Die ersten Verkehrszählungen nach Eröffnung der Umfahrung Schmerikon-Eschenbach-Wagen (A53) haben zwei Dinge gezeigt: Die A53 hat zu einer Verkehrszunahme im Linthgebiet geführt und die Entlastungsziele in den umfahrenen Dörfern konnten nicht erreicht werden.
Das kantonale Tiefbauamt hat die ersten Verkehrszahlen nach Eröffnung der A53 veröffentlicht. Auch wenn diese Zahlen erst eine erste Einschätzung erlauben, so wird doch deutlich, dass sich mit dem Bau der Autostrasse insgesamt eine hohe Verkehrszunahme im Linthgebiet zu verzeichnen ist. Im Querschnitt Schmerikon - Eschenbach verkehren nun in Ost-West Richtung neu täglich 36'100 Fahrzeuge, was einer Verkehrszunahme von 20 Prozent entspricht. Auf der Nordumfahrung Rapperswil/Jona ist sogar eine Verkehrszunahme von 44 Prozent zu beobachten, ohne dass der Verkehr auf dem übrigen Strassennetz in Rapperswil/Jona zurückgegangen wäre. Dies bestätigt die Erfahrung, wonach eine neue Strasse neuen Verkehr verursacht. Es ist ähnlich wie nach Eröffnung der Nordumfahrung Rapperswil / Jona zu befürchten, dass die neue Strasse in den nächsten Jahren jährliche Verkehrszunahmen von rund 10 Prozent zu verzeichnen hat. Dies hat auch Auswirkungen auf die Strassen, welche zur A53 führen. Dies muss bereits St. Gallenkappel spüren, das bereits heute Mehrverkehr von 7 Prozent verkraften muss. In den nächsten Jahren dürften die Verkehrszahlen in St. Gallenkappel, aber auch andernorts noch deutlich wachsen.
Die in der Abstimmungsbotschaft dargestellten Entlastungsziele wurden verfehlt. So war in Schmerikon für das Jahr 1997 mit der Umfahrung eine Verkehrsmenge von 8'600 Fahrzeugen / Tag prognostiziert und im Jahr 2007 rechneten die Prognosen mit 9'900 Fahrzeugen. Heute durchqueren Schmerikon trotz Umfahrung täglich 10'800 Autos und Lastwagen. Auch Eschenbach hat deutlich mehr Verkehr zu verkraften als versprochen: Prognostiziert waren für das Jahr 1997 5'700 Fahrzeuge und für das Jahr 2007 6'500 Fahrzeuge, nun sind es 7'800 Fahrzeuge. Das vom Kantonsrat für den Bau einer Umfahrung festgelegte Kriterium - mindestens 50 % Entlastungswirkung der Umfahrung - wurde in Schmerikon wie Eschenbach deutlich verfehlt.
Der VCS hofft, dass die auch vom Baudepartement als notwendig erachteten flankierenden Massnahmen jetzt tatsächlich angegangen werden. Nur so kann die Entlastungswirkung verbessert und mittel- bis längerfristig gesichert werden. Es liegt nun an den Gemeinden, ihre entsprechenden Planungen vorzubereiten und die im Abstimmungskampf abgegebenen Versprechungen einzulösen. Die Zeit drängt, da es politisch und auch finanziell schwieriger wird, flankierende Massnahmen zur Umfahrung umzusetzen, je länger die Eröffnung zurück liegt.
VCS/ 23.11.03
Durchschnittlicher täglicher Verkehr (DTV)
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Prognose UVB (1996) für 2005
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2002
ohne A53
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2003
mit A53
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Veränderung 2002/2003
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Eschenbach
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4'590
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11'100
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7'800
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-30 %
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Schmerikon
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2'250
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18'950
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10'800
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-43 %
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A43
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.
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0
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17'500
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.
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Querschnitt
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30'000
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36'100
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+ 20 %
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Nordumfahrung Rappi/Jona
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.
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12'300
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17'700
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+ 44 %
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St. Gallenkappel
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8'080
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8'100
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8'700
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+ 7 %
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Links:
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Dossier flankierende Massnahmen H8
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Finanzierung von flankierenden Massnahmen
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VCS zur Eröffnung der A53
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Pressemitteilung des Baudepartements zu den Verkehrszählungen
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