Einkaufsverkehr von ihr nicht unterstützt sondern nachgerade torpediert werden. Ein begrenztes Parkplatzangebot allein schafft noch keinen umweltverträglichen Verkehr. Im Verbund mit einer guten Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, einer attraktiven Fuss- und Radwegerschliessung sowie der Bewirtschaftung der Parkplätze kann der Anteil an KundInnen ohne eigenes Auto markant gesteigert werden.
Die beiden VCS-Sektionen St. Gallen/Appenzell und Thurgau haben in einem Brief die Genossenschaft Migros Ostschweiz aufgefordert, sich aktiv dafür einzusetzen, dass der Anteil der KundInnen, die ohne eigenes Auto einkaufen kommen, gesteigert wird. Verschiedene Anreize sollen helfen, dieses Ziel umzusetzen.
Margot Benz
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Weitere Infos
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Bewirtschaftung von Parkplätzen nützt:
Resolution des VCS SG/ App. zur Bewirtschaftung von Besucherparkplätzen
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