Vorschlag der VCS Sektion St. Gallen / Appenzell

Ortsbus Agglomeration Rorschach

Ideenskizze (pdf) 3 MB

St.Gallen, 7. September 2004. Im innerörtlichen Verkehr in der Agglomeration Rorschach hat der öffentliche Verkehr heute nur eine untergeordnete Rolle. Das soll sich ändern. Der VCS macht deshalb Vorschläge für einen Ortsbus für die Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg und Goldach.

Die Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg und Goldach sind ein zusammengewachsenes Siedlungsband. Das sind eigentlich eigentliche gute Voraussetzungen, für einen attraktiven öffentlichen Verkehr. Aber: der Öffentliche Verkehr spielt heute im innerörtlichen Verkehr in und zwischen diesen Gemeinden eine eher untergeordnete Rolle. Die bestehenden Postautolinien haben eine Verbindungsfunktion in die Region und dienen kaum dem innerörtlichen Verkehr. Es fehlen Direktverbindungen, zudem sind wichtige Siedlungsteile nur ungenügend mit dem öffentlichen Verkehr abgedeckt. Der Hauptbahnhof Rorschach ist nicht an den Bus angebunden. Man ist deshalb - anders als etwa im benachbarten St. Gallen - für kürzere Strecken kaum je mit dem Bus unterwegs. Das soll sich ändern, wenn es nach den Vorstellungen des VCS geht. Deshalb wurde in einem Arbeitspapier verschiedene Vorschläge erarbeitet, wie in der Agglomeration ein Ortsbussystem eingeführt werden könnte.

Vorgeschlagen werden drei Durchmesserlinien von Goldach über Rorschach zum Bahnhof Rorschach, resp. nach Rorschacherberg, die in einem Viertelstundentakt betrieben werden. In der vorgelegten Ideenskizze wird mit Kosten von ca. 1,1 Millionen pro Jahr gerechnet. Da der bestehende Ringbus Rorschach - Rorschacherberg in das System integriert werden kann, liegen die effektiven Kosten für die drei Gemeinden deutlich unter einer Million. Sie verteilen sich auf die drei beteiligten Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg und Goldach. Zudem sind mit kantonalen Beiträgen zu rechnen.

Die Verlängerung der Postautolinien von / nach dem Hauptbahnhof würde - bei geringen Mehrkosten - eine Verdichtung des Busangebotes in der Kernzone bewirken und Anschlüsse für die Postautoreisenden am Hauptbahnhof ermöglichen.

Mit der geplanten Einführung des integralen Tarifverbundes können Postautos und Stadtbusse mit den gleichen Billeten benutzt werden. Auf den Hauptachsen entsteht dadurch eine Taktverdichtung.

Der VCS ist überzeugt, dass die Mehrkosten für die drei Gemeinden tragbar sind und eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs einen wesentlichen Beitrag zur Linderung der Verkehrsprobleme in der Agglomeration bilden könnte. Die Ortsbussysteme etwa von Wil oder Frauenfeld zeigen, dass auch ähnlich grosse Agglomerationen ein entsprechendes Angebot führen, welches dort - einmal eingeführt - nicht mehr wegzudenken ist.

Links:

Dossier Aggloverkehr
St. Gallen

Resolution Aggloverkehr

www.fahrplanentwurf.ch

VCS-Dossier ÖV

60 Autos - ein Bus. Beides bringt gleich viel Leute in die Stadt, brauchen aber ungleich viel Platz.